Fußball Bezirksliga SV Leonberg/Eltingen: Turbulentes 3:3 im Spitzenspiel

Zwei Torschützen im direkten Duell: Kapitän Marco Seufert (re.) erzielte das 3:2 für den SV Leonberg/Eltingen, Bence Nagy das 1:0 sowie das 3:3 für Germania Bietigheim. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Der Fußball-Bezirksligist aus Leonberg erkämpft sich im Gipfeltreffen bei Germania Bietigheim ein 3:3. Spvgg Renningen und TSV Merklingen hängen weiter im Tabellenkeller fest.

In der Fußball-Bezirksliga hat der SV Leonberg/Eltingen mit einem 3:3 beim Aufstiegskonkurrenten Germania Bietigheim seinen Drei-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze gewahrt. „Den Punkt nehmen wir mit, nachdem meine Mannschaft nach unglücklichem Beginn wieder große Moral gezeigt hat“, lobte Trainer Robert Gitschier seine Elf, die in der Anfangsphase von den Gastgebern überrollt wurde.

 

Zweimal spielten die Bietigheimer die SV-Abwehr mit schnellen Kombinationen aus und lagen nach zwei Minuten mit 2:0 vorne. „Da waren wir schlichtweg nicht auf der Höhe und haben die Anfangsphase komplett verschlafen“, musste Gitschier feststellen.

Wie schon so oft in dieser Saison ließ sich die Mannschaft von einem Rückstand nicht beirren und kam durch einen Standard zum Ausgleich: Patrik Hofmann traf nach einer Ecke von Marco Gritsch nach 20 Minuten per Kopf zum 1:2-Anschlusstreffer. „Das hat Bietigheim sichtbar beeindruckt“, freute sich Gitschier. Seine Mannschaft hielt das Tempo hoch und kam elf Minuten später durch Julian Häusler nach schöner Vorarbeit von Finley Strahl zum 2:2-Ausgleich.

Wiederum elf Minuten später profitierte Marco Seufert von einem Fehler eines Germania-Innenverteidigers, der sich bei einem Diagonalball von Joshua Trefz verschätzte. Der SV-Kapitän blieb vor Germania-Keeper Jens Krüger cool und überwand diesen mit einem Heber zum 2:3. Zur Pause stand es aber wiederum remis, weil die Gastgeber in der 44. Minute einen Einwurf schnell ausführten und aus leicht abseitsverdächtiger Position zum 3:3 ausglichen.

SV kann Überzahl nicht nutzen

In der zweiten Hälfte ließ das Tempo der Partie etwas nach, SV-Schlussmann Silas Herzer machte die einzige Möglichkeit für Germania in einer 1:1-Situation kurz vor Schluss in überragender Manier zunichte. Der SV Leonberg/Eltingen spielte dagegen einige Umschaltsituationen nicht gut aus und konnte eine Überzahl in den letzten acht Minuten nicht nutzen, nachdem ein Germania-Innenverteidiger Marco Seufert per Notbremse gestoppt und Rot gesehen hatte.

TSV Merklingen geht nach Rot unter

Zehn Tage nach der unglücklichen Niederlage im Bezirkspokal bei TASV Hessigheim war der TSV Merklingen bei der Wiederauflage des Duells in der Liga ohne Chance. Das 0:5 war die vierte Niederlage in Folge für die Blau-Weißen, die nunmehr auf dem ersten Abstiegsplatz stehen. „Vielleicht muss ich mich selbst hinterfragen, ob ich der Mannschaft noch den richtigen Input geben kann“, deutete der enttäuschte Trainer Gianluca Crepaldi an. Dass die Niederlage verdient war, zweifelte er nicht an, doch die Art und Weise ärgerte ihn wieder einmal.

Mit entscheidend war eine Rote Karte gegen Jakob Wehl (69.) beim Stand von 1:0. „Er trifft zwar den Gegner im Zweikampf, der aber exakt die gleiche Bewegung macht, und es war Jakobs erstes Foul“, haderte Crepaldi mit der Entscheidung des Schiedsrichters. In Unterzahl hatten die Gäste dem Tabellenvierten nicht mehr viel entgegenzusetzen. In der 72. Minute erhöhte Hessigheim auf 2:0, vier Minuten später per Kopfball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld dann zum 3:0.

Nach dem gleichen Muster fiel das 4:0 in der 80. Minute: Diesmal konnte TSV-Keeper Zelijko Belecan einen Kopfball nach einem Freistoß noch parieren, der Abpraller landete im Tor. Den Schlusspunkt setzte Filippo Russo in der Schlussminute per Handelfmeter und baute die Führung in der Torjägerliste mit seinem 17. Saisontor aus. Bis zur Roten Karte waren die Gäste nur 0:1 zurückgelegen, nachdem Thomas Wogh in der 22. Minute einen Flankenball unterlaufen hatte.

Spvgg Renningen nicht effektiv

Schlusslicht Spvgg Renningen hat den Schwung nach dem 2:0-Erfolg in Nussdorf nicht mitnehmen können und unterlag zu Hause der Spvgg Besigheim mit 1:3. „Es war eine unnötige Niederlage, aber wir sind einfach offensiv nicht zwingend genug“, bemängelte Spvgg-Trainer Marcel Pfeffer. Noa Geiger hatte die Führung für sein Team auf dem Fuß, scheiterte aber im 1:1-Duell am Besigheimer Schlussmann Leon Buchholz (3.). „Eine Führung hätte uns gut getan“, war sich Coach Pfeffer sicher.

Keine Chance für die Spvgg Renningen: Kaan Ekmen (li.) setzt sich ein. Foto: Andreas Gorr

Stattdessen gingen die Gäste nach 26 Minuten durch einen abgefälschten Schuss von der Strafraumkante in Führung, nachdem die Spvgg-Abwehr einen Eckball zu kurz abgewehrt hatte. Da Kaan Ekmen die Chance zum Ausgleich liegen ließ, ging Besigheim mit dem 1:0 in die Pause. Diese baute Torjäger Dominik Wolter mit seinem 15. Saisontor auf 2:0 aus (56.), nachdem Cedric Wurmbrand am eigenen Strafraum ein Hacken-Pass misslungen war. Renningen kam nach 76 Minuten zwar noch auf 1:2 heran, als ein Besigheimer nach einem langen Ball im Kopfballduell den eigenen Keeper überwand. Doch gegen die aufgerückte Spvgg traf der Sekunden zuvor eingewechselte Dominik Wolter in der Nachspielzeit zum 1:3. „Die nächsten drei Partien werden für uns richtungsweisend“, mahnte Coach Pfeffer.

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