Fußball-Bezirksliga: Spvgg Cannstatt Ein einstiger Kontrahent übernimmt in Cannstatt

Packt jetzt in Cannstatt an: Christopher Eisenhardt. Foto:  

Christopher Eisenhardt vermieste der Sportvereinigung einst den Aufstieg in die Landesliga, jetzt ist er der neue Trainer beim Fußball-Bezirksligisten.

Sport: Marius Gschwendtner (mgs)

In der Saison 2021/22 lieferten sich der TSV Bernhausen und die Spvgg Cannstatt ein erbittertes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Aufstieg in die Fußball-Landesliga. Am Ende war der knappe 3:2-Hinspielsieg im direkten Duell das Zünglein an der Waage, das die Bernhäuser in die Landesliga brachte. Damals an der Seitenlinie der Veilchen: Christopher Eisenhardt. Nun soll dieser als Cheftrainer den Cannstatter Bezirksligisten zu neuen Erfolgen führen. „Cannstatt ist ein guter und solider Bezirksligist mit einem aus meiner Sicht guten Ruf“, sagt Eisenhardt über den Reiz seines neuen Clubs.

 

Anfang Oktober trat er nach einem schwachen Saisonstart beim Kreisliga-A-2-Team FSV Waldebene Stuttgart-Ost zurück und übernimmt jetzt den Bezirksliga-Dritten. „Mein Fokus liegt darauf, dass die Jungs wieder Spaß haben und gerne ins Training kommen“, sagt Eisenhardt. Zudem wolle er das maximale aus den Spielern herausholen. Am 21. Januar stellt sich der 40-Jährige der Mannschaft vor, zwei Tage später steht der vorgezogene Trainingsauftakt an.

Nach der bekanntgewordenen Trennung von Ex-Trainer Andreas Contino habe Eisenhardt sein Interesse bei den Cannstattern hinterlegt. In mehreren Gesprächen kristallisierte er sich dann als die präferierte Lösung heraus. „Seine Bewerbung hat am besten zu uns gepasst“, sagt Spielleiter Thomas Ipowitz. „Er war bei den Gesprächen sehr gut vorbereitet, hatte sich schon viele Gedanken gemacht und hat viele Fragen über die Struktur des Vereins gestellt“, berichtet Ipowitz aus den Gesprächen. Geholfen hat ihm bei der Vorbereitung auch seine damaligen Analysen aus dem Titelkampf in der Saison 2021/22, verrät Eisenhardt. Ipowitz erhofft sich von Trainer Eisenhardt, dass er einen frischen Wind in das Team bringt.

Denn der Trennung mit Vorgänger Contino ging ein internes Zerwürfnis voraus. Vonseiten des Vereins ist die Rede, dass sich viele Spieler – einige etablierte Kräfte, aber auch junge Eigengewächse – gegen den dann schließlich geschassten Trainer ausgesprochen hätten. Mit Contino verließ aber auch manch routinierter Spieler den Club.

Unter Eisenhardt, der großen Wert auf Disziplin legt, soll die Mannschaft in Zukunft wieder für rein sportliche Schlagzeilen sorgen. Dafür soll wieder vermehrt auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zurückgegriffen werden. „Ich denke nicht, dass wir in der Rückrunde um die Aufstiegsplätze spielen werden. Ziel ist es, erst mal nicht mehr in Abstiegsgefahr zu geraten. Und was dann insbesondere in der nachfolgenden Saison möglich ist, ist noch weit entfernt“, sagt Ipowitz mit Blick auf den Qualitätsverlust des Kaders.

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