Fußball Bezirksliga SV Leonberg/Eltingen bleibt auf Kurs Landesliga

Rein ins Getümmel: Finlay Strahl (vo.) köpft, doch der Ball landet nicht im Tor – der SV Leonberg/Eltingen schlägt den FSV 08 II mit 3:2. Foto: Andreas Gorr

Der SV Leonberg/Eltingen feiert einen 3:2-Sieg über den FSV 08 Bietigheim-Bissingen II und profitiert von Ergebnissen der Konkurrenz. Rückschlag für die Spvgg Renningen im Kampf um den Klassenverbleib. Der TSV Merklingen bekommt drei Punkte geschenkt.

Mit dem fünften Sieg im sechsten Spiel des Jahres hat der SV Leonberg/Eltingen in der Fußball-Bezirksliga seine Chancen im Kampf um den Aufstieg zur Landesliga gewahrt. Eine Woche nach dem 3:3 im Gipfeltreffen bei Germania Bietigheim setzte sich der Tabellenführer gegen den FSV 08 Bietigheim-Bissingen II mit 3:2 durch.

 

Der SV vergrößerte den Vorsprung auf die Konkurrenten Schwieberdingen und Germania, die sich im direkten Duell die Punkte teilten. Härtester Verfolger ist der TV Aldingen, der durch einen späten Treffer zu einem 2:1-Sieg gegen TASV Hessigheim kam. Der Drei-Punkte-Vorsprung kann sich auf sechs Zähler verdoppeln, wenn der SV am Gründonnerstag sein Nachholspiel in Nussdorf gewinnt. Allerdings kann auch Hessigheim mit einem Heimsieg gegen Neckarrems nach Punkten noch mit Aldingen gleichziehen.

Gegen den FSV II dominierte der SV Leonberg/Eltingen die Partie von Beginn an, lag aber nach 24 Minuten durch den ersten Torschuss der Gäste 0:1 zurück. Marvin Hampel hatte auf der linken Abwehrseite ein unnötiges Foul begangen, der Freistoß von senkte sich als Bogenlampe über den in dieser Szene nicht gut aussehenden SV-Schlussmann Silas Herzer ins lange Eck. Elf Minuten später machte Hampel seinen Fehler aber gut, als er im Pressing einen Ball eroberte und auf Marco Seufert weiterleitete, der mit Tempo in den Gäste-Strafraum eindrang und zum 1:1 abschloss.

Fabian Hahlgans kommt in die Klinik

Bittere Minuten erlebten die Gastgeber kurz vor der Pause: Erst vergab Patrik Hofmann in einer 1:1-Situation die Chance zur Führung, dann pfiff der Unparteiische einen Foulelfmeter für die Gäste, nachdem ein Angreifer im Strafraum zu Fall gekommen war. Dieser fiel zudem noch so unglücklich auf den Fuß von Fabian Hahlgans, dass dieser kurzzeitig nicht ganz bei Bewusstsein war und mit einem Krankenwagen abtransportiert werden musste. Den Strafstoß verwandelte FSV-Kapitän Tim Reich zur 2:1-Führung für die Gäste.

Freistoß – Tor: Jubel beim SV über den Siegtreffer durch Pascal Nufer (2. v. re.) Foto: Andreas Gorr

Kurz vor der Halbzeit wendete sich das Schicksal: Zunächst sah Reich die Gelb-Rote Karte nach einem Zweikampf mit Patrik Hofmann. „Die muss man nicht geben, es sah fast nach einem Pressschlag aus“, befand SV-Trainer Robert Gitschier. Dann verwertete Julian Häusler in der Nachspielzeit eine Flanke von Pascal Nufer zum 2:2-Ausgleich, nachdem Seufert den Ball noch verpasst hatte. Für den hoch verdienten Siegtreffer sorgte schließlich Nufer in der 67. Minute, als er einen Freistoß aus 18 Metern unhaltbar in den linken oberen Winkel zirkelte.

Spvgg Renningen trifft einfach nicht

Eine bittere 0:1-Heimniederlage hat die Spvgg Renningen im Kampf um den Klassenverbleib gegen den SV Kornwestheim hinnehmen müssen, der vor der Partei noch in Reichweite gewesen war. „Ich kann meiner Mannschaft gar keinen Vorwurf machen, das war ein Spiel auf Augenhöhe“, erklärte Spvgg-Trainer Marcel Pfeffer. In der ersten Halbzeit waren die Gastgeber sogar spielbestimmend: Kaan Ekmen scheiterte zweimal am Pfosten des Kornwestheimer Tores, zudem wurden zwei Umschaltsituationen nicht gut ausgespielt. Philipp Sachs köpfte den Ball aus drei Metern über das SVK-Gehäuse, nachdem Ekmen sich bis zur Grundlinie durchgespielt hatte, die Flanke dann aber etwas zu hoch angesetzt hatte.

Anschauungsunterricht in Sachen Chancenverwertung gaben die Gäste in der 34. Minute: Nach einem Freistoß waren die Spvgg-Abwehrspieler nicht eng genug an ihren Gegnern, Georgios Kotsinas nutzte den Platz und verlängerte den Ball per Kopf in die Renninger Maschen zum 0:1. In der zweiten Hälfte wurde der Renninger Auftritt ungestümer, doch Ekmen hatte die Möglichkeit zum Ausgleich, legte sich aber den Ball zu weit vor. Allerdings ergaben sich auch mehrere Chancen für die Gäste, die Partie frühzeitig zu entscheiden. Auch diese wurden vergeben.

„Wir sind offensiv einfach immer noch zu grün hinter den Ohren“, haderte Pfeffer, der den Klassenverbleib noch nicht abgeschrieben hat. „Wir müssen jetzt schleunigst mal ein Spiel gewinnen, dann ist in dieser Liga auch mal ein kleiner Lauf drin“, gab er sich zuversichtlich.

Drei Punkte am Grünen Tisch

Der Rückstand auf den vorletzten Tabellenplatz ist auf fünf Zähler angewachsen, da der TSV Merklingen eigenes Zutun zu drei Punkten im Kampf um den Klassenverbleib kam. Gegner FV Dersim Sport Ludwigsburg sagte die Begegnung wegen Personalmangels ab. Damit wird die Partie mit 3:0 für den TSV Merklingen gewertet. „Mir wurde gesagt, Dersim hätte nur sieben Spieler aufbieten können“, erklärte TSV-Abteilungsleiter Pasqualino Altavilla, der auf enttäuschte Gesichter im Merklinger Team traf, als er der Mannschaft dies mitteilte. „Die Jungs waren heiß auf das Spiel“, meinte Altavilla.

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