Fusionsgespräche Fusion zwischen Fiat Chrysler und PSA würde auch Opel treffen
Überraschend sind die Gespräche über eine Fusion von Fiat Chrysler und PSA nicht, meint Klaus Dieter Oehler. Interessant wird die Konstellation aus deutscher Sicht.
Überraschend sind die Gespräche über eine Fusion von Fiat Chrysler und PSA nicht, meint Klaus Dieter Oehler. Interessant wird die Konstellation aus deutscher Sicht.
Frankfurt - Es war nur eine Frage der Zeit: Alle Experten warten schon seit Monaten darauf, dass es in der Automobilbranche zu einer weiteren Konzentration kommt. Selbst Automanager gehen davon aus, dass es in einigen Jahren weltweit nur noch eine Handvoll Konzerne geben wird. Insofern ist es keine Überraschung, dass die Opel-Mutter PSA und der italienische Fiat-Chrysler-Konzern darüber sprechen, wie sie den aktuell viertgrößten Autokonzern der Welt bauen könnten. Pikant ist das Ganze, weil die Turiner vor nicht allzu langer Zeit mit dem PSA-Konkurrenten Renault verhandelt hatten und die Gespräche mit großem Getöse abgebrochen wurden, nicht zuletzt aus politischen Gründen.
Interessant ist eine mögliche französisch-italienische Allianz aus deutscher Sicht, denn sie würde auch für Opel eine erneute Neupositionierung bedeuten. Die Franzosen könnten auf den amerikanischen Markt zurückkehren, auf dem Fiat seit der Übernahme von Chrysler wieder präsent ist. Opel könnte sich dort dann zumindest indirekt zum Konkurrenten der ehemaligen Konzernmutter General Motors entwickeln – auch eine spannende Idee.
Hier lesen Sie mehr: Autobauer bestätigen Gespräche über eine Fusion
Auf jeden Fall ist vieles in Bewegung. Dabei müssen alle Autobauer auch noch den Umstieg zur Mobilität der Zukunft schaffen, ob elektrisch oder mit welchem umweltfreundlichen Antrieb auch immer. Je schneller da bei unternehmerischen Dingen Klarheit geschaffen wird, desto besser.