Das Feuer wieder entfacht: George Berberoglu (li.) und Javier Klug (re.) brennen jetzt schon für ihre neue Aufgabe beim GSV Maichingen. Foto: Eibner/Silas Schüller
Zwei alte Bekannte sind zurück auf der Kommandobrücke in der Fußball-Landesliga, Staffel II. Javier Klug/George Berberoglu übernehmen den GSV Maichingen. Was wird von ihnen erwartet?
Michael Schwartz
19.01.2026 - 11:51 Uhr
Die Hinrunde in der Fußball-Landesliga, Staffel II, lief nicht so, wie es sich der GSV Maichingen erhofft hatte. Zwar starteten die Verantwortlichen keine Trainerdiskussion für den gegenwärtigen Zeitpunkt, entschieden aber, zur neuen Saison frischen Wind reinzubringen und sich dazu von Thomas Wohland zu trennen.
Inzwischen steht auch fest, wer dessen Amt kommende Saison übernimmt: George Berberoglu und Javier Klug sollen bei den Grün-Weißen als gleichberechtigtes Duo für neue Impulse sorgen und dem Klub wieder in angenehmere Gefilde der Tabelle führen. „Sie waren von Anfang an unsere Favoriten“, nickt der sportliche Leiter Marius Güra. Er selbst kickte einst ein Jahr gemeinsam mit Berberoglu beim GSV und verfolgte danach genau, was dieser und sein Schwager Klug in ihrer fünfjährigen Zeit beim TSV Ehningen aufbauten. „Die Einstellung der Mannschaft, wie sie in ihre Spiele gegangen ist, und ihre Art Fußball zu spielen – das war schon beeindruckend“, erinnert sich Güra.
GSV Maichingen führt zahlreiche Gespräche mit seinen neuen Trainern
Über zahlreiche Gespräche mit vielen Details ist es ihm und Abteilungsleiter Werner Klauß nun gelungen, das Feuer in Berberoglu und Klug wieder zu entfachen. „Beide sind fußballverrückt im positiven Sinne und Gewinnertypen, die immer den maximalen Erfolg wollen“, beschreibt Güra seine Eindrücke. „Diesen Ehrgeiz übertragen sie auch auf ihre Mannschaft. Außerdem haben sie ein großes Fachwissen und sprechen beim Fußball ein und dieselbe Sprache.“
George Berberoglu trat in der Landesliga selbst schon für den GSV Maichingen gegen das runde Leder, wie unser Archivfoto aus der Saison 2016/2017 zeigt. Foto: Eibner/Tobias Baur
Das alles habe den Maichingern imponiert, weshalb sie sich besonders um das Duo bemühten. „Das hat was in uns gezündet. Ihr Plan und wie der Verein tickt – das macht einfach Spaß“, lässt Berberoglu durchblicken. „Ich hätte selbst nicht gedacht, dass sowas nochmal passiert.“ Das Kribbeln habe nach dem Ende der Trainerlaufbahn im Aktivenbereich aber eigentlich nie so richtig nachgelassen. „Wenn du Fußballspiele anschaust, siehst du sie auf ganz andere Weise“, erklärt er lachend. „Da kannst du nicht einfach nur dastehen und deine Wurst genießen.“
Der GSV hat konkrete Anforderungen an seine neuen Coaches. „Sie sind Trainer der ersten Aktivenmannschaft, aber wir wollen sie auch in die Jugendarbeit einbinden“, schildert Marius Güra. Für Klug/Berberoglu dürfte das kein Problem sein, schließlich halfen sie schon zuletzt im Juniorenbereich des Vereins als Übungsleiter aus.
Um die Verzahnung zwischen Jugend und Aktiven zu verbessern, haben sich aus den intensiven Gespräche bereits Maßnahmen ergeben. „Trainer von den Junioren sollen immer wieder eine Woche im Aktivenbereich reinschnuppern, um die Spielidee, die wir in der ersten Mannschaft leben, an die Junioren weiterzugeben“, erläutert Güra. „So sehen sie in der Jugend auch, dass was passiert. Damit soll eine stärkere Bindung entstehen.“
Das Engagement von „Cucci“ Berberoglu, der ums Eck in Magstadt lebt, und Javier Klug, der in Maichingen wohnt, würde auch für den Fall gelten, dass die Allmendkicker in die Bezirksliga absteigen. „Wir müssen es nehmen, wie es kommt“, sagt Berberoglu, betont aber auch: „Wir sind sicher, dass die Mannschaft den Klassenerhalt hinkriegt.“
Wenn er vom baldigen Engagement spricht, dann hört man in seiner Stimme regelrecht die Vorfreude durch: „Dieser Wettbewerb, das Emotionale, der Puls vor dem Spiel und das Gemeinschaftsgefühl – das alles haben wir vermisst.“ Und weil sie auch grünes Licht von ihren Familien bekommen haben, machen sich er und sein Schwager jetzt schon Gedanken, was sie in Maichingen alles aufbauen wollen.