Fußball Bezirksliga Der Chancenwucher des TSV Heimsheim wird bestraft

Lino Widmaier (hier im Spiel gegen Phönix Lomersheim) verschoss, nachdem er das 1:0 für den TSV Heimsheim erzielt hatte, gegen NK Croatia Bietigheim einen Elfmeter. Foto: Andreas Gorr

Der TSV Heimsheim verabschiedet sich nach 1:2 bei Kellerkind Croatia Bietigheim aus dem Rennen um Rang zwei. Auch der TSV Münchingen verliert, der TSV Merklingen siegt mit 8:0.

Nach nur zwei Punkten aus den letzten sechs Spielen hat der TSV Merklingen in der Bezirksliga wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert. Beim abgeschlagenen Tabellenschlusslicht TV Pflugfelden setzten sich die Merklinger mit 8:0 durch. Zur Pause führte der TSV allerdings nur mit 2:0, obwohl die Gastgeber nach einer Roten Karte wegen einer Tätlichkeit von der 24. Minute an in Unterzahl agieren mussten. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu unsauber gespielt und deshalb unsere sich bietenden Möglichkeiten nicht genutzt“, monierte TSV-Trainer Uwe Eberhard. Lediglich Eugen Schön (15.) und Alessio Altavilla (39.) brachten den Ball im Tor des TVP unter.

 

Semir Hodzic (52.) eröffnete den Torreigen in der zweiten Hälfte, die übrigen fünf Treffer – dreimal durch Torjäger Dzanan Mehicevic und zweimal durch Fabian Heim – fielen alle in den letzten 25 Minuten. „Am Ende ist Pflugfelden die Puste ausgegangen. Wenn sie vorne stecken geblieben sind, haben sie den Weg nach hinten nicht mehr gemacht“, stellte Coach Eberhard fest. Zudem hätten sich die TVP-Akteure gegenseitig angegangen.

Dzanan Mehicevic (re.) erzielte drei Treffer gegen den TV Pflugfelden. Foto: Andreas Gorr

„Es war kein besonders schönes Spiel, weil dauernd irgendwer am Boden lag“, führte der TSV-Trainer weiter aus. Die Netto-Spielzeit in beiden Spielhälften habe gefühlt nur 20 Minuten betragen. Immerhin: Die drei Punkte sind unter Dach und Fach – kritisch bleibt die Lage für den TSV Merklingen angesichts von nur drei Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang weiterhin.

TSV Heimsheim: Vergebener Elfer und zweimal Latte

Die zweite Niederlage in Folge hat der TSV Heimsheim zwei Wochen nach dem 0:1 gegen den SV Pattonville hinnehmen müssen. Beim Kellerkind Croatia Bietigheim unterlag der Aufsteiger mit 1:2 und verabschiedete sich damit wohl aus dem Rennen um den Relegationsrang, in dem vier Konkurrenten nunmehr virtuell eine bessere Ausgangslage haben. „Gegen uns stehen fast alle Mannschaften in der Rückrunde extrem tief. Da müssen wir lernen, cleverer zu werden und Lösungen zu finden“, meinte TSV-Trainer Oliver Kudera.

Lino Widmaier hatte die Gäste nach abgelaufener Sperre in der 12. Minute nach einer Flanke von Yasin Sahin mit seinem 19. Saisontor zum 1:0 in Führung gebracht. Wenige Minuten später hatte der Torjäger die Chance auf Tor Nummer 20, scheiterte jedoch mit einem Foulelfmeter am stark reagierenden Croatia-Schlussmann Matteo Mihaljevic. Stattdessen glich Daniel Divkovic mit einem abgefälschten Freistoß nach 22 Minuten zum 1:1 aus. Nachdem die Heimsheimer drei weitere gute Möglichkeiten vergeben hatten, retteten sich die Gastgeber mit diesem Ergebnis in die Halbzeit.

Croatia-Torhüter Matteo Mihaljevic parierte den Strafstoß von Lino Widmaier. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Auch in der zweiten Hälfte war der TSV klar feldüberlegen und hatte durch Lino Widmaier nach einem Eckball und einer Flanke zwei weitere gute Möglichkeiten nach Kopfbällen – doch beide Male prallte der Ball gegen die Latte des Bietigheimer Gehäuses. Den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellte in der 76. Minute Marko Turkovic, der mit einem 18-Meter-Schuss aus der Drehung zum 2:1 traf. „Auch wenn wir nicht mehr über Platz zwei nachdenken müssen, sollten wir uns klar machen, dass wir eine gute Saison spielen“, stellte Kudera das Positive in den Vordergrund: Im Pokal habe man das Halbfinale erreicht, als Aufsteiger in der Liga nie etwas mit dem Abstieg zu tun gehabt.

TSV Münchingen: Wieder viele Gegentore

Drei Tage nach der 0:7-Klatsche im Pokal-Halbfinale beim TSV Grünbühl musste der TSV Münchingen beim TSV Schwieberdingen mit 2:6 erneut eine hohe Niederlage hinnehmen. „Es war keine Frage der fehlenden Kraft“, stellte Trainer Martin Haußer klar, „wir haben die erste Halbzeit schlichtweg verschlafen.“ Bereits nach zwei Minuten lagen die Gäste 0:1 zurück, auf den 1:2-Anschlusstreffer von Tamino Filipaj (28.) antworteten die Gäste mit zwei weiteren Treffern (36., 44.) zum 4:1-Halbzeitstand. „Allen Gegentoren sind individuelle Fehler vorausgegangen, die in dieser Liga einfach sofort bestraft werden“, erklärte Coach Haußer.

Francesco Masso (li.) erzielt per Kopf das 1:0 für den TSV Schwieberdingen – Torhüter Maximilian Kunz vom TSV Münchingen ist machtlos. Foto: Baumann/Hansi Britsch

Nach der Pause führte ein unnötig hartes Einsteigen eines Münchingers im eigenen Strafraum zu einem Foulelfmeter (61.) und zum 5:1. Nach dem zweiten Treffer von Filipaj (86.) folgte in der Nachspielzeit noch der dritte Treffer von Schwieberdingens Torjäger Francisco Masso (Saisontor Nummer 13) zum 6:2-Endstand. Am Wochenende können sich die Münchinger auf ein freies Wochenende freuen – es wäre das Spiel gegen AKV B.G. Ludwigsburg angestanden. Die Mannschaft wurde wegen Personalmangels vom Spielbetrieb abgemeldet und die Ergebnisse aus der Wertung genommen.

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