Frühlingsfest in Stuttgart Alkoholmissbrauch am Realschultag

Von ivo 

Jugendliche haben auf dem Frühlingsfest den sogenannten Realschultag gefeiert. Mehr als 60 Jugendliche, die dem Alkohol allzu sehr zugesprochen hatten, mussten betreut werden. Sozialarbeiter kritisieren den Alkoholkonsum.

Mitarbeiter der Mobilen Jugendarbeit haben den Alkoholkonsum Heranwachsender auf dem Frühlingsfest kritisiert. Foto: ddp
Mitarbeiter der Mobilen Jugendarbeit haben den Alkoholkonsum Heranwachsender auf dem Frühlingsfest kritisiert. Foto: ddp

Stuttgart - Zahlreiche Schüler aus Stuttgart und der Region haben am Dienstag den sogenannten Realschultag auf dem Frühlingsfest gefeiert. Im Anschluss an die Feier musste die Mobile Jugendarbeit Stuttgart nach eigenen Angaben mehr als 60 Jugendliche betreuen, die dem Alkohol allzu sehr zugesprochen hatten. Eine Schülerin wurde vom Wasen-Arzt wegen selbstverletzenden Verhaltens in die Psychiatrie eingewiesen. Die Polizei bestätigt den Vorfall.

Die Realschüler hatten von 11 Uhr an ihren Schulabschluss im Festzelt Grandl gefeiert. Bis 16.30 Uhr mussten sie das Zelt wegen der Abendreservierungen verlassen. „Es geht darum, innerhalb kurzer Zeit in Feierstimmung zu kommen“, schreibt die Evangelische Gesellschaft (Eva), die gemeinsam mit dem Caritasverband mit 16 Mitarbeitern der Mobilen Jugendarbeit vor Ort war, in einer Pressemitteilung.

Die sozialen Fachkräfte monieren, „wie früh junge Menschen in die Feierrituale der Gesellschaft eingeführt werden“, so Wolfgang Riesch von der Mobilen Jugendarbeit. „Bei den Erwachsenen geht es dann genauso weiter: Tanzen auf den Bänken und Alkohol ohne Ende.“ Eine Polizeisprecherin erklärte auf Anfrage: „Der Polizei ist der Realschultag aufgrund der in den Vorjahren vermehrt aufgetretenen alkoholbedingten Eskalationen als problematischer Veranstaltungstag bekannt“.

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