Der Bezirksligist SV Kornwestheim muss sich Phönix Lomersheim trotz langer Überzahl 1:3 geschlagen geben.
Die Serie von fünf ungeschlagenen Spielen in Liga und Pokal – darunter vier Siege – ist für Bezirksligist SV Kornwestheim am Sonntag geplatzt. Zuhause gegen den TSV Phönix Lomersheim hieß trotz langer Überzahl 1:3. „Wir hatten neben dem Tor nur eine hochkarätige Chance, als Pirmin Löffler den Ball an die Unterlatte köpft“, sagt Kornwestheims Trainer Roberto Raimondo.
Nur drei Tage nach dem berauschenden 7:0 beim TSV Schwieberdingen waren die Knochen der Akteure vielleicht zu müde – vor allem aber waren viele Knochen gar nicht erst mit dabei. „Mir haben zehn hochkarätige Spieler gefehlt, vor allem in der Kreativität- und Offensivabteilung hat man das gemerkt“, so Raimondo. Da half es auch kaum, dass der abstiegsbedrohte Gegner nach einem harten, unabsichtlichen Foul zu zehnt weiterspielen musste (38.). Zu diesem Zeitpunkt war Phönix längst verdient 1:0 vorne. Alex Waldhaus hatte sich von der Mittellinie stark durchgetankt und auf Tim Dettinger quergelegt, der einschob (15.).
Ausgleich per direktem Freistoß
Zwar kam der SV Kornwestheim kurz nach dem Platzverweis zum Ausgleich per Freistoß von Timo Plitzner (42.). Wirklich Schwung nahm das Heimteam aber nicht auf – oder konnte es an diesem Tag nicht. Um die Lage zu verbessern und die Überzahl besser zu nutzen, stellte Raimondo in der Pause auf einen Sechser und zwei Stürmer um. Auch das änderte am Geschehen aber nichts, sodass es bei der besagten Chance vom zur Pause eingewechselten Löffler blieb.
Anders auf der anderen Seite: Hier verwandelte Lomersheim im Nachschuss einen Strafstoß (84.), der laut Heimteam umstritten war – nachdem man zuvor selbst keinen Elfer zugesprochen bekommen hatte. „Steffen Scheck parierte zum wiederholten Mal einen Elfer, beim Nachschuss haben wir aber wieder gepennt. Das ärgert mich“, so Raimondo. Und: Als der Ball im Netz zappelte, schnappte ein Lomersheimer sich ihn – was Niklas Strehlow verhindern wollte, um schnell weiterspielen zu können. Weil er dem Gegner den Ball entreißen wollte, kassierte er Rot. In der Nachspielzeit, als der SVK alles nach vorne warf, markierte Tim Dettinger per Konter mit dem 3:1 noch sein drittes Tor und die Entscheidung. Dass Scheck im Anschluss nochmals einen Elfmeter parierte, ist dennoch bemerkenswert. SVK: Scheck – Oesterwinter, Strehlow, Altobelli, Kotsinas, Schwalb, Mira (68. Hartmann), Plitzner, Pechwitz (62. Mutschler), Schröder (87. Helfers), Buck (46. Löffler).