Wie geht es in Mönsheim weiter? Zukunft des Bürgermeisters steht in den Sternen
Nach der Suspendierung von Michael Maurer leiten zwei ehrenamtliche Schultes die Geschäfte im Rathaus. Dabei wird es auch bleiben.
Nach der Suspendierung von Michael Maurer leiten zwei ehrenamtliche Schultes die Geschäfte im Rathaus. Dabei wird es auch bleiben.
Auch im zweiten Anlauf hat es die Mönsheimer Liste (ML) nicht geschafft, ein Gemeinderatsmitglied aus ihren Reihen zum stellvertretenden Bürgermeister wählen zu lassen. Ebenso wie gleich nach der Kommunalwahl vor einem Jahr lehnte jetzt erneut eine Mehrheit des Gemeinderats die Wahl eines dritten stellvertretenden Bürgermeisters ab.
Dabei hat sich seit damals die Situation in dem 3000-Einwohner-Ort grundlegend geändert. Denn seit März ist der hauptberufliche Bürgermeister von Mönsheim, Michael Maurer, vom Dienst suspendiert, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts von Unregelmäßigkeiten, ein Disziplinarverfahren wurde eröffnet. Ob und wann Maurer wieder an seinem Schreibtisch im Mönsheimer Rathaus sitzen wird, ist offen.
Die ML, seit einem Jahr neu im Gemeinderat, wollte die Hauptsatzung der Gemeinde so ändern, dass „im Sinne der Gleichbehandlung“ aus jeder Fraktion ein Stellvertreter gewählt wird. Damit sollte „die Handlungsfähigkeit der Gemeinde“ sichergestellt und eine „lückenlose Vertretung“ ermöglicht werden. Schließlich hätten die beiden Stellvertreter jetzt doch deutlich mehr Arbeit.
Zwei ehrenamtliche Stellvertreter gibt es schon, und die haben tatsächlich gut zu tun. Muss dieses Amt normalerweise eher selten ausgeübt werden, versuchen nun die Gemeinderätin Margit Stähle (Freie Wähler, FWG) als erste Stellvertreterin und Joachim Baumgärtner (Unabhängige Bürgerliste Mönsheim, UBLM) als zweiter Stellvertreter das kommunale Schiff auf Kurs zu halten. Und das scheint auch einigermaßen zu gelingen, wie Gemeinderat Thomas Bentel (FWG) bestätigte: „Wir sitzen hier alle an einem Tisch, und das funktioniert meines Erachtens sehr gut.“
Jeder bekomme die Informationen, die er benötige. Es sei schade, wenn nun ein Repräsentationsdenken aller Fraktionen eingefordert werde. „Da dividieren wir uns schon wieder auseinander.“ Dirk Schillmöller, von der ML als möglicher dritter Stellvertreter vorgeschlagen, entgegnete, dass der Antrag genau andersherum gemeint sei, denn ein weiterer Stellvertreter würde die Zusammenarbeit in jeder Form stärken.
Doch die Mehrheitsfraktionen FWG und UBLM sahen offensichtlich keine Kapazitätsprobleme bei den amtierenden Stellvertretern. Er halte eine Erhöhung der Zahl aus diesen Gründen nicht für erforderlich, sagte Janzen (UBLM). Stephan Damm (FWG) unterstützte ihn dabei.
Margit Stähle, die neben ihrer Berufstätigkeit die Hauptlast der ehrenamtlichen Stellvertretung trägt, wies auf die enge Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung hin. „Meine Hauptansprechpartner sind die Amtsleiter. Die müssen das Administrative auffangen“, so Stähle. Der zweite Stellvertreter Joachim Baumgärtner sagte ans Gremium gewandt: „Es geht darum, dass wir alle an einen Tisch kommen und die Themen gemeinsam nach Priorität abarbeiten. Unser Ziel sollte eine zufriedenstellende, intakte Verwaltung sein“.