Fußball Bezirksliga Gianluca Crepaldi bricht auf zur SKV Rutesheim

Abschied am Saisonende aus Merklingen: Spielertrainer Gianluca Crepaldi (2. v. li.) mit Kai Woischiski , Ioannis Savvoulidis und Mustafa Avci (v. li.) Foto: Andreas Gorr

Der 34-Jährige hört im Juni als Trainer des Bezirksligisten TSV Merklingen auf und wird Co-Spielertrainer der SKV Rutesheim in der Landesliga. Sein Nachfolger steht bereits fest.

In den letzten Wochen und Monaten des alten Jahres ist es bei Gianluca Crepaldi alles ein bisschen zu viel geworden. „Ich bin unglaublich gern Trainer beim TSV Merklingen. Aber wenn ich ein bis zwei Wochen krank bin und dann zum Beispiel beruflich auf eine Messe muss, merke ich, dass es sich schlecht anfühlt, weil ich nicht mehr alles unter einen Hut kriege“, erzählt er.

 

Zur Trainertätigkeit gehöre nicht nur, beim Training vor den Spielern auf dem Platz zu stehen und danach „nicht als Erster wieder zu gehen“, sondern auch Kaderplanung und eine ordentliche Sommer- und Wintervorbereitung. Anfang Januar reifte in Crepaldi der Gedanke, seinen Trainerjob beim TSV Merklingen niederzulegen – zumal seine Firma eSport Manufaktur immer besser läuft und einen höheren Zeiteinsatz erfordert.

Eines war allerdings auch klar: Ganz ohne Fußball geht es nicht. Da Gianluca Crepaldi im Dezember nach Rutesheim umgezogen war, streckte er seine Fühler in Richtung der SKV aus – und stieß sofort auf offene Arme. „Es ist eine Win-Win-Situation, wenn Gia wieder zur SKV zurückkehrt. Wir haben fünf Jahre lang zusammen gespielt“, freut sich Rutesheims Cheftrainer Christopher Baake.

Abschied nach fünf Jahren

Konkret wird Gianluca Crepaldi in der kommenden Saison als spielender zweiter Co-Trainer beim Fußball-Landesligisten tätig sein. „Ich habe jetzt schon beim TSV Merklingen die Kickstiefel wieder geschnürt und mich auf ein bestimmtes Level gebracht“, erklärt der 34-Jährige, der sich nach fünf Jahren als Coach beim Bezirksligisten mit dem Klassenverbleib verabschieden will. Dabei steht ihm Alexander Wellert als Co-Trainer zur Seite, der diesen Posten dann auch bei der SKV nach seinem verletzungsbedingten Karriereende bekleiden wird. „Das ist geradezu optimal, dass beide schon zusammen als Trainer in Merklingen arbeiten können“, findet Christopher Baake.

Kürzere Wege für Crepaldi

Crepaldi freut sich auf deutlich kürzere Wege. „Zum SKV-Sportplatz sind es nur 400 Meter, da spare ich pro Tag eine Stunde“, meint er. Als Routinier soll er die jungen Angriffskräfte bei der SKV auf dem Feld führen, im Training das Duo Baake/Wellert unterstützen. Zudem wird er die SKV Rutesheim im Marketing mit seiner Firma unterstützen. „Wenn Messen oder sonstige Events sind, werde ich fehlen“, stellt er in Aussicht. Vorher will er allerdings seine Mission beim TSV Merklingen vollenden. „Ich freue mich, dass beim TSV alle meine Fußballphilosophie mitgetragen haben und ein neues Miteinander entstanden ist“, erklärt Crepaldi, der einen sauberen Übergang garantiert.

Nachfolger heißt Uwe Eberhard

Davon ist man beim TSV Merklingen überzeugt – und bedauert zugleich den Abschied des Erfolgstrainers. „Sein Wunsch nach Veränderung hat uns überrascht, wir hätten gerne weiter mit ihm gearbeitet“, räumt Abteilungsleiter Pasqualino Altavilla unumwunden ein. Dennoch habe man Crepaldis Wunsch natürlich entsprochen. Mittlerweile steht der Nachfolger fest: Es ist Uwe Eberhard, der Coach der zweiten Mannschaft. „Wir wollen unseren Weg mit jungen Trainern fortsetzen“, erläutert Altavilla die Beförderung des 32-Jährigen. Zudem sei Uwe Eberhard ein Ur-Merklinger. Der neue Mann an der Seitenlinie des Bezirksligisten wird dabei gleich zwei spielenden Co-Trainern unterstützt: Neben Kai Woischiski soll auch Kapitän Thomas Wogh in diese Rolle schlüpfen.

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