Für bis zu neun Kleinkinder Neue Kindertagespflege eröffnet in Heimsheim

Lisa Freistein und Marina Klemens (von links) betreuen die „Offroad-Zwerge“. Foto: Jürgen Bach

In Heimsheim hat eine neue Kindertagespflege mit neun Betreuungsplätzen eröffnet. Insgesamt bleibt die Situation in der Stadt aber angespannt.

In der Wartmauerstraße in Heimsheim ist es seit Kurzem um einiges wuseliger geworden: Mit den „Offroad-Zwergen“ haben dort zwei Heimsheimerinnen, die Erzieherin Lisa Freistein und die Kindheitspädagogin Marina Klemens, eine neue Kindertagespflege für Kleinkinder eröffnet. Vor wenigen Wochen sind die ersten Kinder eingezogen, bis September soll die Gruppe vollständig sein.

 

Für Eltern in Heimsheim stellt das Angebot eine Erleichterung dar, denn der Personalmangel im Kitabereich ist deutlich spürbar. In der Vergangenheit musste in mehreren Einrichtungen die Betreuungszeit reduziert werden. Inzwischen wurden einige Mitarbeiter eingestellt, berichtet die Gesamtkindergartenleiterin Michaela Tomaske. „Dennoch bleibt die Situation durch den allgemeinen Fachkräftemangel angespannt.“

In der Heerstraße soll bald Normalbetrieb herrschen

In der Einrichtung Heerstraße, die besonders stark betroffen ist, soll ab September wieder „Normalbetrieb“ herrschen. Alle Kindergartenkinder sollen wieder die „VÖ30-Betreuung“ (verlängerte Öffnungszeiten mit 30 Wochenstunden) angeboten bekommen, eine Gruppe erhält eine VÖ35-Betreuung. „Die Betreuungszeit der Krippe wird ebenfalls auf VÖ35 erweitert.“

Keine guten Neuigkeiten gibt es in Sachen „Krümelkiste“. Unter diesem Namen gibt es Tagespflegeeinrichtungen in mehreren Kommunen, auch für Heimsheim hatten die Betreiber Interesse geäußert. „Sie haben sich im Jahr 2023 aber für ein anderes Projekt entschieden“, bedauert Michaela Tomaske. Umso erfreulicher ist es, dass immerhin die Tagespflege in der Wartmauerstraße, wenn auch mit kurzer Verspätung, wie geplant an den Start gehen konnte.

Mehr Anfragen als freie Plätze

Lisa Freistein und Marina Klemens waren bisher in einem Kindergarten beziehungsweise einer Krippe außerhalb Heimsheims angestellt. „Unser Traum war es aber schon immer, eine eigene Kita zu eröffnen“, erzählt Lisa Freistein. Heimsheim bildete für beide ein Wunschziel. „Wir kommen beide von hier und wissen auch um die Not, was die Plätze angeht“, sagt Lisa Freistein. Als sie dann auch noch einen passenden Standort gefunden hatten – Tagespflege wird üblicherweise in Wohnungen angeboten, im Unterschied zu Kindergärten und Krippen –, passte alles perfekt zusammen. Wie klamm das Angebot in der Stadt tatsächlich ist, bekamen die beiden früh zu spüren. „Wir hatten noch nicht mal Werbung gemacht, da kamen schon die ersten Anfragen“, erinnert sich Lisa Freistein. Auch weiterhin kamen und kommen mehr Anfragen, als es freie Plätze gibt.

Betreut werden bei den Offroad-Zwergen Kinder zwischen null und drei Jahren. Der Name ist Programm: „Wir sind viel draußen unterwegs, zum einen in der Natur – Naturpädagogik ist einer unserer Schwerpunkte –, zum anderen in der Stadt“, so Freistein. „Denn wir möchten, dass die Kinder einen Bezug zu ihrer Stadt herstellen.“

Kontakt: info@offroad-zwerge.de

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