Fußball Bezirksliga Die Mehicevic-Show: Fünf Tore beim 6:1 des TSV Merklingen

Ein Mann ist nicht zu bremsen: Dzanan Mehicevic traf fünfmal für den TSV Merklingen gegen den TV Pflugfelden – hier ist er auf dem Weg zum 2:0. Foto: Andreas Gorr

In der Fußball-Bezirksliga kehrt der TSV Münchingen mit einem Derby-Triumph in die Erfolgsspur zurück. Der TSV Merklingen beendet Durststrecke dank Torjäger Dzanan Mehicevic.

Die Optimal-Ausbeute von neun Punkten hat das Bezirksliga-Trio aus dem Altkreis geholt. Der TSV Münchingen meldete sich eine Woche nach der ersten Niederlage mit einem 4:3-Erfolg im Strohgäu-Derby gegen den TSV Schwieberdingen zurück. Der TSV Heimsheim und der TSV Merklingen feierten gegen Kellerkinder Kantersiege.

 

Ziemlich laut wurde Trainer Sahin Üste in der Pause seines TSV Münchingen gegen den TSV Schwieberdingen, der unter der Woche mit einem 5:0 im Bezirkspokal bei Tabellenführer Germania Bietigheim hatte aufhorchen lassen. Auch in Münchingen lagen die Gäste zur Pause 3:1 vorne. „Im Gegensatz zu uns hat Schwieberdingen in der ersten Halbzeit Derby-Mentalität gezeigt und war im Umschaltspiel sehr effektiv“, erklärte Üste.

Am Ende strauchelte der TSV Schwieberdingen doch noch: Der Münchinger Wissem Aouadi (vo.) lässt seinen Gegenspieler Francesco Masso links liegen. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Vor dem 0:1 (12.) hatten die Münchinger den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren, vor dem 0:2 (17.) bei einem schnell ausgeführten Einwurf zu langsam reagiert. Immerhin hielt Behar Hasanaj die Gastgeber mit dem 1:2-Anschlusstreffer (18.) im Spiel. Zur Pause lag der TSV Münchingen aber wieder mit zwei Toren in Rückstand, weil ein Freistoß von Giuseppe Masso (26.) von der Mauer unhaltbar für TSV-Schlussmann Fabio Dos Santos Loureiro zum 1:3 abgefälscht worden war. Hätte dieser nicht noch eine weitere Großchance der Schwieberdinger zunichte gemacht, hätte der Rückstand zur Pause sogar drei Tore betragen.

Kabinenpredigt zeigt erhoffte Wirkung

In Halbzeit zwei zeigte Üstes Kabinenpredigt Wirkung und der TSV Münchingen ein gänzlich anderes Gesicht. Sabeur Ben Younes verkürzte nach einer Ecke per Kopf auf 2:3 (57.). Hasanaj glich in der 72. Minute mit seinem zweiten Treffer zum 3:3 aus, nachdem Egzon Krajki, den Üste nach der Pause vom Flügel ins Zentrum versetzt hatte, ihn mit einem Steckpass in Szene gesetzt hatte.

Münchingen ließ in der zweiten Hälfte bis auf zwei Eckbälle keine gefährlichen Szenen der Gäste mehr zu und drängte auf den Siegtreffer, der in der Nachspielzeit dank zweier Joker spät, aber durchaus verdient fiel: Der eine Minute zuvor eingewechselte Rocco Ivan behauptete das Spielgerät nach einem schönen Chipball gegen zwei Gegenspieler, der vier Minuten zuvor eingewechselte Marcel Hoppe ließ den Ball zu Nikola Prkacin prallen, der diesen im zweiten Versuch zum umjubelten 4:3 über die Linie brachte. „Diesen Sieg hat das Team nach dem 0:5 in Kornwestheim gebraucht und verdient“, lobte Coach Üste.

TSV Merklingen beendet Negativserie

Sogar drei Niederlagen in Folge hatte der TSV Merklingen in den Trikots stecken, ehe gegen Schlusslicht TV Pflugfelden mal wieder ein Sieg gelang – und der fiel mit 6:1 deutlich aus. Mann des Tages war Torjäger Dzanan Mehicevic, der fünf (17., 31., 32., 49., 77.) der sechs Treffer erzielte und mit nunmehr zehn Treffern die Spitze in der Torjägerliste übernahm. „Die Tore sind alle über Vorarbeit von außen gefallen, er hat immer nur den Fuß hinhalten müssen – aber er stand da, wo ein Torjäger stehen muss“, meinte TSV-Trainer Uwe Eberhard.

Merklinger Torjäger unter sich: Dzanan Mehicevic (li.) und Emmanuel Alonso Garcia Foto: Andreas Gorr

Den Dosenöffner hatte Emanuel Alonso Garcia gegeben, der den Ball nach einer Ecke aus dem Gewühl über die Linie zur 1:0-Führung gedrückt hatte (13.). Einziger Wermutstropfen für die Gastgeber war der Gegentreffer zum 5:1 (58.), als Merklingen den Ball im Spielaufbau verlor und Keeper Zelijko Belecan den ersten Schuss des TVP noch großartig parieren konnte, beim Nachschuss jedoch machtlos war. Am Donnerstag ist der TSV Merklingen im Nachholspiel des Pokal-Achtelfinales beim TSC Kornwestheim zu Gast, am Wochenende in der Liga spielfrei.

Emmanuel Alonso Garcia (re.) kurz vor dem Führungstreffer: Der Merklinger hält den Fuß hin und markiert das 1:0 gegen den TV Pflugfelden. Foto: Andreas Gorr

Mit 7:0 einen noch höheren Sieg feierte der TSV Heimsheim gegen Croatia Bietigheim und kletterte auf Rang drei. „Bei uns haben viele Dinge sehr gut funktioniert und waren nahe an der Perfektion“, zeigte sich TSV-Trainer Oliver Kudera sehr zufrieden. In die Karten spielte dem Aufsteiger, dass den Gästen bereits in der vierten Minute ein Eigentor zum 0:1 unterlief, wobei der Schütze massiv von Lino Widmaier bedrängt worden war. Für das 2:0 sorgte Murat Gündüz, der eine Vorlage von Manuel Häusler veredelte (31.). Für den 3:0-Pausenstand zeichnete Lino Widmaier verantwortlich, der eine Gündüz-Flanke per Direktabnahme verwandelte.

TSV Heimsheim überrollt Croatia Bietigheim

Auch in der zweiten Hälfte beherrschte Heimsheim die Partie, hatte aber zunächst bei zwei Schüssen an die Unterkante der Latte Pech. Es dauerte bis zur 83. Minute, ehe eine Kombination der beiden Einwechselspieler Okan Gürbüz und Mike Martin zum 4:0 führte. Dieser Treffer zog bei den Gästen endgültig den Stecker, Tim (86., 91.) und Lino Widmaier (89.) erhöhten mit drei Toren innerhalb von fünf Minuten zum 7:0-Endstand für die bis zum Schluss hungrigen Heimsheimer.

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