Friedrichsbau Varieté Was für eine Odyssee: Vom Schiff in Abu Dhabi auf die Bühne nach Stuttgart

Luke Dimon Foto: Guido Schroeder

Im Varieté bangten um ihr neues Programm. Zauberer Luke Dimon hing wegen eines Engagements in Abu Dhabi fest, dabei sollte er eine tragende Rolle spielen.

Es war ein Dilemma. In Abu Dhabi kam Luke Dimon nicht weg. In Stuttgart warteten sie auf ihren Hauptdarsteller für die neue Show „A Kind of Magic“. Was tun? Warten? Oder die Show umbauen? Ohne ihn planen? Sie warteten, und wurden belohnt. Dimon ist da. Und wird am Montag erstmals im Friedrichsbau auf der Bühne stehen.

 

Am Donnerstag noch waren Direktor Timo Steinhauer und der künstlerische Leiter Ralph Sun unsicher, wie es weiter geht. Schließlich findet die Premiere bereits am Freitag, 13. März, statt. „Noch ist die Lage ungewiss“, sagte Steinhauer, „wir möchten Luke das Engagement offen halten. Als Moderator der Show hat er einen großen zeitlichen Anteil an der Produktion, und seine erfrischende Art, seine magischen Fähigkeiten und seine Comedy-Elemente möchten wir nicht missen.“

Luke Dimon war auf einem Kreuzfahrtschiff als Magier engagiert. Für viele Artisten und Künstler sind die Gagen für die Unterhaltung auf diesen Schiffen ein mittlerweile erklecklicher Teil ihres Einkommens. Doch während er im persischen Golf unterwegs war, attackierten der USA und Israel den Iran. Das Schiff lag in Dubai fest, Passagiere, Crew und Artisten wussten nicht, wie lange, sie dort ausharren müssen.

Engagement auf dem Schiff

Steinhauer und Sun waren in ständigem Kontakt mit Dimon. Am 2. März hätten die Proben beginnen sollen. Dimon war noch in Dubai, deshalb bat man die anderen Künstler früher zu kommen, stellte den Probenplan um. Und überlegte sich, wie man womöglich ohne Dimon starten könne. Und später einbauen.

Das müssen sie jetzt nicht mehr. Am Samstag sind Luke Dimon und seine Frau in Frankfurt gelandet. Nach 36 Stunden. Über den Landweg ging es in den Oman, von dort per Flieger nach Frankfurt. Und dann direkt weiter nach Stuttgart, wo das Paar nun ist. Dimon wollte gleich am Sonntag proben, doch Steinhauer sagte, er solle sich jetzt erst mal ausruhen. Am Montag reiche es auch noch. „Dann proben wir täglich halt etwas länger.“ Damit war es aber nicht getan. Eigentlich wollte Dimon vom Münchner Flughafen aus direkt nach Stuttgart fahren. Und hatte seine Requisiten dort untergebracht.

Der Aufwand war groß

Die holte nun Dimons Papa. Der brachte alles nach Frankfurt. Wähernd Dimon und seine Frau per Leihwagen nach Stuttgart kamen. Das bestätigt wieder mal: Ohne gute Planung und viel Einsatz funktioniert kein Zaubertrick.

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