Fußball Bezirksliga Merklinger Remis, Münchinger Sprung

Kunstvoll: Aber auch Dzanan Mehicevic’ Pirouetten reichen für den TSV Merklingen zu nicht mehr als einem Punkt. Foto: Andreas Gorr

Während der TSV Merklingen in der Fußball-Bezirksliga 1:1 spielt, kassiert Leonberg/Eltingen eine Heimklatsche. Der TSV Münchingen verlässt die Abstiegsränge.

Der TSV Münchingen kann im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bezirksliga wieder Hoffnung schöpfen. Kaum eine Woche nach dem desaströsen Auftritt beim Kellerduell in Nussdorf bezwang der TSV den Tabellendritten TASV Hessigheim im bereits letzten Heimspiel der Saison mit 1:0. „Eine richtige Erklärung für diese Leistungsschwankungen habe ich nicht“, meinte der Münchinger Coach Ahmet Yenisen. Der Sieg sei aber eminent wichtig und auch verdient gewesen. „Anders als Nussdorf in der Woche zuvor hatte Hessigheim tabellarisch nicht mehr so viele Ambitionen“, so der TSV-Trainer.

 

Schönste Aktion des Tages führt zum Münchinger Sieg

Seine Mannschaft stand vor allem in der Defensive sehr sicher. „Wir haben in den 90 Minuten keinen einzigen gefährlichen Schuss auf unser Tor zugelassen“, zeigte sich Yenisen zufrieden. Schon in der ersten Hälfte hätte Ivan Percobic die Münchinger in Führung bringen können, sein Kopfball im Fünfmeterraum fand jedoch nicht den Weg ins Tor. In die Karten spielte es den Gastgebern, dass sich der TASV in der 57. Minute selbst schwächte: Ein Mittelfeldakteur beging zunächst ein Foul und ließ dann eine Beleidigung folgen, der Schiedsrichter zückte sofort Rot.

Zwei Minuten später führte die schönste Aktion des Spiels zum Siegtreffer: Timeas Hetzer nahm einen Pass gekonnt an und leitete den Ball in den TASV-Strafraum weiter, Felix Öhrlich kam aus dem Rücken der Abwehr und traf volley zum goldenen 1:0. „Anschließend haben wir die Begegnung sicher zu Ende gespielt, wie es uns auch schon beim 2:0 gegen den TV Aldingen gelungen ist“, freute sich Yenisen. Erstmals in der Rückrunde hat der TSV Münchingen nunmehr die Abstiegsränge verlassen, allerdings nur auf Grund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem FC Marbach.

Dem SV Leonberg/Eltingen missrät die Pokal-Generalprobe mächtig

Eine misslungene Generalprobe vor dem Pokalfinale am Donnerstag gegen Croatia Bietigheim feierte der SV Leonberg/Eltingen bei der 2:5-Heimniederlage gegen den SV Pattonville. „Das war alles andere als gewollt, aber wir lassen uns die Vorfreude deswegen nicht vermiesen“, betonte SV-Trainer Benjamin Schäffer. Die Partie begann schon unglücklich für den SV, nach acht Minuten musste Linksverteidiger Mathias Falch verletzt vom Platz, was Coach Schäffer zu gleich drei Umstellungen veranlasste.

Den 0:1-Rückstand konnte Patrik Hofmann mit energischem Einsatz im gegnerischen Strafraum noch ausgleichen. Doch schon vor der Pause musste SV-Schlussmann Silas Herzer den Ball noch zweimal aus dem Netz holen. „Auf dem kleinen Platz haben die Pattonviller einen langen Ball nach dem anderen in Richtung unseres Strafraums geschlagen, wir haben nicht alles wegverteidigt bekommen“, bedauerte Schäffer. Bei allen Gegentoren verhielt sich die SV-Defensive zu passiv und ließ den Gästeakteuren zu viel Platz.

Finley Strahls Kopfballtreffer kommt zu spät

Ein Doppelschlag zu Beginn der zweiten Hälfte (52., 56.) führte schnell zum 1:5, doch ausgerechnet danach hatten die Gastgeber ihre beste Phase. „Wir hatten extrem viele Torchancen, aber Pattonvilles Keeper hat immer wieder einen Fuß dazwischen gehabt“, stellte Schäffer fest. Der Kopfballtreffer von Finley Strahl nach einem Eckball (88.) fiel zu spät.

Zu wenig aus seinen Möglichkeiten hat auch der TSV Merklingen beim 1:1 gegen den TSV Schwieberdingen gemacht. In der ersten halben Stunde hatte Merklingen 90 Prozent Ballbesitz, wurde dann aber zu ungeduldig im Spielaufbau und hatte Glück, dass Schwieberdingen mit seinen langen Bällen hinter die Kette nicht zur Führung kam. Eine ebensolche Situation führte in der 51. Minute auch zum 0:1 für die Gäste, als Franceso Masso einen Abpraller auf der Torlinie über dieselbe bugsierte. „Das war aber klar abseits, unser letzter Abwehrspieler war fünf Meter weg“, bemängelte TSV-Coach Gianluca Crepaldi.

Merklingen mit Glück und Schlussmann Zelijko Belecan

Die Merklinger berannten daraufhin das Tor der Gäste und hatten abermals Glück, dass diese ihre Konter nicht gut zu Ende spielten. Es bedurfte einer Einzelleistung von Kai Woischiski gegen drei Gegner zum 1:1-Ausgleich in der 75. Minute. Danach hatte Merklingen Chancen für drei bis vier weitere Tore, aber auch Glück, das Schlussmann Zelijko Belecan in der Schlussminute den Punkt rettete. Ärgerlich war zudem die gelb-rote Karte gegen Mustafa Avci in der Schlussphase.

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