Auch im Falle eines Abstiegs: Andy Damm bleibt in der kommenden Saison auf der Kommandobrücke des SV Magstadt. Foto: Albert Kraushaar
Um aus dem Keller der Fußball-Kreisliga A, Staffel III, zu entfliehen, tüftelt der SV Magstadt an einer neuen Taktik. Unabhängig davon, ob das klappt, bleiben die Trainer auch 26/27.
Jenny Schwartz
15.02.2026 - 08:55 Uhr
Beim SV Magstadt lief die Hinrunde in der Kreisliga A, Staffel III, Stuttgart/Böblingen durchwachsen. Mit lediglich sieben Punkten aus 13 Partien liegt der Neuling während der Winterpause auf dem letzten Platz.
In anderen Vereinen wird in so einem Fall oft der Coach als Schuldiger abgestempelt und muss gehen. Nicht so beim SVM. „An den Trainern gibt es nichts zu rütteln: Andy Damm und Anesti Anhalt machen einen guten Job“, betont Zeljko Savkovic, der im Verein die erste und zweite Mannschaft koordiniert. Deshalb bleibt das Duo auch in der kommenden Saison auf der Kommandobrücke.
SV Magstadt hat es als Aufsteiger schwer in der Kreisliga A, Staffel III,
„Wir wussten, dass es für uns als Aufsteiger schwer wird, und wir haben uns auch bewusst nicht von außen verstärkt“, sagt Savkovic. Statt Spieler aus anderen Teams zu holen, greift Magstadt nämlich auf Jungs aus den eigenen Reihen und der Jugend zurück. Dass dies anfangs ein holpriger Weg sein würde, sei zu erwarten gewesen.
„Außerdem darf man nicht vergessen, dass wir eigentlich als zweite Mannschaft aufgestiegen sind, die jetzt als Erste in der Kreisliga A spielt“, hebt Savkovic hervor. „Und auch wenn manche sagen, dass in unserer Kreisliga-B-Staffel VIII der Aufstieg leicht war: Das sollen die erstmal beweisen.“
Das 0:7 bei der SV Böblingen II (in Blau) war die höchste Niederlage des SV Magstadt (in Rot) in dieser Saison. Foto: Stefanie Schlecht
Rausgeschmissen wird in Magstadt jedenfalls niemand, stellt Savkovic klar. Nichtsdestotrotz: Die Klasse halten will der SVM auf jeden Fall, denn: „Wenn wir absteigen, wird es schwer, einige Leute bei uns zu halten“, weiß Savkovic. „Noch halten sie uns die Treue, aber wenn die Erfolge ausbleiben, nimmt das Übel vielleicht seinen Lauf.“
Für die Rückrunde setzen die Trainer deshalb auf eine neue Herangehensweise. „Wir werden nicht mehr so naiv sein und hinten alles aufmachen“, kündigt Zeljko Savkovic an. „Damit haben wir den Gegnern in der Vergangenheit zu viele Räume gegeben.“ Stattdessen liegt der Fokus nun auf Stabilität in der Defensive und blitzschnellen Kontern.
Darüber hinaus sollen schnelle Kicker wie David Juric anders positioniert werden. In den Testspielen hat dieser Strategiewechsel schon Früchte getragen. Bei der SpVgg Warmbronn (2:0), beim KV Plieningen (4:1) und jüngst beim TSV Weissach (6:3) haben die Magstadter Siege eingefahren. „Das zeigt, dass wir das Niveau haben, um in der Kreisliga A mitzuspielen“, findet Savkovic.
Am 22. Februar startet wieder der Punktspielalltag, denn da findet das Nachholspiel beim TSV Schönaich statt. „Wenn wir es schaffen, drei Punkte heimzuholen, wäre uns schon sehr geholfen.“