Fußball-Bezirksliga TSV Dagersheim bindet seine Trainer auch für die nächste Saison an sich

Marco Bernhardt und Tim Lehle (v. li.) stehen auch kommende Saison an der Seitenlinie des TSV Dagersheim. Foto: Stefanie Schlecht

Der drohende Abstieg des TSV Dagersheim in die Fußball-Kreisliga A, Staffel III, hat keine Auswirkungen auf die Besetzung der Trainerstelle. Das Duo bleibt auf jeden Fall an Bord.

Der TSV Dagersheim, Tabellenvorletzter der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen, geht mit den gleichen Trainern in die kommenden Spielzeit 2026/27. Tim Lehle und Marco Bernhardt genießen das Vertrauen der Vereinsführung.

 

„Wir hatten mit beiden ein gutes und konstruktives Gespräch“, berichtet Spielleiter Fabian Conforti. „Dabei haben wir einige Hintergründe beleuchtet und uns gefragt, woran es liegt, dass wir Vorletzter sind.“ Die Antwort war schnell gefunden: „Die Verletztenmisere hat uns sehr getroffen. Einige Stammspieler sind ausgefallen. Auch von den Neuzugängen waren mehrere verletzt oder haben noch Zeit gebraucht, um sich an die Bezirksliga zu gewöhnen. Wir haben uns nicht wie notwendig in der Breite verstärkt.“

Lernprozess für den TSV Dagersheim in der Fußball-Bezirksliga

Hinzu kam natürlich auch der Lernprozess eine Klasse höher. „Das Potenzial ist vorhanden, die Trainer brennen für diese Aufgabe und erreichen die Mannschaft“, ist das bestehende Duo für Conforti weiterhin die Wunschlösung des Vereins.

Lehle wiederum musste nicht lange überlegen. „Für Marco und mich stellte sich gar nicht die Frage, ob wir weitermachen sollen oder nicht.“ In den Vorsaisons sei es sehr gut gelaufen, nur im vergangenen halben Jahr nicht. „Wir wissen, was die Mannschaft kann, und gehen den Weg gemeinsam.“

Beim Auftakttraining nach der Winterpause gaben mehrere Verletzte grünes Licht für den Wiedereinstieg. So stehen die beiden Keeper Tobias Widmaier und Marco Malz wieder zur Verfügung, auch Labinot Dodoli hat seine Probleme auskuriert. Kapitän Yannick Dannecker ist auf dem Weg der Besserung.

Nach neun Niederlagen in Serie – der letzte Punktgewinn datiert vom 5. Oktober mit einem 3:1 gegen Schlusslicht VfL Oberjettingen – ist der Klassenerhalt angesichts von neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz, den momentan der SV Nufringen mit einem ausgetragenen Spiel weniger belegt, eine große Herausforderung. „Wenn wir gegen Nufringen gewinnen, sind es nur noch sechs Punkte Rückstand“, rechnet Lehle vor. Allerdings geht es gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf erst Mitte April.

Nach einem halben Jahr beim GSV Maichingen ist Lars Kristoffersen (re.) zurück beim TSV Dagersheim. Foto: Eibner/Lars Neumann

Die ersten Gegner in der am 1. März beginnenden Rückrunde heißen ASV Botnang, SV Vaihingen und TSV Jahn Büsnau – allesamt Teams aus der oberen Tabellenhälfte. „Wir werden alles dafür tun, dass wir von Anfang an punkten und dabei ein anderes Gesicht zeigen“, verspricht Lehle.

„Der Spaß und die Leichtigkeit kehrten bei den Hallenturnieren zurück“, hat Conforti festgestellt. In Aidlingen wurden die Kicker „Dagersheim Lions“ Sieger, bei der Sindelfinger Hallengala erreichten sie die Endrunde, in der gegen die SV Böblingen und SpVgg Holzgerlingen zu viele Geschenke verteilt wurden. „So lange es rechnerisch möglich ist, glauben wir daran“, betont Conforti, der Rückkehrer Lars Kristoffersen nach einem halben Jahr beim GSV Maichingen wieder im Waldstadion begrüßen kann, während sich Sommerneuzugang Evangelos Lioliakis dem GFV Ermis Metanastis Stuttgart angeschlossen hat.

Einen ersten Gradmesser, wie es derzeit um den TSV Dagersheim bestellt ist, liefert am Sonntag das Wiedersehen mit der SV Böblingen in einer Vorbereitungspartie. Die weiteren Testspielgegner sind GSV Maichingen II, TSV Kuppingen, TSV Waldenbuch und KSC Sindelfingen. Drei von vier Teams spielen in der Kreisliga A, aus welcher der TSV Dagersheim im Sommer erst ungeschlagen aufgestiegen war.

Weitere Themen