Fußball Bezirksliga SV Leonberg/Eltingen macht Riesenschritt in Richtung Aufstieg

Dieses mal konnte der Schwieberdinger Schlussmann Tim Wenzel den TSV-Angreifer Dzanan Mehicevic (li.) stoppen – dennoch erzielte der TSV-Stürmer zwei Tore beim 5:2-Erfolg. Foto: Andreas Gorr

Der SV Leonberg/Eltingen gewinnt das Bezirksliga-Gipfeltreffen beim bisherigen Spitzenreiter TV Aldingen mit 3:1. Die Spvgg Renningen ist nach einem 3:5 bereits sicher abgestiegen.

Der SV Leonberg/Eltingen hat in der Fußball-Bezirksliga einen riesigen Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg gemacht. Die Mannschaft von Trainer Robert Gitschier setzte sich beim TV Aldingen im Gipfeltreffen mit 3:1 durch und steht drei Spieltage vor Schluss mit zwei Zählern Vorsprung auf dem Platz an der Sonne. „Jetzt haben wir es wieder in der eigenen Hand“, freute sich Gitschier.

 

Die Vorzeichen waren nicht gut, neben den gesperrten Marco Seufert und Jona Trefz fehlte Julian Häusler aus privaten Gründen. „Es war aber schon häufig so, dass es uns zusammengeschweißt hat, wenn es personell eng war“, meinte Gitschier, der sich für die Ersatzbank bei den Senioren bedient hatte.

In der ersten halben Stunde wogte die Partie hin und her, ohne dass ein Team zu einer guten Chance gekommen wäre. In der 37. Minute behauptete Patrik Hofmann den Ball nach einem Freistoß von der Mittellinie am gegnerischen Strafraum und legte auf Marvin Hampel ab, der aus 14 Metern trocken zum 1:0 ins Eck traf. Zur Beruhigung der Gäste trug es bei, dass Finley Strahl vier Minuten nach der Pause auf 2:0 erhöhte, als er nach einem langen Ball schneller als sein Gegenspieler war und TV-Keeper Tim Hoffmann mit einem Heber überwand.

Wieder Spitzenreiter: Jubel beim SV Leonberg/Eltingen Foto: Andreas Gorr

„Das hat Aldingen weh getan“, stellte Gitschier fest, der weiterhin eine starke Arbeit seiner Elf gegen den Ball sah. Nach 65 Minuten wurde es aber noch mal spannend, als die SV-Verteidiger nach einer Ecke nicht dicht genug am groß gewachsenen Roland Alaj waren und der zum 1:2 per Kopf verkürzte. Weitere Möglichkeiten ließen die Gäste jedoch nicht mehr zu, und als Marco Gritsch nach einem Foul an Strahl den Strafstoß zum 3:1 verwandelte (81.), musste der SV inklusive Nachspielzeit zwar noch 17 Minuten überstehen, ging aber am Ende als Gewinner vom Platz. „Wir mussten viel investieren, aber es hat sich gelohnt“, jubelte Gitschier.

Lebenszeichen des TSV Merklingen

Zurückgemeldet im Kampf um den Klassenverbleib hat sich der TSV Merklingen, dem mit einem fulminanten 5:2(4:0)-Heimerfolg gegen den TSV Schwieberdingen nach zwei unglücklichen Unentschieden zuletzt der erste Dreier unter Interimscoach Thorsten Talmon gelang. „Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt, dass wir heute dran sind“, erzählt Talmon, der die erste Halbzeit seiner Mannschaft als „herausragend“ betitelte. Der Sieg sei auch in dieser Höhe hochverdient. Einziges Manko sei gewesen, dass das Team in der ersten Hälfte noch zwei Großchancen habe liegen lassen.

Vorwärts TSV Merklingen: Thomas Wogh (re.) versucht, den Gegenspieler zu narren. Foto: Andreas Gorr

Die vier Treffer in der ersten Halbzeit resultierten alle aus schnellem Umschaltspiel der Gastgeber: Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte ging es mit zwei oder drei Kontakten nach vorne. Nach einem gewonnen Duell im Mittelfeld konnten die Offensivkräfte dann erfolgreich abschließen. Kai Woischiski eröffnete den Torreigen in der 10. Minute, Dzanan Mehicevic (25.) und Ioannis Savvoulidis (27.) erhöhten mit einem Doppelschlag auf 3:0, ehe Mehicevic per Foulelfmeter (33.) Saisontor Nummer 18 erzielte und für den 4:0-Halbzeitstand sorgte.

Der TSV Merklingen feierte den ersten Sieg unter Trainer Thorsten Talmon. Foto: Andreas Gorr

Dass die Merklinger trotz der klaren Führung nicht gefestigt waren, zeigte sich nach dem Gegentreffer (50.) durch einen abgefälschten Freistoß von Giuseppe Masso zum 1:4. „Da ging in den Köpfen wieder ein Film los“, kommentierte Talmon die folgende unruhige Viertelstunde seiner Elf. Erst das 5:1 durch Mustafa Avci (65.) nach einem weiteren Umschaltmoment sorgte für Ruhe. „Allerdings hat Schwieberdingen da sehr luftig verteidigt“, sagte Talmon. Das 5:2 (70.) durch einen Foulelfmeter von Fabio Morello war nur Ergebniskosmetik. „Wir waren in allen Belangen überlegen“, freute sich Talmon.

Au revoir Spvgg Renningen

„Im Moment fühle ich mich nur leer“, kommentierte Co-Trainer Kostas Mitroglou die 3:5-Niederlage der Spvgg Renningen bei Phönix Lomersheim, die den Wiederabstieg des Aufsteigers besiegelte. Nussdorf und Neckarrems sind bei drei ausstehenden Spielen neun Zähler entfernt, spielen aber noch gegeneinander, sodass ein Team noch punkten wird. Zum Verhängnis wurde den Renningern ihre Schwäche bei Standards. Dreimal (6., 16., 23.) übersahen die Gäste bei Eckbällen Phönix-Akteure am langen Pfosten, die für eine 3:0-Führung sorgten.

Kaan Ekmen nach einem Freistoß (30.) und ein Eigentor von Phönix-Keeper Yannik Jensen nach einer Serie von Eckbällen (35.) brachten Renningen zwar bis zur Pause auf 2:3 heran. Pascal Beisteiner (53.) mit seinem 16. Saisontor brachte die Gastgeber mit dem vierten Kopfballtreffer nach einer Ecke wieder mit zwei Toren in Front. Noa Geiger (76.) verkürzte nach einem langen Ball auf 4:3 und Giovanni D’Aiuto parierte einen Foulelfmeter der Gastgeber (81.). Doch Phönix machte mit dem fünften Kopfballtreffer nach einem Freistoß aus dem Halbfeld den Deckel drauf.

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