Der SV Nufringen aus der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen kann auch in der kommenden Saison auf die Dienste von Spielertrainer Dustin Kappus bauen. Gemeinsam mit seinem spielenden Co-Trainer Timo Tropsch verlängerte er seinen Vertrag. „Es gab eigentlich nichts, was gegen eine weitere Zusammenarbeit sprach“, betont Kappus. „Die Vereinsführung und das Umfeld sind top. Timo und ich habe freie Hand und können uns ausleben.“
Noch ehe die Verantwortlichen überhaupt an Kappus herantraten, hatte dieser bereits eine Entscheidung zugunsten des SVN getroffen,aber zuvor zumindest kurz gegrübelt, ob er ein fünftes Jahr dranhängt. „Nach plus/minus vier Jahren sollte man sich als Trainer überlegen, ob sich etwas abgenutzt hat“, begründet er. Dank der überschaubaren Fluktuation der vergangenen Saisons sah der kickende Coach keinen Grund, sein Engagement zu beenden, denn „das ist für mich und meine Arbeit die größte Bestätigung“.
SV Nufringen kämpft in der Bezirksliga gegen den Abstieg
Sein einziger Kritikpunkt ist derzeit die mangelhafte Einstellung von ein paar Akteuren, die bei den Partien durch Abwesenheit glänzten. „Ich habe zuletzt versucht, sie an der Ehre zu packen. Wir Trainer haben zugesagt, und Stand jetzt bleiben alle Jungs auch nächste Saison dabei“, sieht Kappus glänzende Perspektiven, dass der Klassenerhalt geschafft wird. Aktuell befindet sich der SV Nufringen auf dem viertletzten Platz, was am Ende der Saison die Relegation zur Kreisliga A bedeuten würde. Zur Erinnerung: Vor einem halben Jahr war der Gäuklub erst via Relegation ins Bezirksoberhaus aufgestiegen.
Der Schuh drückt in der Abwehr, mit 50 Gegentreffern kassierten die Nufringer die zweitmeisten der Liga. „Wir müssen unsere individuellen Fehler abstellen. Etwa die Hälfte der Gegentore fiel durch krasse Fehler, wenn beispielsweise ein Abwehrspieler ins Dribbling ging“, winkt Kappus ab. Aber auch in der Offensive sieht er Verbesserungspotenzial. Zu viele klare Chancen seien versiebt worden. „Wir sind aber voll bei der Musik“, weiß der Übungsleiter, dass der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz nur zwei Punkte beträgt. „Wir müssen eine Schippe drauflegen, und ich hoffe, dass wir wie in der Vergangenheit in der Rückrunde stärker sind.“
Bei der Mission Klassenerhalt werden auch zwei Neuzugänge mithelfen. Ahmet Emirzeoglu vom FC Gärtringen II, der früher in der SVN-Zweiten gespielt hat, und Janik Wagner vom Türk SV Herrenberg vergrößern den Kader.