InterviewFünf Fragen an Sebastian Krämer „Mein Name hat mir nie gefallen“

Sebastian Krämer Foto: Gerald von Foris
Sebastian Krämer Foto: Gerald von Foris

Sebastian Krämer mag Schubert ebenso wie Reinhard Mey, und es nervt ihn, wenn Fans Lieder hören wollen, die er nicht (mehr) spielen kann oder will.

Stuttgart - Der Liedermacher Sebastian Krämer präsentiert am Freitag sein Programm „25 Lieder aus 25 Jahren“ in der Stuttgarter Rosenau.

Herr Krämer, nach welchen Kriterien haben Sie die 25 Lieder zusammengestellt?

Nach rein kommerziellen. Nach den meisten dieser Stücke wurde ich oft gefragt, viele konnte ich aber nicht mehr verkaufen, weil die alten CDs vergriffen sind.

Werden Sie diese 25 Titel dann bald nicht mehr spielen?

Mal schauen. Im Moment genieße ich es, mir bei meinen 25-Lieder-Konzerten keinerlei konzeptionelle Gedanken machen zu müssen, sondern einfach die Stücke zu spielen, die die Leute sowieso hören wollen.

Nervt es Sie, bei Zugaben immer wieder nach Ihren bekanntesten Liedern gefragt zu werden?

Nein, es nervt nur, wenn man sich den Wünschen sklavisch unterordnet. Es gibt Stücke, die kann ich nicht, und welche, die will ich nicht mehr spielen. Wenn ein dahingehender Wunsch kommt, bin ich es, der die Leute mit der entsprechenden Antwort nervt.

Wenn Sie heute mit Ihrem Ich von vor 25 Jahren sprechen könnten – was würden Sie ihm raten?

Meinen Namen zu ändern, der mir nie gefallen hat. Ich dachte schon sehr früh, es sei zu spät, das zu tun. Aber vor 25 Jahren wäre ein guter Zeitpunkt gewesen. Fast nur blöde Leute heißen Sebastian. Prominente Ausnahme: Herr Weingarten vom Renitenztheater.

Welche Lieder, abgesehen von Ihren eigenen, hören Sie eigentlich gern?

Die großen Meister natürlich: Christof Stählin, Georg Kreisler, Franz Schubert, Billy Joel. An Leuten, die noch unterwegs sind: Danny Dziuk, Dota Kehr, Sarah Lesch, Pigor. Und ich habe auch viel Reinhard Mey gehört, das ist nicht zu bestreiten.




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