Fußball-Bezirksliga: SV Fellbach II Oftmals nicht clever genug

Der Fellbacher Janny Falbo ärgert sich über die Entstehung der drei Gegentore. Foto: Maximilian Hamm

Die Fußballer des SV Fellbach II verlieren das Spitzenspiel in der Bezirksliga mit 0:3 gegen den TSV Schornbach und sind jetzt Zweite.

Die Fußballer des SV Fellbach II haben am Sonntagnachmittag das Spitzenspiel in der Bezirksliga gegen den TSV Schornbach mit 0:3 (0:2) verloren. „Für den Fellbacher Trainer Janny Falbo war’s kein Beinbruch. „Unser Ziel ist der Klassenverbleib. Und unser Gegner muss am Ende der Saison eigentlich aufsteigen“, sagt er.

 

Dennoch wurmten ihn die Gegentreffer. Besonders das 0:2 kurz vor dem Pausenpfiff. Nach einem Einwurf der Gäste auf Höhe des Fellbacher Strafraums fühlte sich keiner der SVF-Spieler für den Ball verantwortlich, Tim Morawietz nutzte die Passivität aus und schoss die Kugel in die Maschen. „Da haben wir einfach zu naiv verteidigt“, sagt Falbo. Auch schon beim Schornbacher Führungstreffer hatten es die Fellbacher verpasst, den Zweikampf zu suchen. Stattdessen leisteten sie dem Torschützen Anas Hammouda lediglich Geleitschutz (21.). „In den spielentscheidenden Situationen waren die Schornbacher einfach einen Tick cleverer als wir“, sagt Falbo, der zunächst eine im Durchschnitt 19,5 Jahre junge Mannschaft auf den Kunstrasenplatz geschickt hatte.

Obendrein, und das gab der Coach nach Spielschluss selbst zu, war sein Matchplan nicht aufgegangen. Dieser hatte zunächst Spielercharaktere vorgesehen, die defensiver eingestellt sind, was für das Spiel nach vorn jedoch nicht viel Ertrag brachte. Erst als Falbo nach Wiederanpfiff auf die Offensive setzte und entsprechende Wechsel vornahm, wurde das Fellbacher Spiel besser. Zwingende Torchancen blieben aber Mangelware.

Auf der anderen Seite sah das aber nicht anders aus, weil die Gastgeber wegen ihres hohen Pressings einen strukturierten Spielaufbau des TSV schwierig machten. Bei zwei Abschlüssen der Schornbacher war SVF-Keeper Luis Bernhard auf der Hut, als der Ball ein drittes Mal direkt auf sein Gehäuse zuflog, machtlos: Mit einem sehenswerten Fallrückzieher erzielte Arda Cetinkaya das entscheidende 3:0 für die Gäste (85.). Bezeichnend auch bei diesem Gegentor: zwei Fellbacher standen links und rechts vom Schützen und ließen ihn gewähren. „Wir müssen lernen, im Strafraum deutlicher mann- und weniger raumorientiert zu verteidigen“, sagt Falbo. Das sei noch ein großes Manko, aber auch der Unerfahrenheit der jungen Spieler geschuldet.

    SV Fellbach II: Bernhard – Holdinghausen, Brekalo (51. Elezi), Gutzeit, Schlipf – Knezevic (60. Luaka Kumbu), Matiqi, Zwaller (57. Di Piazza), Hasani (49. Ognjenovic) – Schwind (63. Saramati), Martinovic.

Weitere Themen