Erst zum vierten Mal einen Sieg bejubeln können: Der TSV Dagersheim punktete beim 4:2 gegen den SV Nufringen dreifach. Foto: Eibner/Andreas Ulmer
Ganz so leicht wie beim 7:0 zu Hause in der Hinrunde der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen dürfte es für den TV Darmsheim auswärts beim SV Nufringen nicht werden.
Jürgen Renner
16.04.2026 - 17:44 Uhr
Nach dem 4:1-Sieg in Rohrau befand sich der SV Nufringen in der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen auf einem guten Weg. Das 2:7 gegen Herrenberg und das 2:4 in Dagersheim waren jedoch empfindliche Rückschläge im Abstiegskampf. Nun empfängt das Kellerkind den TV Darmsheim, gegen den es in der Hinrunde ein 0:7 setzte.
„Wenn wir alle einen guten Tag haben, können wir auch diesen Gegner schlagen. Es liegt an uns“, hofft SVN-Spielertrainer Dustin Kappus auf die Trendumkehr. „Daheim sind wir deutlich stärker, und wir können aus dem Vollen schöpfen.“ TVD-Spielertrainer Daniel Knoll steht Steffen Hirth wieder zur Verfügung. „Ich bin guter Dinge. Beim 1:1 zuletzt gegen Herrenberg haben wir 120 Prozent auf dem Platz gelassen. Mit dem gleichen Ehrgeiz müssen wir wieder spielen.“
VfL Oberjettingen empfängt den TSV Dagersheim „easy und entspannt“
Geht da noch was beim TSV Dagersheim? Zumindest schöpft er nach dem 4:2-Erfolg über Nufringen neue Hoffnung, der Relegationsrang ist wieder in Reichweite. Und wenn die Truppe aus dem Waldstadion nun bei Schlusslicht VfL Oberjettingen gewinnt, wäre sie womöglich wieder richtig bei der Musik in Sachen Bezirksliga-Verbleib.
„Jedes Spiel ist nun ein Endspiel. Auch die Oberjettinger haben zuletzt fleißig gepunktet und sich noch nicht aufgegeben“, stellt sich der Dagersheimer Spielleiter Fabian Conforti auf einen Kampf auf Biegen und Brechen ein. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt sei in den vergangenen Wochen immer vorhanden gewesen. Keeper Tobias Widmaier war zuletzt privat, Wisdom Noah Neumann beruflich verhindert. Beide sind zurück, Aron Krafft (Rückenprobleme) hingegen nicht. Der TSV sollte sich nicht zu sicher sein, denn vor zwei Wochen gewann der VfL mit 4:1 gegen Musberg. „Das tat den Kerlen saumäßig gut“, strahlte Abteilungsleiter Marcus Ruß. Man gehe das Ganze weiter „easy und entspannt“ an, wie er es ausdrückt.
Das 3:1 gegen den VfL Oberjettingen (in Blau) war Anfang Oktober der erste Saisonsieg des TSV Dagersheim (in Weiß). Foto: Eibner/Andreas Ulmer
SpVgg Holzgerlingen möchte gegen den TSV Musberg direkt nachlegen
Auch dem SV Deckenpfronn tat die jüngste Pause gut, um mit frischen Kräften beim SV Bonlanden neu anzugreifen. „Wir konnten uns erholen, denn wir hatten davor viele Spiele“, denkt SVD-Coach Alex Thies an eine Pokal- und eine Nachholpartie zurück. „Unser nächster Gegner hat eine erfahrene Truppe, das wird eine schwere Aufgabe.“
Die SpVgg Holzgerlingen hat sich Luft verschafft und will nun gegen den TSV Musberg nachlegen. „Wir haben in der zweiten Halbzeit besser in die Tiefe gespielt und länger den Ball gehalten“, gefiel Trainer Bernd Gluiber der Auftritt bei Croatia Stuttgart (3:0). „Musberg hat eine robuste Mannschaft.“ Die war bis zum 2:1-Hinspielsieg der Holzgerlinger sogar noch Tabellenführer, wird jedoch immer mehr durchgereicht. „Jetzt beginnt die Crunchtime, da müssen wir punkten“, so der Übungsleiter.
SV Rohrau will Croatia Stuttgart nicht zum Stolperstein werden lassen
Das abstiegsgefährdete Croatia Stuttgart soll für den SV Rohrau kein Stolperstein werden. „Ein Sechs-Punkte-Spiel, das wir für uns entscheiden wollen. Aber das hat gegen Nufringen nicht funktioniert“, blickt Spielertrainer Björn Holz zurück. Ärgerlich: Tobias Kamm fehlt gesperrt, weil er in der Schlussphase einen Freistoß zu früh ausgeführt hat und Gelb-Rot sah. Immerhin ist Noel Hellmann nach seiner Roten Karte wieder dabei, außerdem auch Lennox Kallab, der zuletzt privat verhindert war.
Der VfL Herrenberg will Tabellenführer ASV Botnang ein Bein stellen. Die Gäste haben bis auf den Ausrutscher gegen Dagersheim direkt nach Ende der Winterpause sechs Siege in Folge geholt und strotzen nur so vor Selbstbewusstsein. „Wir wollen zu Hause wieder dreifach punkten“, meint VfL-Trainer Daniel Wahnsiedler. Zuletzt spielte sein Team daheim zweimal 3:3. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und mit Leidenschaft verteidigen.“ Erstmals in der Startelf stand zuletzt Mervan Ben Frej.