Frisch Auf Göppingen erkämpft Punkt Aufholjagd im neuen Trikot

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Neues Trikot, neues Glück? Immerhin erkämpft sich Frisch Auf Göppingen nach einem 17:23-Rückstand ein 28:28 gegen den TBV Lemgo Lippe. Die beiden Nationalspieler zeigen sich treffsicher.

Acht Tore für Frisch Auf: Nationalspieler Sebastian Heymann. Foto: Baumann 5 Bilder
Acht Tore für Frisch Auf: Nationalspieler Sebastian Heymann. Foto: Baumann

Göppingen - Zum vorerst letzten Mal mit Zuschauern, zum ersten Mal mit den neuen blauen Heimtrikots: Für Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen war das Heimspiel in der EWS-Arena gegen den TBV Lemgo Lippe etwas ganz Besonderes. Am Ende spielte die Mannschaft von Trainer Hartmut Mayerhoffer nach einer Vorstellung mit Licht und Schatten 28:28 (15:17).

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„Wenn man mit 17:23 in Rückstand liegt, muss man über das Unentschieden froh sein, aber wir sind andererseits auch enttäuscht, nicht gewonnen zu haben“, sagte Göppingens Linksaußen Marcel Schiller. Der Nationalspieler hatte mit einem verwandelten Siebenmeter 20 Sekunden vor Schluss den Ausgleich erzielt. Schiller erzielte insgesamt acht Treffer (davon fünf Strafwürfe), sein Nationalmannschaftskollege Sebastian Heymann markierte acht Feldtore. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent“, sagte der treffsichere, aber auch lange verletzte Rückraumspieler in Anbetracht einiger Fehlabgaben.

Keine Proteste der Fans

Neben den beiden von Bundestrainer Alfred Gislason nominierten Nationalspielern, stand das neue Heimtrikot im Blickpunkt. Was hatte die Abkehr vom traditionellen Grün als Trikot-Grundfarbe auf Wunsch des neuen Hauptsponsors für Wellen geschlagen. Doch nachdem auf Druck von Teilen der Fans beim zweiten Entwurf zumindest ein kleiner Kompromiss gefunden werden konnte, stellten die Hardliner vom Fan-Club Bianco Verde zumindest für die laufende Saison ihre Proteste ein. Zwar teilen nach wie vor nicht alle den Geschmack von Geschäftsführer Gerd Hofele („Das neue Trikot erzeugt bei mir Gänsehaut“), doch der Aufsichtsratsvorsitzende Claus Mai stellte erleichtert fest: „Das Kriegsbeil ist begraben.“

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Auch dank der Unterstützung der zugelassenen 468 Zuschauern kämpfte sich Frisch Auf mit viel Moral zum Punkt. Nachdem die Mannschaft von Trainer Hartmut Mayerhoffer sehr gut ins Spiel gekommen war (6:3) riss komplett der Faden. Viel zu fahrig agierte das Team, lud durch elf technische Fehler vor der Pause Lemgo zu einfachen Toren ein. Diese fehlende Konstanz in den Leistungen zeigt sich nicht nur in diesem Spiel und in dieser Saison, sondern ist immer wieder bei Frisch Auf festzustellen. So konnte Göppingen nicht an die starke Leistung vom jüngsten 25:22-Auswärtssieg in Leipzig anknüpfen. Dass es dennoch trotz des 17:23-Rückstandes (42. Minute) keine Niederlage setzte, lag am unbändigen Kampfgeist und an der Treffsicherheit der beiden Nationalspieler, vor allem Heymann erzielte mit seiner Urgewalt in der Schlussviertelstunde wichtige Treffer. „Das war ein sehr wechselhaftes Spiel. Großes Lob aber für den Fight meiner Mannschaft“, sagte Mayerhoffer. Weiter geht es für Frisch Auf nach der Länderspielpause am 12. November in Hannover.

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