Fünf Tage besser leben Mobil sein ohne Auto

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Der Motor bleibt aus, selber Strampeln ist angesagt: Die Online-Redakteurin Ulrike Ebner steigt vom Auto aufs Fahrrad um. Nach einigen Tiefpunkten hat sie sich nun wieder mit ihrem Drahtesel versöhnt. Tag fünf des Selbstversuchs, ohne Auto auszukommen.

Das Auto ist zwar bequem, aber auch teuer. Online-Redakteurin Ulrike Ebner versucht es deshalb mit der billigen und umweltfreundlichen Alternative Fahrrad. Foto: StZ 8 Bilder
Das Auto ist zwar bequem, aber auch teuer. Online-Redakteurin Ulrike Ebner versucht es deshalb mit der billigen und umweltfreundlichen Alternative Fahrrad. Foto: StZ

Stuttgart - Sommerwetter und keine Schmerzen mehr in den Oberschenkeln: Am letzten Tag meines Selbstversuchs, in Stuttgart ohne Auto auszukommen, bin ich wieder mit meinem Fahrrad versöhnt. Meine persönliche Bestzeit von 23 Minuten von Vaihingen zum Pressehaus habe ich zwar nicht geknackt. Aber bei Sonne und blauem Himmel zieht es mich auch nicht auf dem schnellsten Weg ins Büro.

Langsam komme ich wohl an den Punkt, den Bürgerin S. in ihrem Kommentar zu diesem Artikel beschreibt: "Am Ende wird Ihnen etwas fehlen, wenn Sie nicht eine bestimmte Anzahl an Kilometern in der Woche mit dem Rad zurückgelegt haben." 80 Kilometer bin ich in den vergangenen fünf Tagen auf zwei Rädern gefahren.

Geld gespart, Sport gemacht und die Umwelt geschont

Durchschnittlich 16 Kilometer pro Tag: ganz ordentlich für jemanden, dessen täglicher Bewegungshorizont sich üblicherweise auf den Weg von der Wohnung zum Auto und vom Parkplatz ins Büro beschränkt. Gute neun Euro habe ich so in den vergangenen fünf Tagen an Spritkosten gespart und gleichzeitig etwas für meine Fitness getan und die Umwelt nicht verpestet. Das ist für mich durchaus eine mögliche Antwort auf die Frage "Besser leben - wie geht das?"

Wirklich lange Strecken bin ich in dieser Woche zwar nicht gefahren und auch um die üblen Touren vom Kesselrand runter in die Stadt und zurück habe ich mich gedrückt. Aber: Meinen guten Vorsatz, das Auto nicht zu benutzen, habe ich umgesetzt. Mein kleiner blauer Citroen steht immer noch so da, wie ich ihn vergangenen Sonntag abgestellt habe. Und dieses Schicksal wird ihn vermutlich von nun an öfter ereilen - zumindest bei schönem Wetter.

Das Wetter war tatsächlich mein größtes Problem diese Woche. Viele Radfahrer mögen das lächerlich finden, aber bei Regen in die Pedale zu treten, ist einfach nicht mein Ding. Das liegt zum einen an meiner unzureichenden Schlechtwetterausrüstung, zum anderen an meinem ausgeprägten Hang zur Bequemlichkeit. Aber für die Fortbewegung an Regentagen steht ja noch irgendwo da draußen ein kleines blaues Auto für mich rum.

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