In der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen stehen drei Vereine aus dem Kreis Böblingen auf den direkten Abstiegsplätzen, unter anderem der TSV Dagersheim. Der verbuchte zuletzt vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge – eine davon war das 2:9 im Bezirkspokal in Nufringen –, wirkt wie ein Leichtgewicht für den Gegner und ist auf den vorletzten Rang abgerutscht. Nun empfängt er den TV Echterdingen II. „Uns fehlt das nötige Glück. Vorne machen wir die Dinger nicht, und hinten kriegen wir sie rein“, bringt es Trainer Tim Lehle, der jetzt bis Mitte November in Thailand ist, auf den Punkt. Ein Rückstand bringe das Team von seinem Weg ab und verursache Unsicherheiten. Deshalb gilt es zu vermeiden, erneut ins Hintertreffen zu geraten.
Nach dem schwachen Saisonstart hat die SpVgg Holzgerlingen durch die zwei jüngsten Siege die Abstiegszone verlassen und will nun auch beim SV Bonlanden Zählbares mitnehmen. „Wir haben es nicht geschafft, frühzeitig den Sack zuzumachen“, war Trainer Bernd Gluiber mit dem 5:1 gegen Oberjettingen nur bedingt zufrieden. „Wir wollen nun den Anschluss ans vordere Tabellenmittelfeld herstellen.“ Niko Klein (war beruflich verhindert) und Marco Quaranta (laborierte an einer Zerrung) dürften dann wieder mitwirken.
VfL Oberjettingen hat vor Spiel gegen SV Rohrau den Anschluss verloren
Die Hoffnung stirbt zuletzt heißt momentan das Motto beim VfL Oberjettingen, der vor der Partie gegen den SV Rohrau den Anschluss verloren hat. Aber Besserung ist nicht in Sicht, die Verletzten kehren im Vollbesitz ihrer Kräfte erst im neuen Jahr zurück. „So lange sich personell nichts verbessert, wird sich nicht viel ändern“, glaubt VfL-Abteilungsleiter Marcus Ruß. Auf der Gegenseite sagt SVR-Trainer Matthias Mang: „Vom Fußballerischen und Einsatz her hätte ich die Oberjettinger nicht so weit unten erwartet. Deswegen dürfen wir sie nicht unterschätzen.“ Er betont: „Das ist ein unangenehmer Gegner und in dieser Situation schwer zu spielen, weil er nichts zu verlieren hat.“
Es läuft nicht so recht beim SV Deckenpfronn, der die SpVgg Cannstatt zu Gast hat. „Wir kriegen zu einfache Gegentore“, bemerkt Coach Alex Thies. „Neun Punkte aus neun Partien – wir befinden uns im Abstiegskampf. Nun müssen wir uns schütteln und uns vorne auch mal belohnen. Ich bin überzeugt vom Team, aber es kommen derzeit immer ein paar negative Faktoren dazu.“
Der gut in die Saison gestartete Ex-Primus TSV Musberg hat zuletzt viermal verloren und strotzt deshalb von Platz neun aus nicht vor Selbstvertrauen. Was will da erst der VfL Herrenberg sagen, der als Drittletzter unter Zugzwang ist? „Wir müssen gewinnen, egal ob gegen den Ersten oder Letzten“, spricht dessen Trainer Daniel Wahnsiedler Klartext.„Aber die Jungs geben alles, lassen ihr Herz auf dem Platz. Die Mannschaft ist intakt“, sieht er trotz der prekären Situation Positives.
Croatia Stuttgart sollte für Spitzenreiter TV Darmsheim eigentlich kein Stolperstein werden. Oder doch?„Die haben oft unentschieden gespielt, der Schein trügt“, traut Spielertrainer Daniel Knoll dem Braten nicht so recht. Tim Schneider (war krank) und Steffen Hirth (hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen) kehren zurück.
SV Nufringen muss einen hohen Aufwand betreiben
Beim SV Vaihingen will der SV Nufringen die 0:4-Scharte gegen Bonlanden auswetzen. „Wir dürfen den Gegner nicht mit unseren Fehlern zum Toreschießen einladen. Selbst müssen wir einen hohen Aufwand betreiben, um zu Torchancen zu kommen“, beschreibt Spielertrainer Dustin Kappus die aktuelle Gefühlslage. Seine Truppe befindet sich aber in einem ruhigen Fahrwasser. „Alle liegen eng beieinander, weil keiner richtig konstant ist.“