Frisch Auf Göppingen Bärenstarke zweite Halbzeit

Von Jürgen Frey und Matthias Häderle 

Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen hat mit einer 11:3-Punkte-Serie sein Punktekonto ausgeglichen. Beim 34:27 gegen den TBV Lemgo fruchten die Maßnahmen des Trainers nach der Pause.

Trainer Hartmut Mayerhoffer (li.) und sein Rückraumspieler Nemanja Zelenovic: Der Linkshänder half als Spielmacher aus – und warf neun Tore. Foto: Baumann
Trainer Hartmut Mayerhoffer (li.) und sein Rückraumspieler Nemanja Zelenovic: Der Linkshänder half als Spielmacher aus – und warf neun Tore. Foto: Baumann

Göppingen - Mit einer enormen Leistungssteigerung nach der Pause hat Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen den TBV Lemgo Lippe 34:27 (14:16) besiegt. Damit haben die Grün-Weißen nach einem 0:8-Punkte-Start mit einer Serie von 11:3 Zählern ihr Punktekonto ausgeglichen.

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Vor 4000 Zuschauern in der EWS-Arena musste Frisch Auf auf beide etatmäßige linke Rückraumspieler verzichten: Neben Sebastian Heymann (Kreuzbandriss) stand auch Ivan Sliskovic (Muskelfaserriss) noch nicht zur Verfügung. Spielmacher Tim Kneule half aus und machte ein starkes Spiel. Er warf genauso wie Nicolai Theilinger, Kresimir Kozina und Marcel Schiller fünf Tore. Mehr Treffer gelangen nur dem überragenden Nemanja Zelenovic (29). Der serbische Nationalspieler erzielte nicht nur neun Tore, er zog aufgrund der Personal-Not über weite Strecken des Spiels auch auf der Mitte-Position die Fäden. „Wir haben uns nach der Pause an den Plan gehalten. Mit unseren zwei Linkshändern im Rückraum haben wir taktisch sehr diszipliniert gespielt. Die Mannschaft hat ihr letztes Hemd gegeben“, lobte Trainer Hartmut Mayerhoffer.

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Gute Torwart-Paraden des sehr starken Daniel Rebmann und die Umstellung auf eine offensive und aggressive 5-1-Abwehrformation (mit Schiller vorgezogen) brachten Frisch Auf auf die Siegerstraße. Beim 20:19 (41.) gelang die erste Führung. Über 26:21 ( 50.) fuhren die Göppinger mit viel Intensität und Leidenschaft den Kantersieg ein. Der Rest war Schaulaufen vor den begeisterten Zuschauern.

Schönes Lob für den Coach

Der Sportliche Leiter Christian Schöne verteilte hinterher Komplimente an die Mannschaft und vor allem auch an den Trainer: „Dass es nach der Halbzeit so hervorragend funktioniert hat, ist Hartmut Mayerhoffer zuzuschreiben. Seine Umstellungen in Abwehr und Angriff haben gefruchtet. Die Spieler haben es mit einer fantastischen Mentalität umgesetzt.“ Am kommenden Sonntag (16 Uhr) folgt der nächste Härtetest – beim deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt.