Fußball-Bezirksliga Erinnerungen an 8:2-Triumph – feiert Holzgerlingen wieder gegen Cannstatt?

Das 8:2 gegen Cannstatt und die damit verbundene Vizemeisterschaft sind lange her: Genis Kastrati (re.) und die SpVgg Holzgerlingen schweben nicht erst seit dem 1:5 bei Can Abalioglu (li.) und dem VfL Herrenberg in Abstiegsgefahr. Foto: /Stefanie Schlecht

Noch einmal müssen die Teams in der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen ran, ehe sie sich in die bis Anfang März andauernde Winterpause verabschieden.

Nach einem Wochenende zum Vergessen für die Teams aus dem Kreis Böblingen in der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen – in fünf Spielen gegen Teams aus dem Raum Stuttgart lautete die Bilanz 2:20 Tore – wollen sie es am letzten Spieltag vor der Winterpause besser machen. Eingeläutet wird dieser bereits am Freitagabend vom SV Deckenpfronn, der den neuen Tabellenführer SV Vaihingen empfängt. „Es liegt an meiner Mannschaft, ob sie Paroli bieten kann oder nicht“, sagt Coach Alex Thies. „Der Gegner ist gut, aber wir müssen uns nicht kleiner machen als wir sind.“

 

Zu einem ungleichen Duell kommt es am Samstag zwischen VfL Oberjettingen und TV Darmsheim. Hier der Tabellenletzte, der im neuen Jahr mit der Rückkehr seiner Verletzten alles auf eine Karte setzen wird, um noch den Klassenerhalt zu erreichen. Da das Spitzenteam, das vergangenes Wochenende spielfrei hatte, weil seine Partie auf Ende Februar verlegt wurde. „Ein richtiges Brett“, so VfL-Abteilungsleiter Marcus Ruß. Immerhin kehrt Torjäger Fabian Seeger extra einen Tag früher aus dem Urlaub zurück, um dabei zu sein. Lucas Flister und Simon Dengler fielen zuletzt aus, weshalb die Personaldecke äußert dünn war. „Es ist nicht so einfach, nochmals in die Gänge zu kommen“, sagt TVD-Spielertrainer Daniel Knoll. „Wir müssen dem Gegner mit unserer individuellen Klasse schnell den Stecker ziehen. Es wird eine schwierige Partie, die über den Kampf und die Leidenschaft entschieden wird.“

Beim TSV Dagersheim ist man froh, dass nach der bevorstehenden Begegnung gegen den ASV Botnang der Spielbetrieb eine Weile ruht. „Schnell in die Winterpause verabschieden“, lautet deshalb die Parole von Übungsleiter Tim Lehle. Wisdom Neumann (geschäftlich verhindert), Evangelos Lioliakis (privat verhindert), Vincent Kayser (Rippe) und Marco Bernhardt (Muskelverletzung im Gesäß) fielen beim 0:6 am in Vaihingen zusätzlich zu den Langzeitverletzten noch aus, weshalb die Mannen aus dem Waldstadion aus dem letzten Loch pfeifen.

Bevor der SV Nufringen in die Saisonauszeit geht, erwartet er die Remisspezialisten von Croatia Stuttgart, die schon achtmal unentschieden gespielt haben, während der Gäuklub in dieser Spalte noch eine Null stehen hat. „Wenn wir nochmals gewinnen, dann war es für uns als Aufsteiger eine gute Hinrunde. Wenn wir verlieren, werden wir auf einem Abstiegsplatz überwintern“, hat Spielertrainer Dustin Kappus nach der 1:5-Schlappe bei Echterdingen II die Tabelle genau studiert. Dort rangiert seine Truppe inzwischen auf dem Relegationsrang. Übrigens: Das ausgefallene Derby in Rohrau wird am 2. April nachgeholt.

Wiedergutmachung für den SV Rohrau?

Der SV Rohrau will zu Hause nochmals punkten und das 0:5 in Cannstatt aus den Köpfen streichen. „Es kann nicht sein, dass bei einer solch hohen Niederlage der Gegner uns beglückwünscht für die Leistung und uns lobt, was wir für eine gute Mannschaft sind“, verstand SVR-Coach Matthias Mang die Welt nicht mehr. „Der TV Echterdingen II steht in der Tabelle vor uns, das wird eine harte Nuss.“ Zählbares ist aber vonnöten, „sonst müssen wir den Blick nach unten richten“.

Gute Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen mit der SpVgg Cannstatt hat die SpVgg Holzgerlingen. Am letzten Spieltag der vergangenen Runde besiegte sie die Gäste mit 8:2 und sicherte sich damit die Relegation zur Landesliga. Diese ist momentan Lichtjahre entfernt, stattdessen beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz zur Kreisliga A momentan nur ein mickriges Pünktchen. „Wir müssen grundlegende Dinge ändern. Eine Woche ist es gut, die Woche später wieder schlecht“, sah Hotze-Trainer Bernd Gluiber beim 1:5 in Herrenberg einen Rückfall in alte Zeiten. „Jetzt wollen wir gewinnen, um mit einem einigermaßen guten Gefühl in die Winterpause gehen zu können.“

Vor dem SV Bonlanden hat der VfL Herrenberg zwar Respekt, aber keine Angst. „Wir wollen unseren Lauf fortsetzen und unsere Serie ausbauen“, betont VfL-Übungsleiter Daniel Wahnsiedler. Aus den vergangenen vier Punkt- beziehungsweise Pokalduellen holten die Grün-Weißen vier Erfolge bei 24:5 Toren. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Der Gegner ist über Standards gefährlich. Aber es gibt keinen Grund, uns zu verstecken.“ Der Aufschwung sei das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit. „Meine Jungs haben nie nachgelassen, das bekommen sie jetzt mit Siegen zurückgezahlt.“

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