Funkloch an der B464 bleibt Funkmast steht – aber Empfang gibt es noch lange keinen
Zwischen Böblingen und Holzgerlingen an der B464 ist – keine Verbindung. Zumindest nicht, wenn man mit dem Handy unterwegs ist. Endlich will Vodafone das ändern.
Zwischen Böblingen und Holzgerlingen an der B464 ist – keine Verbindung. Zumindest nicht, wenn man mit dem Handy unterwegs ist. Endlich will Vodafone das ändern.
Vodafone sagt dem Funkloch an der B464 zwischen Böblingen und Holzgerlingen nach eigenen Angaben den Kampf an. Gelingen soll das mit einem Zwei-Stufen-Plan, von dem inzwischen bereits Stufe zwei erreicht ist. Allzu schnell dürfte das aber nicht gehen.
Das Funkloch, das seit Jahren für Stille am anderen Ende der Leitung sorgt, wird nicht allzu schnell von einer stabilen Verbindung abgelöst werden. Der erste Schritt wurde immerhin gemacht.
Anfang 2025, erklärt Konzernsprecher Volker Petendorf auf Anfrage unserer Redaktion, beauftragte Vodafone einen Dienstleister damit, einen mobilen Mobilfunkmast im Waldgebiet an der B464 aufzustellen. Dieser „wird so lange seinen Dienst verrichten, bis ein dauerhafter Ersatzstandort gebaut und in Betrieb genommen ist“, so Petendorf weiter. Zumindest ein Teil dieser Bedingungen sind inzwischen erfüllt. Als geeigneter Standort wurde eine Fläche auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße ausgemacht, Baubeginn für den neuen Mast war im Dezember 2025.
Seit einiger Zeit ragt das von einem Dienstleister errichtete Bauwerk auch für Autofahrer gut sichtbar in die Höhe. Wenn er fertiggestellt ist, wird der Mast an Vodafone übergeben, damit diese die Antennen installieren und den Standort ins Vodafone-Netz integrieren können.
Bedeutet das: störungsfreies Telefonieren in wenigen Tagen? Diese Hoffnung muss der Konzernsprecher von Vodafone im Keim ersticken. Es sei zu berücksichtigen, dass „die Fertigstellung eines Mast-Rohbaus ein wichtiger Schritt, aber auch nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme einer neuen Mobilfunkstation ist. Grundsätzlich vergehen überall in Deutschland von den ersten Planungen bis zur Inbetriebnahme einer neuen Mobilfunkstation meist mehrere Jahre, da sehr viele Hürden genommen und Arbeiten erledigt werden müssen“.
Von technischen Installationen über Genehmigungsverfahren bis hin zu Optimierungsmaßnahmen zählt er zahlreiche Schritte auf. An der B464 stehe man nun kurz vor der Abnahme des „Rohbaus“ und damit kurz vor der Übergabe an Vodafone, erläutert Petendorf. „Bis zur Inbetriebnahme durch Vodafone werden nach der erfolgten Abnahme noch einige Monate vergehen.“ Er stellt aber klar: Bis dahin werde der Übergangs-Mast stehen bleiben und so zumindest Vodafone-Kunden eine stabile Mobilfunkabdeckung bescheren.
Ist der neue Mobilfunkmast erst einmal in Betrieb, haben auch die anderen Anbieter die Möglichkeit, ihre jeweils eigene Betriebstechnik an diesem Standort zu installieren. „Sobald Vodafone, der Auftraggeber dieses Mast-Neubaus, seine Technik installiert hat, werden die anderen Netzbetreiber zeitnah folgen.“ Auf diese Weise werden alle neuen Mobilfunk-Masten in Deutschland gebaut, sagt der Sprecher. Perspektivisch dürften also alle Smartphonebesitzer, unabhängig vom Mobilfunktarif, an der B464 Empfang haben.