Fußball Bezirksliga SV Leonberg/Eltingen: Noch ein Sieg bis zum Aufstieg

Auf dem Weg zum zweistelligen Ergebnis: SV-Kapitän Marco Seufert (Mi.) trifft zum 6:1 für den Titelfavoriten gegen den FC Marbach. Foto: Andreas Gorr

Der SV Leonberg/Eltingen fertigt den FC Marbach mit 10:2 ab – und steht mit einem Bein in der Landesliga. Der TSV Merklingen holt im Kellerduell einen Punkt in Nussdorf.

Der SV Leonberg/Eltingen ist zwei Spieltage vor Saisonende weiter auf Kurs Aufstieg. Die Mannschaft von Trainer Robert Gitschier fügte dem um den Klassenverbleib ringenden FC Marbach eine 10:2-Klatsche zu und revanchierte sich damit für die erste Saisonniederlage im Hinspiel (0:1).

 

Da der TV Aldingen im Spitzenspiel beim TSV Schwieberdingen nicht über ein 2:2 hinauskam, ist Germania Bietigheim erster Verfolger mit drei Zählern Rückstand. Allerdings hat Leonberg ein um 24 Tore besseres Torverhältnis. Somit reicht dem SV ein Sieg aus zwei ausstehenden Spielen, um Aufstieg und Meisterschaft perfekt zu machen.

Die Torhungrigen: Finley Strahl (li.) und Marco Gritsch steuerten jeweils drei Treffer zum Kantersieg bei. Foto: Andreas Gorr

Bereits nach sieben Minuten erzielte Finley Strahl nach schönem Pass von Marvin Hampel die 1:0-Führung für den SV, auf den die Schillerstädter postwendend eine Antwort hatten und durch Luis Herre zum 1:1 (8.) trafen. „Das war schön herausgespielt, wir waren einen Tick zu spät dran“, lobte Gitschier den Gegner. Die Gäste agierten in der ersten Halbzeit über weite Strecken auf Augenhöhe, hatten aber das Pech, dass der Klassenprimus gnadenlos effizient war: Nochmals Strahl (27.), Marco Gritsch (32.) und Marco Seufert (40.) machten aus drei Chancen drei Tore zum 4:1-Halbzeitstand.

In der zweiten Hälfte baute der FC Marbach deutlich ab und kassierte sechs weitere Gegentreffer durch Gritsch (50., 60.), Seufert (55.), Strahl (62.), Axel Weeber (67.) und Julian Häusler (90.). Der 18. Saisontreffer von Nico Scimenes zum 9:2 (84.) war nur Ergebniskosmetik. „Wir haben im Hinterkopf gehabt, dass das Torverhältnis noch wichtig werden kann und deshalb auch in der zweiten Halbzeit weiter Gas gegeben“, erläuterte Gitschier, der hofft, dass seine Mannschaft den Aufstieg am Wochenende im letzten Heimspiel gegen den SV Salamander Kornwestheim klarmachen kann.

Julian Häusler (Mi.) setzte mit dem 10:2 den Schlusspunkt unter die torreiche Partie. Foto: Andreas Gorr

„Es wird sich zeigen, was dieser Punkt wert ist“, kommentierte Interimstrainer Thorsten Talmon das 0:0 seines TSV Merklingen im Duell beim Tabellennachbarn TSV Nussdorf. Zwei Spieltage vor Saisonende liegen die Merklinger noch auf dem ersten Abstiegsplatz, allerdings fehlen bis Platz neun nur vier Punkte. Voraussichtlich sechs Teams werden bis zum Schluss um den Klassenverbleib kämpfen müssen.

In Nussdorf hatten die Merklinger in der ersten Halbzeit leichte Vorteile. Hinten ließen sie nichts zu, vorne kamen sie zu drei Halbchancen. In der zweiten Hälfte verloren die Gäste aber den Zugriff aufs Spiel. „Bis zur 80. Minute war das eine schlechte Phase“, musste Talmon feststellen. Allerdings scheuten beide Teams das letzte Risiko und waren am Ende mit einem Punkt zufrieden. Der TSV Merklingen blieb damit in der vierten Begegnung in Folge ohne Niederlage, muss aber im nächsten Spiel auf Innenverteidiger Melvin Schöll verzichten, der in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte kassierte.

Spvgg Renningen trudelt aus

Viel Aufwand und kein Ertrag – so lautete zum wiederholten Mal das Fazit der Spvgg Renningen nach dem Auftritt bei TASV Hessigheim. In der ersten Halbzeit hielt das Schlusslicht, das nur mit einem 14er-Kader angereist war, die Partie über weite Strecken offen, kassierte jedoch nach einer Unachtsamkeit das 0:1 (38.). Die Gastgeber führten einen Freistoß an der Mittellinie schnell aus, die Flanke verwertete TASV-Torjäger Filippo Russo per Kopf zur Führung für seine Elf. „Da haben wir schlicht geschlafen“, meinte Spvgg-Abteilungsleiter Sven Heinkele.

Bei der Spvgg steht die Null: Lucas Perez hatte die größte Chance für ein Renninger Tor. Foto: Andreas Gorr

Die Renninger waren vom Rückstand nicht sehr beeindruckt und hatten nach der Pause zwei Topchancen zum Ausgleich. Doch Lucas Perez scheiterte in einer 1:1-Situation an TASV-Schlussmann Tom Reichert, Cedric Wurmbrand war in der gleichen Situation wie der Bielefelder Sarenren Bazee im Pokalfinale, schoss frei stehend aus fünf Metern sogar über das Tor. Effektivität legten hingegen die Gastgeber kurz darauf an den Tag: Nach einem Ballgewinn in der Renninger Hälfte schaltete TASV um, Russo erzielte Saisontreffer Nummer 26 zum 2:0 (53.). Acht Minuten später vertändelte die Spvgg den Ball 30 Meter vor dem eigenen Tor, diesmal vollendete Max Keller die Umschaltsituation zum 3:0. „Immerhin hat sich die Mannschaft nicht aufgegeben, das war alles in allem ganz ordentlich“, meinte Heinkele.

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