Die SpVgg Holzgerlingen peilt in der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen (mindestens?) die Aufstiegsrelegation an. „Wir wollen am letzten Spieltag ein Endspiel gegen Cannstatt haben“, gibt Coach Bernd Gluiber als Ziel aus. Zunächst wartet auf sein Team jedoch der VfL Herrenberg. „Das sind immer intensive und meist enge Duelle“, erinnert er sich an einen spielstarken Lokalrivalen. Dabei kommt Hotze auf dem Zahnfleisch daher. Marco Quaranta fällt ebenso wie Nick Preuss aus, letzterer wird wegen eines Muskelfaserrisses wohl in den verbleibenden Partien gar nicht mehr auflaufen. Der Einsatz von Tarek Bahiani ist noch ungewiss. „Die Saison ist enorm kräfteraubend“, stellt Gluiber fest. Diese Einschätzung teilt auch Manuel Zug. „Wir versuchen die Spannung hoch zu halten“, erklärt der Co-Trainer des Kontrahenten. Auch ohne den verletzten Ender Öczan (Sprunggelenk) will er den Favoriten ärgern. „Ich gehe davon aus, dass wir offensiv einige Räume bekommen.“ Allerdings gilt es gegen die stärkste Offensive der Liga auch in der Abwehr gut zu stehen, nur dann können die Gäste die Platzherren ärgern.
Auch auf den SV Deckenpfronn wartet ein allzu bekannter Gegner, denn der VfL Oberjettingen ist zu Gast. „Wir haben großen Respekt vor denen“, lobt SVD-Übungsleiter Alex Thies. „Die haben offensive Qualität, die man nie außer Acht lassen darf.“ Dennoch muss sich seine Truppe beileibe nicht verstecken, mit 50 Zählen steht sie derzeit auf Rang fünf. „Es wäre toll, wenn wir am Ende unter den Top Sechs landen würden.“ Dafür muss der SVD, bei dem der Einsatz von Noah Kimmerle ungewiss ist, weiterhin konstant punkten. Das gilt aber auch für den Gegner, der aus den Gäu-Derbys gegen die beiden Herrenberger Teams zuletzt nur einen Punkt mitgenommen hat. „Unsere Intention muss sein, dass wir wieder in die Spur kommen“, macht Abteilungsleiter Marcus Ruß klar. Besonders das 0:5 gegen den Türk SV sollte schnell aus den Köpfen. „Es zählt jedes Spiel und jeder Punkt.“ Daher braucht es nun auch auswärts Zähler, um den Abstand nach unten aufrechtzuerhalten.
Ein wichtiges Duell wartet auf den Türk SV Herrenberg. Mit dem ABV Stuttgart reist ein direkter Konkurrent im Keller an. „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel“, weiß Coach Gaetano Intemperante. „Mit einem Sieg bleiben wir dran an einem Nichtabstiegsplatz.“ Aktuell befinden sich seine Mannen vier Zähler hinter dem rettenden Ufer. Daher soll der nächste Dreier folgen. Helfen wird dann auch wieder Mert Köse, der nach seiner langen Sperre zurückkehrt. „Er ist heiß“, so sein Übungsleiter.
Dieser hofft auch auf Unterstützung des SV Oberjesingen, der gegen den TSV Musberg ran muss, welcher wiederum auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht. „Dann hätten sie was gut bei mir“, grinst Intemperante. Doch auch so ist der SVO motiviert. „Wir wollen uns nicht nachsagen lassen, dass wir nicht Vollgas gegeben haben“, sagt dessen sportlicher Leiter Sascha Deckers. Zwar ist der Abstieg besiegelt, doch in den verbleibenden sechs Duellen will der Aufsteiger, der direkt wieder runter muss, seine Qualität nochmal unter Beweis stellen. „Die Leistung bei der knappen 2:3-Niederlage in Cannstatt ist der Maßstab für die nächsten Wochen“, betont Deckers. Mit David Schosda und Sebastian Knespel kehren zwei Stammkräfte zurück, Tim Rauscher ist dagegen fraglich.