Fußball – Bezirksliga Köngens Torwart Marc Vogelmann hält Sieg und Aufstieg fest

Der Sekt spritzt: Die Köngener feiern den Aufstieg in die Landesliga. Foto: Robin Rudel

In der Fußball-Bezirksliga krönt der TSV Köngen seine tolle Saison durch den 2:1-Erfolg über den TSV Berkheim mit der Meisterschaft und dem Landesligaaufstieg.

Sie mussten zittern – dann kannte der Jubel keine Grenzen: Der TSV Köngen ist zurück in der Fußball-Landesliga. Die Ausgangssituation vor dem Spiel zwischen den Köngenern und dem TSV Berkheim am letzten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga war klar – und hatte es in sich: Köngen musste siegen, um ohne Schützenhilfe vom FV Plochingen Erster zu bleiben und damit direkt aufzusteigen – Berkheim dagegen hatte den Abstiegsrelegationsplatz bereits weitgehend sicher, da sowohl der TSV Deizisau als auch Catania Kirchheim zwar punktemäßig aufschließen konnten, jedoch über die jeweils deutlich schlechtere Tordifferenz verfügten. Am Ende gab es dann zwei Sieger: Köngen gewann mit 2:1 (1:1) und feierte insgesamt gesehen auch verdient die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Landesliga. Der 3:0-Auswärtssieg des Zweiten 1. FC Eislingen in Plochingen spielte insofern keine Rolle mehr. Berkheim wiederum bleibt trotz der Punktgewinne von Deizisau und Catania Kirchheim auf dem Abstiegsrelegationsplatz 14.

 

Symbolträchtig begann die Begegnung noch bei Regen, um dann ab der zweiten Hälfte bei Sonnenschein zu enden. Die Köngener Fans konnten so ihre Freude besser ausleben und stellten auch das Anzünden von Pyrotechnik hinter den Trainerplätzen wieder ein. Mit der üblichen Sektdusche stürmten Betreuer und Ersatzspieler nach der Partie den Rasen, um die angekündigten Feierlichkeiten einzuleiten. Köngens Coach Domenic Brück war „einfach nur zufrieden. Nach den vergangenen Wochen hatten viele meiner Jungs schwere Beine“. Und mit den Worten „Aber jetzt ist es geschafft“ verschwand er wieder in der jubelnden Menge seiner Spieler. Der sportliche Leiter Thomas Köhrer stand derweil ein wenig abseits und genoss die Freude und den ganzen Trubel mehr still und alleine.

Rüttingers Abschiedstor

Die Partie wurde von Beginn an von den Köngenern dominiert. Sie wollten keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen lassen. Völlig überraschend gingen aber die Berkheimer mit ihrem ersten Angriff in der 7. Minute mit 1:0 durch einen feinen Schuss von Nils Müller in Führung. Köngen jedoch blieb ruhig und erarbeitete sich in der Folge eine Vielzahl an Chancen.

Ausgerechnet Michael Rüttinger in seinem wohl letzten Auftritt für Köngen erzielte in der 19. Minute den Ausgleich durch einen noch leicht abgefälschten Ball. Bis zum Halbzeitpfiff gab es etliche weitere gute Gelegenheiten für die Heimelf, in Führung zu gehen. Allein der letzte Tick fehlte. Berkheim dagegen war fast ständig in der Defensive und kam nicht mehr gefährlich vor das Köngener Tor.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Ablauf. Köngen rannte weiter an, tat sich aber einfach schwer. Ein glückliches Händchen bewies Brück mit der Einwechslung von Emilio Intemperante in der 56. Minute, der nur kurze Zeit darauf für das 2:1 sorgte. Er legte sich an der Strafraumgrenze den Ball vom rechten auf den linken Fuß und traf unhaltbar – ein sehenswerter Treffer. Unmittelbar davor hatte Berkheim zwei gute Möglichkeiten durch Müller und Michael Wamsler. Kurz vor dem Spielende rettete Köngens Torwart Marc Vogelmann dann den Sieg, als er einen strammen und platzierten Schuss von Michael Wamsler von knapp außerhalb des Strafraumes noch zur Ecke abwehrte. Dies hätte durchaus der Gau für Köngen werden können.

Berkheims Trainer Patrick Bauer war über die Partien auf den anderen Plätzen ständig informiert und daher nach dem Abpfiff erleichtert. Köngens Sieg erkannte er neidlos „als verdient“ an und gratulierte zum Aufstieg. „Nach dem Ausgleich hatten wir Glück, nicht schon früher in Rückstand zu geraten. In der Rückrunde zeigten wir eine tolle Leistung und haben dadurch jetzt die Relegationsmöglichkeit“, fügte er noch an.

TSV Köngen: Vogelmann – Widmann, Fuchs (67. Herz), Panne, Schlotterbeck, Schadt (61. Prinz), Kimi Hindennach, Lander, Nikita Jason Hindennach (56. Intemperante), Brück, Rüttinger.

TSV Berkheim: Bauer – Schleehauf, Dehner (81. Keller), Michael Wamsler, Dallas, Sadat, Patzer, Oliver Wamsler, Spohn, Müller, Robin Söhnel (76. Almpantis).

Schiedsrichter: Lauritz-Philipe Hafner (SRG Calw).

Zuschauer: 300.

Tore: 0:1 Müller (7.), 1:1 Rüttinger (19.), 2:1 Intemperante (66.).

Gelbe Karten : Panne / Robin Söhnel.

Beste Spieler: Vogelmann, Brück, Schlotterbeck, Rüttinger / Schleehauf, Sadat, Patzer, Michael Wamsler.

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