Im Heimspiel an diesem Sonntag (10 Uhr) gegen die zweite Mannschaft des FC Biegelkicker Erdmannhausen wollen die im Sommer in die Bezirksliga abgestiegenen Fußballerinnen des TSV Heimsheim ihre Spitzenposition in der Staffel untermauern. Das große und ehrgeizige Ziel aufseiten des amtierenden Bezirkspokalsiegers Enz/Murr und bis dato noch verlustpunktfreien Tabellenersten lautet: möglichst auf direktem Weg wieder hoch in die Regionenliga.
Während sich andere Absteiger in Sachen konkretem Saisonziel mitunter ja lieber bedeckt halten, gibt sich die Heimsheimer Frauenfußball-Abteilungsleiterin Helena Herberth diesbezüglich offen. „Unsere im Sommer ausgegebene Mission lautet: Wir wollen mit unserem Team so schnell wie möglich wieder zurück in die Regionenliga“, sagt sie. Zusatz: „Die Betonung liegt dabei aber auf wollen, nicht müssen.“ Bislang liegen die Heimsheimerinnen jedenfalls im Soll: Nach sechs Siegen aus sechs Saisonspielen ist ihre Weste blütenweiß. Das Aufgebot von Trainerin Erika Greif führt das Klassement aktuell mit jeweils drei Punkten Vorsprung vor einem aus insgesamt vier Teams bestehenden Verfolgerfeld an.
Darunter befindet sich auf dem fünften Rang der TSV Heimerdingen – und mit welchem der Spitzenreiter in zwei Wochen im Aufeinandertreffen um Punkte noch ein Hühnchen zu rupfen gedenkt. Das Stichwort lautet: Revanche. Denn die Heimerdinger Fußballerinnen hatten die Nachbarschaftsbegegnung gegen ihre Kontrahentinnen aus Heimsheim in der ersten Runde des aktuellen Bezirkspokal-Wettbewerbs knapp mit 1:0 für sich entschieden – und somit den amtierenden Cupgewinner sogleich einfach mal rausgekegelt.
Eine verschworene Gemeinschaft
Dies ist der bislang einzige sportliche Rückschlag für den personell neuformierten Absteiger, der indes nur wenige externe Neuzugänge zu verzeichnen hat. Im Sommer hatten aber die Verantwortlichen schweren Herzens die beiden Kader der ersten und zweiten Mannschaft zusammengelegt. Auch deshalb, um möglichst ohne größere Personalprobleme durch die erhoffte Wiederaufstiegssaison zu kommen. Gleichwohl: von den auf dem Papier rund 30 Akteurinnen stehen laut der Abteilungsleiterin Herberth aktuell deren nur etwa 20 tatsächlich zur Verfügung. Doch sei dies ein eingeschworener Haufen, der nicht auf dem Fußballplatz zusammenhält, sondern auch in Sachen Freizeitgestaltung vieles gemeinsam unternimmt. Zuletzt waren die „Blue Grapes“ – diesen Spitznamen hat dem Team laut Herberth in Anlehnung an die Heimsheimer Vereinsfarben ein früherer Coach verpasst – auf der Weissacher Kirbe unterwegs. Zudem steht just an diesem Freitag der nächste Mannschaftsabend auf dem Programm.
Spielführerin Weymer ist wieder fit
Was die Abteilungsleiterin Herberth freut, die nach ihrem eigenen Karriereende als Mittelfeldspielerin seit dem Jahr 2020 die Fäden nicht mehr auf den Rasen, sondern nun in verantwortlicher Funktion im Hintergrund zieht. Eine weitere gute Nachricht gibt es zudem von einer Führungsspielerin. Die Rede ist von der Kapitänin Marie-Theres Weymer. Sie hatte nach schwerer Knieverletzung monatelang pausieren müssen und gab in der Vorwoche beim 2:1-Auswärtserfolg gegen die SG Horheim/Sternenfels/Häfnerhaslach II ihr 45-minütiges Comeback. „Wir freuen uns alle sehr, dass sie nach langer Pause nun endlich wieder zurück auf dem Rasen ist“, betont Helena Herberth.