Frisch Auf Göppingen Trotz Aufholjagd weiter punktlos

Von Jürgen Frey 

Schwere Zeiten für Frisch Auf Göppingen. Nach dem 25:28 gegen die Füchse Berlin geht das Warten auf die ersten Punkte in dieser Saison weiter. Es stellt sich die Frage: Warum gibt nicht jeder Spieler von Anfang an alles?

Es gibt viel zu besprechen bei Frisch Auf Göppingen: Trainer Hartmut Mayerhoffer und sein Linkshänder Nemanja Zelenovic, der in dieser Saison noch seiner Form hinterherläuft. Foto: Baumann
Es gibt viel zu besprechen bei Frisch Auf Göppingen: Trainer Hartmut Mayerhoffer und sein Linkshänder Nemanja Zelenovic, der in dieser Saison noch seiner Form hinterherläuft. Foto: Baumann

Göppingen - Es war das brisante Handball-Bundesliga-Duell zweier angeschlagener Boxer: Am Ende der 60 Minuten stand es zwischen Frisch Auf Göppingen und den Füchsen Berlin 25:28 (11:16) – damit taumelt Frisch Auf nach drei Spielen weiter punktlos am Tabellenende, die Füchse dagegen zeigten die geforderte Reaktion, haben wieder festeren Boden unter den Füßen – das gilt auch für ihren Trainer. „Viele habe mich schon in Rente gesehen nach diesem Spiel, doch meine Mannschaft hat phänomenal gespielt“, sagte Füchse-Coach Velimir Petkovic, der von 2004 bis 2013 Frisch Auf trainierte.

Bagersted redet Klartext

Und sein Göppinger Kollege Hartmut Mayerhoffer? Der stellte ernüchternd fest: „In der ersten Halbzeit fehlte die Bereitschaft, die Aggressivität. Die war erst nach der Pause da.“ Sein Kapitän Jacob Bagersted fand deutlichere Worte: „Wir haben in der ersten Halbzeit Schrott gespielt. Wir brauchen die komplette Mannschaft, die von Beginn an 100 Prozent Leistung bringt und alles gibt. Wir müssen uns im Spiegel anschauen, ob das alle tun.“

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Genau genommen zeigte Frisch Auf nur zehn Minuten einen Auftritt wie man ihn von einer Mannschaft erwartet hatte, die nach der 24:27-Heimpleite gegen die TSV Hannover-Burgdorf einiges gut zu machen hatte. In dieser Phase gelang den Grün-Weißen nach einer starken Aufholjagd der 18:18-Ausgleich (40.), Sebastian Heymann hatte sogar die Chance zur Führung. Sein Wurf knallte an der Pfosten. Kurz darauf vergab Kresimir Kozina noch einen Siebenmeter gegen Berlins starken Keeper Dejan Milosavljev zum möglichen 19:19. Danach hatten die Füchse vor 4100 Zuschauern in der EWS-Arena das Geschehen wieder im Griff.

Lindberg und Ernst stark

Überragende Spieler und beste Werfer waren Hans Lindberg (7/4 Tore), Simon Ernst (6) und in der Schlussphase Jacob Holm (3). Für Frisch Auf erzielten Kresimir Kozina (5), Heymann (4) und Marcel Schiller (4/1) die meisten Tore. Die nächste Aufgabe führte die punktlosen Göppinger am kommenden Sonntag (16 Uhr) zum SC DHfK Leipzig. Es wird Zeit zu liefern.