Nach dieser Runde heuert Dominik Lenhardt beim Bezirksliga-Konkurrent Spvgg Holzgerlingen an. Der Coach verlässt damit seinen Vater und Bruder.
Die familiären Bande beim TSV Jahn Büsnau lösen sich auf. Trainer Dominik Lenhardt hat seinen Ausstieg zum Saisonende beim Fußball-Bezirksligisten verkündet. Den Inhaber der B+-Lizenz zieht es zum Ligakonkurrenten Spvgg Holzgerlingen. Lenhardt verlässt damit den Verein, den er gemeinsam mit seinem Vater und Sportlichen Leiter Ralf Lenhardt sowie seinem Bruder und Kapitän Sebastian Lenhardt zum Bezirkspokalsieg geführt und von der Kreisliga B in die Bezirksliga gebracht hatte.
Dort spielt der Aufsteiger in dieser Saison eine hervorragende Rolle und kann als Tabellenzweiter vom Durchmarsch in die Landesliga träumen. Doch unabhängig vom Saisonausgang ist für den 32-Jährigen nach sechs Jahren am Adolf-Engster-Weg Schluss. „Ich wollte den Absprung nicht verpassen und dann gehen, wenn es am schönsten ist“, sagt Lenhardt.
Seit Jahren plant der ambitionierte Trainer den nächsten Schritt. „Ich möchte irgendwann die A-Lizenz machen“, verrät der frühere Angreifer. Bislang hatte er jegliche Angebote – aus verschiedenen Ligen – ausgeschlagen. Als sich nun im Fußballkreis herumsprach, dass Lenhardt offen für eine Veränderung sei, bemühten sich erneut mehrere Vereine um ihn. Ein Wechsel zu einem Landesligisten oder der Einstieg im Juniorenbereich eines Bundesligisten standen im Raum. Letztlich passte es zwischen ihm und dem ehemaligen Landesliga-Club Holzgerlingen am besten. „Es ist ein gut strukturierter Verein, mit einer guten Jugendarbeit. Ich habe richtig Lust darauf, viel mit jungen Spielern zu arbeiten“, sagt Lenhardt. Auch die Spvgg Holzgerlingen freut sich über die Verpflichtung des Übungsleiters. „Mit Dominik Lenhardt konnten wir einen Trainer gewinnen, der unseren Hotze-Weg mit vielen Eigengewächsen gemeinsam mit uns weitergehen wird“, heißt es in einer Vereinsmitteilung.
Die Entscheidung sei ihm unglaublich schwer gefallen. „Ich hatte ein sehr langes und intensives Gespräch mit meinem Bruder“, verrät Lenhardt. Den Büsnauer Top-Scorer wird er voraussichtlich nicht mit in den Landkreis Böblingen nehmen. „Ich werde keinen Spieler aktiv abwerben. Dafür ist mir der Verein zu wichtig“, verspricht der Coach.
Nachfolge in Büsnau noch offen
Das wird auch seinen Vater Ralf beruhigen, der als Sportlicher Leiter die Geschicke in Büsnau lenkt. „Aus der Sicht des Funktionärs findet er es natürlich schade. Als Papa freut er sich für mich über den nächsten Schritt zu einem etwas größeren Verein“, sagt Lenhardt. Ein Nachfolger steht indes noch nicht bereit. „Wir arbeiten daran“, teilt Ralf Lenhardt mit.
Sollte der Tabellenzehnte Holzgerlingen nicht überraschend absteigen, könnte Dominik Lenhardt in der kommenden Saison mit seinem neuen Team auf seinen Herzensclub Büsnau treffen – es sei denn, er hinterlässt Büsnau mit einem Aufstieg in die Landesliga ein spektakuläres Abschiedsgeschenk.