Merih Yesilirmak (in Schwarz) und der TSV Dagersheim starteten bei der jüngsten Niederlage gegen die SpVgg Holzgerlingen eine Aufholjagd, die nicht belohnt wurde. Foto: Eibner/Drofitsch
Wenn der Drittletzte TSV Dagersheim in der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen auf den Fünftletzten SV Rohrau trifft, geht es um Big Points im Abstiegskampf.
Jürgen Renner
08.05.2026 - 07:40 Uhr
Beim SV Bonlanden muss der SV Nufringen in der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen dringend punkten, um den derzeitigen 3-Punkte-Rückstand auf den SV Rohrau aufzuholen. „Wir müssen noch drei der letzten fünf Spiele gewinnen und dann sehen, für was unsere Punkteausbeute reicht“, gibt sich SVN-Spielertrainer Dustin Kappus keinen Illusionen hin.
Besser steht die SpVgg Holzgerlingen da, die mit einem Sieg beim VfL Oberjettingen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen kann. „Der Dreier vergangene Woche war ganz wichtig. Wir haben uns ein kleines Polster verschafft“, sagte SpVgg-Trainer Bernd Gluiber beim Blick auf die Tabelle nach dem 6:3 gegen den TSV Dagersheim. „Wir wollen die 40-Punkte-Marke knacken.“ Beim Gegner stand Maximilian Herz erstmals in der Startformation. Nach einer langwierigen Verletzung tastete er sich über die zweite Mannschaft heran.
VfL Oberjettingen will nichts auf dem Silbertablett servieren
„Wir geben alles für unsere Zuschauer“, will VfL-Abteilungsleiter Marcus Ruß die Punkte nicht auf dem Silbertablett servieren. Sein Sohn Yannick (zuletzt krank) dürfte wieder fit sein, Spielertrainer Markus Carle hat einen Hexenschuss.
Der TSV Dagersheim will mit einem Sieg gegen den SV Rohrau den Rückstand auf den Gast auf vier Punkte verkürzen. „Rohrau hat Qualität und ist eine sehr abgeklärte Mannschaft“, sagt TSV-Trainer Tim Lehle, der zuletzt bemängelte, dass bei Querpässen die falsche Entscheidung getroffen wurde. „Jedes Spiel ist jetzt ein Sechs-Punkte-Spiel.“
SV Rohrau will sich von den Abstiegsplätzen absetzen
SVR-Trainer Matthias Mang hätte sich beim 2:4 gegen den SV Deckenpfronn nicht nur einen Handelfmeter für den Gegner, sondern auch für sein Team gewünscht. „Da hatten wir ein bisschen Pech. Nun müssen wir gewinnen, sonst wird es immer bedrohlicher. Wir müssen die positiven Dinge aus dem jüngsten Spiel heranziehen. So haben wir in der ersten Halbzeit Ball und Gegner laufen lassen.“
Zum Verfolgerduell am anderen Ende der Tabelle haben sich der TSV Jahn Büsnau und der TV Darmsheim verabredet. „Das nächste Topspiel, aber es kommen danach noch ein paar Kaliber. Wir haben nun eine kleine Lücke zu Platz zwei“, weiß TVD-Spielertrainer Daniel Knoll, der aber Optimismus versprüht. „Wir müssen unseren Weg weitergehen, dann kommen die Siege wieder von alleine“, glaubt Knoll, der nun wieder auf Simon Zweigle, Andre Esteves und Keeper Alex Dieterle zurückgreifen kann. Bei Letzterem ist die Gelb-Rot-Sperre abgelaufen.
Gegen den TSV Dagersheim durfte die SpVgg Holzgerlingen (in Weiß) sechsmal jubeln. Foto: Eibner/Drofitsch
SV Deckenpfronn will in den verbleibenden Spielen alles raushauen
Die Erfolgsserie des SV Deckenpfronn nimmt kein Ende, auch der TV Echterdingen II soll das zu spüren bekommen. „Der Gegner ist eine Wundertüte, das Hinspiel haben wir verdient verloren“, erinnert sich SVD-Coach Alex Thies an die 1:3-Niederlage Ende Oktober mit knapp 30-minütiger Unterzahl. Zuletzt gefielen ihm die Auftritte nur bedingt, auch wenn die Ergebnisse (4:2 und 3:2) stimmten. „Wir sind gewarnt. Es reicht nicht immer, wenn wir nicht stets am Limit spielen. Deswegen müssen wir in den restlichen fünf Spielen komplett alles raushauen.“
Bei Croatia Stuttgart kämpft der VfL Herrenberg um drei Zähler. „Wir haben im Training die Zügel angezogen und die Karten neu gemischt“, hat VfL-Trainer Daniel Wahnsiedler den Konkurrenzkampf nochmals entfacht. So stand Daniel Ulmer („Wir wollten einen neuen Impuls geben“) im Tor, Angreifer Lyonel Baurycza half allerdings notgedrungen in der Abwehr aus, weil Cedric Fais (Bänderriss und damit Saisonaus) und Robin Diederichs (Grippe) ausfielen. Erstmals im Kader war A-Junior Oleksandr Dukhovenko, der am Schluss eingewechselt wurde.