Fußball Bezirksliga Der TSV Heimsheim deklassiert den TSV Merklingen im Derby
In der Fußball-Bezirksliga deklassiert der TSV Heimsheim den TSV Merklingen mit einem 6:2. Der TSV Münchingen bleibt nach einem 4:0 beim SV Pattonville Tabellenzweiter.
In der Fußball-Bezirksliga deklassiert der TSV Heimsheim den TSV Merklingen mit einem 6:2. Der TSV Münchingen bleibt nach einem 4:0 beim SV Pattonville Tabellenzweiter.
Die Aufsteiger TSV Heimsheim und TSV Münchingen mischen die Fußball-Bezirksliga weiterhin auf. Eine Woche nach den Kantersiegen der Heimsheimer in Lomersheim (7:1) und der Münchinger gegen den FC Marbach (8:0) konnten beide Teams wiederum deutliche Siege verbuchen und nisten sich im oberen Tabellendrittel ein. Der TSV Münchingen bleibt erster Verfolger von Primus Germania Bietigheim, der TSV Heimsheim klettert mit dem dritten Sieg in Folge auf Rang fünf. Beide stellen mit 18 Treffern die besten Sturmreihen der Liga.
„Vielleicht haben uns die Niederlagen in den ersten beiden Spielen gut getan, weil wir noch einige Feinjustierungen vornehmen konnten. Zudem sind die Neuzugänge jetzt so integriert, dass sie ihre Vorzüge ins Spiel einbringen können“, erklärte Trainer Oliver Kudera den 6:2-Erfolg seines TSV Heimsheim im Derby gegen den TSV Merklingen. In die Karten spielte den Gastgebern zudem erneut eine frühe Führung nach vier Minuten, als Oliver Münzer nach einem Eckball per Kopf relativ freistehend vollenden konnte. Mike Martin erhöhte nach elf Minuten nach einem zu kurz abgewehrten Ball mit einem verdeckten Schuss auf 2:0.
Kai Woischiski sorgte kurzzeitig für Hoffnung aufseiten der Gäste, als er nach 18 Minuten einen Freistoß aus 22 Metern zum 2:1-Anschlusstreffer in den Winkel zirkelte. „Danach waren wir etwas besser im Spiel und haben die Zweikämpfe angenommen“, meinte Merklingens Coach Uwe Eberhard. Allerdings nur zehn Minuten: Dann unterlief einem TSV-Akteur ein Foul im Strafraum, den fälligen Foulelfmeter verwandelte Lucca Grau zum 3:1. „Das war für uns der Genickbruch“, bedauerte Coach Eberhard.
Nur zwei Minuten später kam Heimsheim nach einem Fehler im Spielaufbau der Gäste durch einen abgefälschten Schuss zum 4:1. Nur fünf Zeigerumdrehungen später nutzte Murat Gündüz die Unordnung im Merklinger Strafraum aus, als er einen langen Ball fast von der Grundlinie zum 5:1 in die Maschen köpfte. „In der zweiten Hälfte haben wir etwas besser ausgesehen, weil wir uns gegen das Pressing der Heimsheimer besser zur Wehr setzten konnten“, meinte der Merklinger Coach, um sogleich nachzuschieben: „Aber das konnte man vom HSV beim FC Bayern am Samstagabend auch sagen.“
Lino Widmaier traf nach 76 Minuten zum 6:1, nachdem er von seinen Kollegen freigespielt worden war. Dzanan Mehicevic sorgte mit seinem dritten Saisontreffer nach Flanke von Fabian Heim per Kopf zwei Minuten später für den 6:2-Endstand. „Das war ein Tag zum Vergessen für uns“, nahm Merklingens Coach Eberhard kein Blatt vor den Mund, während Oliver Kudera die Intensität im Spiel seiner Mannschaft als den Schlüssel zum Erfolg sah. „Damit war Merklingen schlichtweg überfordert“, meinte er.
Den vierten Sieg im fünften Saisonspiel feierte der TSV Münchingen mit einem in der Höhe verdienten 4:0 beim SV Pattonville. „Wir waren von Anfang an besser im Spiel, der Gegner hatte Respekt vor unserem hohen Pressing“, meinte TSV-Coach Sahin Üste. Nachdem zu Beginn noch das Tempo im Spiel der Münchinger gefehlt hatte, sorgte Rui Tiago Caldas de Carvalho mit einer schönen Einzelaktion für die Führung der Gäste: Nach einem weiten Diagonalball nahm er das Spielgerät aus der Luft technisch hochwertig an und schloss mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:0 ab.
Auch nach dem Rückstand lauerten die Gastgeber weiterhin auf Konter und Umschaltmomente, die die aufmerksame Münchinger Defensive jedoch zu unterbinden wusste. Behar Hasanaj versetzte dem SV Pattonville in der 34. Minute einen weiteren Nackenschlag: Bei einem Rückpass auf SVP-Keeper Jan Moor lief er diesen hoch an, sodass Moor den Münchinger anschoss, und Hasanaj den Ball dann ins leere Tor schieben konnte. Auch in der zweiten Hälfte bestimmte der TSV die Partie mit viel Ballbesitz, fand aber lange Zeit keine Lücke in der Abwehrreihe der Gastgeber.
Erst nach 73 Minuten traf Thomas Ivan, der nach einem Einwurf und zwei schnellen Pässen frei vor dem SVP-Tor auftauchte, zum 3:0. Für den Schlusspunkt sorgte Nikola Prkacin zehn Minuten später nach einer Balleroberung in der Hälfte der Gastgeber. Münchingen spielte die 4:3-Überzahl gekonnt aus. Es beruhigt die nächsten Gegner des TSV Münchingen sicher nicht, wenn Coach Sahin Üste analysiert: „Wir waren nicht ganz so gierig wie in Marbach, sonst wäre der Sieg noch höher ausgefallen.“