Für besseres Lüften Wirtschaftsförderung fördert CO2-Ampeln

Von  

Wann muss gelüftet werden? Das ist im Corona-Herbst eine der großen Fragen an den Schulen. CO2-Ampeln können helfen – deshalb unterstützt die regionale Wirtschaftsförderung Schulen bei Kauf und Zusammenbau von 50 Stück.

CO2-Ampeln liegen im Corona-Herbst im Trend. Bilder aus der Praxis zeigt die Fotostrecke. Foto: factum/Simon Granville 13 Bilder
CO2-Ampeln liegen im Corona-Herbst im Trend. Bilder aus der Praxis zeigt die Fotostrecke. Foto: factum/Simon Granville

Stuttgart - Im Herbst steigen die Corona-Infektionszahlen und es wird kalt. Beides kann im Unterricht zu Stress führen – weil regelmäßiges Lüften vorgeschrieben ist, aber vor allem die Schülerinnen und Schüler am Fenster schnell frieden, wenn die Temperaturen niedrig sind.

Das Kultusministerium schreibt künftig vor, mindestens einmal pro Schulstunde zu lüften. Aber wie lange? Eine CO2-Ampel misst regelmäßig den Kohlendioxid-Gehalt. Wenn sie grün wird, ist die Luft wieder gut. Man kann solche Geräte kaufen – oder selbst bauen. Der vom Holzgerlinger Maker Guido Burger entwickelte Bausatz wurde im Herbst deutschlandweit an Schulen schon tausendfach nachgebaut. Teilweise sind bereits die Bauteile knapp.

CO2-Ampeln zu bauen, passt perfekt zu den sogenannten Mint-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die Geräte können zudem ihre Messergebnisse über Wlan oder das bereits in der gesamten Region Stuttgart verfügbare Datennetz Lorawan ins Internet funken. Auch hier ist Guido Burger ein Pionier, er hat beispielsweise eine Lorawan-Antenne am Stuttgarter Fernsehturm installiert.

Hier gibt es die Bausätze

Das alles kann nicht nur helfen, auch ohne lüftungsbedingte Erkältungswelle die Ausbreitung des Coronavirus an Schulen einzudämmen. Es ist auch ein Beispiel für den innovativen Einsatz vernetzter Geräte. Deshalb unterstützt die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart Guido Burgers Initiative und fördert die Bauteile für 50 CO2-Ampeln.

Nachbauen müssen sie interessierte Lehrer oder Schüler. Schwer ist das nicht: Die CO2-Ampel basiert auf einem offenen System namens Octopus, entwickelt vom Umwelt-Campus Birkenfeld. An dieses Modul bringt man den Sensor und ein Display an, Programmieren muss man nicht.

Interessenten sollen sich möglichst vor Beginn der Herbstferien bei der Wirtschaftsförderung melden. Informationen zum Projekt und zur Bestellung gibt es online hier.

Unsere Empfehlung für Sie