Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen VfL Herrenberg verpasst SpVgg Holzgerlingen einen herben Dämpfer

Die SpVgg Holzgerlingen (in Grün) hat gegen den VfL Herrenberg (in Weiß) nicht den Fußball gezeigt, der sie ausmacht. Foto: Eibner/Andreas Ulmer

War es das mit den leisten Titelhoffnungen der SpVgg Holzgerlingen? Nach dem 2:5 gegen den VfL Herrenberg ist in der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen sogar die Aufstiegsrelegation in akuter Gefahr. Ein anderes Kreis-Böblingen-Derby musste wegen eines Todesfalls verschoben werden.

Die Partie SV Deckenpfronn gegen VfL Oberjettingen wurde in der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen auf Mittwoch (19 Uhr) verlegt, weil bei den Gästen überraschend ein langjähriger AH-Spieler beim Ausflug nach Südtirol gestorben ist.

 

Zum Sportlichen: Tabellenführer TSVgg Plattenhardt fegte den TSV Rohr mit 7:0 vom Platz, die bis dato fünf Punkte dahinter liegende SpVgg Holzgerlingen konnte mit einer 2:5-Niederlage gegen den VfL Herrenberg nicht Schritt halten und musste Platz zwei an die SpVgg Cannstatt (3:2 bei der SportVg Feuerbach) abgeben. Der Türk SV Herrenberg hat gegen den ABV Stuttgart mit einem 3:1-Sieg „Big Points“ geholt und steht weiter auf dem unteren Relegationsplatz, vier Punkte vor einem direkten Abstiegsrang.

SpVgg Holzgerlingen – VfL Herrenberg 2:5 (2:2): „Mitte der zweiten Halbzeit war für mich klar, dass derjenige gewinnt, der das 3:2 macht“, erklärte SpVgg-Trainer Bernd Gluiber. Das waren nicht seine Jungs, sondern die von VfL-Coach Daniel Wahnsiedler. „Wir haben völlig verdient gewonnen“, urteilte dieser. Die schnelle Führung für „Hotze“ durch Max Horn (4.) hielt genau zwei Minuten, Can Abalioglu (6.) stellte den Ausgleich her. Das 1:2 durch Felix Franke (23.) egalisierte wiederum Felix Ribbe (27.). „Es war klar, dass wir gegen die nicht alles wegverteidigen können“, konnte Wahnsiedler die zwei Gegentore verschmerzen. Abalioglu (67.) und zweimal Steven Franguere (70., 82./Foulelfmeter) stürzten Holzgerlingen, wo Neuzugang Nural Müller sein Debüt gab, ins Tal der Tränen. Gluiber: „Wir können die vielen Verletzten nicht kompensieren. Normalerweise müsste ich ein paar Spielern mal eine Pause gönnen, nach dem Rückstand konnten wir nicht mehr nachlegen.“ Aber auch die Leistung war diesmal nicht ausreichend. „Wir haben nicht den Fußball gezeigt, der uns ausmacht. Aber die Niederlage wird uns nicht umwerfen“, glaubt der Übungsleiter. Wahnsiedler hatte hingegen wenig zu meckern. „Eine sehr gute Leistung. Wir waren sehr kompakt und haben gut verteidigt.“ Außerdem waren für ihn die hohe Leidenschaft und Intensität zwei Komponenten, die den Unterschied ausmachten.

Türk SV Herrenberg – ABV Stuttgart 3:1 (2:0): Ömer Kilic (12.) und Oguz Yüksel (22.) legten eine 2:0-Führung für den Türk SV vor. Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Platzherren jedoch etwas nach, was fast zweimal bestraft worden wäre. Kurz nach der Pause hätte Blessing Omoregie auf 2:1 verkürzen können, scheiterte jedoch mit einem Foulelfmeter an Keeper Enes Durmaz. „Das war auch kein Strafstoß, einer von denen stand davor zwei Meter im Abseits“, war es für Herrenbergs Trainer Gaetano Intemperante ausgleichende Gerechtigkeit. Omoregie (54.) machte es kurz danach besser. „Wir haben es uns unnötig schwer gemacht“, konnte Intemperante sich trotzdem entspannt zurücklehnen, denn wirklich gefährlich wurde der ABV nur einmal, als erneut Durmaz zur Stelle war. Yüksel (90.+5) machte nach einem Konter schließlich den Deckel drauf, danach pfiff der Schiri direkt ab.

SV Oberjesingen – TSV Musberg 0:3 (0:2): Beim SVO stand diesmal mit Sebastian Knespel ein Feldspieler im Kasten, weil der etatmäßige Keeper Marcel Bellach aus privaten Gründen fehlte. „Zwei Gegentore waren vermeidbar“, meinte der zerknirschte sportliche Leiter Sascha Deckers. „Der Ofen ist bei uns aus. Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel. Die Gäste waren nicht besser, aber abgezockter, während bei uns nicht viel funktioniert hat.“ Marius Nita (11./17.) und Dennis Zschorsch (64.) trafen für den TSV.

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