Friedrich Hölderlin Hölderlinhaus in Lauffen nach längerer Renovierung geöffnet

Von red/dpa/lsw 

Das Wohnhaus der Familie des Dichters Friedrich Hölderlin ist in Lauffen am Neckar eröffnet worden. Das Gebäude wurde für 5,3 Millionen Euro restauriert und mit einem modernen Anbau versehen.

Außenansicht des Hölderlinhauses, in dem der Dichter Friedrich Hölderlin zwei Jahre seiner frühesten Kindheit verbracht hat. Foto: dpa/Marijan Murat
Außenansicht des Hölderlinhauses, in dem der Dichter Friedrich Hölderlin zwei Jahre seiner frühesten Kindheit verbracht hat. Foto: dpa/Marijan Murat

Lauffen - Nach aufwendiger Renovierung ist das Wohnhaus der Familie des Dichters Friedrich Hölderlin am Donnerstag in Lauffen am Neckar eröffnet worden - mit etwas Verspätung zum 250. Geburtstag des Jubilars. „Es ist das authentischste Gebäude in der Reihe der Orte, in denen der Dichter im Lauf seines Lebens wohnte“, sagte die Leiterin des Hauses, Eva Ehrenfeld. „Und ich denke, dass man sich im Haus und in der Ausstellung dem Dichter auch näher fühlen kann.“

Das Gebäude wurde für 5,3 Millionen Euro restauriert und mit einem modernen Anbau versehen, an dem noch gearbeitet wird. Es beherbergt neben einer Ausstellung auch einen Veranstaltungsraum. Die Kosten tragen Land, Stadt, Bund und private Förderer.

Frühe Kindheit in dem Haus verbracht

In dem früheren Wohnhaus hatte Hölderlin zwei Jahre seiner frühesten Kindheit verbracht. Als Sohn des Klostergutverwalters Heinrich Friedrich Hölderlin wurde er am 20. März 1770 in Lauffen geboren. Nach seinen ersten beiden Lebensjahren im benachbarten Amtshaus des Klosters musste die Mutter und junge Witwe 1772 mit ihren drei Kindern ins heutige Hölderlinhaus einziehen. Zwei Jahre später zog die Familie mit dem zweiten Mann der Mutter nach Nürtingen um.

Hölderlin wurde später wegen einer mutmaßlichen psychischen Erkrankung behandelt und verbrachte seine zweite Lebenshälfte in einem Turmzimmer in Tübingen. Dort wurde er von seinem Vermieter gepflegt.

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