Fußball Bezirksliga TSV Heimsheim feiert goldenes Tor von Vincenzo Dimarco

Verfolgungsjagd im Mittelfeld: Heimsheims Kapitän Tim Widmaier (re.) geht auf Tuchfühlung mit Tom Schneider vom SV Kornwestheim Foto: Baumann/Alexander Keppler

Fußball-Bezirksligist TSV Münchingen unterliegt beim Verfolger Spvgg Besigheim mit 1:2. Der TSV Heimsheim siegt in Kornwestheim und jubelt über den fünften Sieg in Folge.

Der Tabellenzweite TSV Münchingen hat am 13. Spieltag der Bezirksliga einen Zähler auf den Spitzenreiter Germania Bietigheim verloren. Der Klassenprimus kam beim FV Löchgau II nicht über ein 1:1 hinaus, die Münchinger wussten dies aber nicht auszunutzen, da sie beim Tabellenfünften Spvgg Besigheim mit 1:2 unterlagen.

 

Es war vier Wochen nach dem 0:5 in Kornwestheim die zweite Saisonniederlage für den TSV Münchingen, der nunmehr drei Zähler Rückstand auf den Platz an der Sonne hat. „Die Niederlage geht in Ordnung, wir haben nicht unseren besten Tag erwischt“, erwies sich TSV-Trainer Sahin Üste als fairer Verlierer.

Fairer Verlierer: TSV-Trainer Sahin Üste räumte ein, dass die Spvgg Besigheim zurecht gewonnen hatte. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Nur 20 Minuten lang gelang es den Gästen, die Begegnung auf Augenhöhe zu gestalten. Egonit Avduli brachte die Münchinger mit einem direkt von der Strafraumkante verwandelten Freistoß nach 20 Minuten in Führung. „Anschließend haben wir aber völlig unsere Spielkultur verloren“, bemängelte TSV-Coach Üste. Anstatt selbst aus Ballbesitz Möglichkeiten zu kreieren, habe man das Spielgerät dem Gegner überlassen. „Das Spiel gegen den Ball ist aber nicht so ganz unsere Sache“, meinte der Trainer. Schon in der ersten Halbzeit habe sich angedeutet, welche Richtung die Partie nehmen werde. „Wir haben die beiden Sechser von Besigheim nicht in den Griff gekriegt“, musste er feststellen.

TSV arbeitet schlecht gegen den Ball

Trotz dreier personeller Wechsel änderte sich der Spielverlauf nicht, und nach 64 Minuten führte ein schwerer Abwehrpatzer zum Ausgleich: Nach einer Ecke segelte der Ball an Freund und Feind vorbei durch den Fünfmeterraum, Adam Juhasz hatte beim Kopfball das bessere Timing als sein Gegenspieler und nickte zum 1:1 ein.

Noch passiver verhielt sich die TSV-Defensive beim 2:1-Siegtreffer für Besigheim in der 75. Minute. Die Gastgeber hatten schnell umgeschaltet, ein Spvgg-Stürmer stand frei vor TSV-Keeper Fabio Dos Santos Loureiro. Dieser wehrte den ersten Schuss mit einem Reflex ab, den Nachschuss klärte Wissam Aouadi auf der Torlinie. Im dritten Versuch brachte Massalah Cihanoglu den Ball dann im Tor unter. „Da haben wir schlecht nach hinten gearbeitet“, kritisierte Sahin Üste. Besigheim sei auch in der Folge bissiger gewesen und habe sich den Sieg verdient.

Fünfter Sieg in Folge für TSV Heimsheim

Den dritten Tabellenplatz untermauerte der zweite Aufsteiger TSV Heimsheim, dem mit einem 1:0 beim SV Salamander Kornwestheim der fünfte Sieg in Folge und der vierte ohne Gegentor gelang. „Das war ein hartes Stück Arbeit, die Partie hätte in beide Richtungen ausgehen können“, gab TSV-Trainer Oliver Kudera offen zu. Für das goldene Tor sorgte in der 76. Minute der aufgerückte Innenverteidiger Vincenzo Dimarco per Kopf am langen Pfosten nach einem zu kurz abgewehrten Eckball und einer erneuten Flanke von Tim Widmaier.

Murat Gündüz (li./gegen Marco Schwalb) sah kurz vor Schluss nach einem Foul die Rote Karte. Foto: Baumann/Alexander Keppler

In der ersten Hälfte hatten die Kornwestheimer etwas mehr vom Spiel, die beste Möglichkeit hatte aber Heimsheim in Person von Max Hermann bei einem Pfostenschuss (27.). Nach 48 Minuten war das Alu-Pech ausgeglichen, als Gianluca Altobelli für Kornwestheim die Latte traf. In der Nachspielzeit hielt Mehmet Gündüz, der während der gesamten Partie stark gespielt hatte, den Sieg für Heimsheim fest, als er eine Direktabnahme aus 13 Metern aus dem linken unteren Toreck fischte. Wermutstropfen für die Gäste: Murat Gündüz kassierte nach einem harten Tackling gegen einen Kornwestheimer kurz vor Schluss die Rote Karte.

Sieg in letzter Sekunde für TSV Merklingen

Einen wichtigen Last-Minute-Sieg feierte der TSV Merklingen mit dem 2:1-Erfolg beim TSV Schwieberdingen. Damit verbesserten sich die Merklinger auf den elften Tabellenplatz, der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist aber nach wie vor gering. „Auch wenn der Siegtreffer spät gefallen ist, sind die drei Punkte nicht unverdient“, meinte TSV-Trainer Uwe Eberhard. Auf dem immer seifiger werdenden Rasenplatz hatten die Gastgeber in der ersten Hälfte mehr vom Spiel, die beste Möglichkeit hatte aber der TSV Merklingen: Kai Woischiski schoss in einer Eins-gegen-eins-Situation vor dem Schwieberdinger Schlussmann Steffen Weber über das Tor.

Robin Kapp (hi.) erzielte in der Nachspielzeit das 2:1 für den TSV Merklingen und sicherte die drei Punkte. Foto: Andreas Gorr

Besser machte es in der 44. Minute Piero Stampete, Schwieberdingens langjähriger Torjäger traf nach einem Steckpass frei vor TSV-Keeper Adis Krak zur 1:0-Pausenführung. In der zweiten Halbzeit erspielten sich die Gäste mehr Möglichkeiten und kamen in der 66. Minute zum Ausgleich: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld legte Semir Hodzic den Ball per Kopf in den Fünfmeterraum, Dzanan Mehicevic musste ihn in Mittelstürmermanier nur noch über die Linie drücken.

Joker Robin Kapp sticht

Mangels offensiver Alternativen wechselte Coach Eberhard in der Schlussphase den gelernten Innenverteidiger Robin Kapp ein, der in der Nachspielzeit zum Matchwinner wurde: Im Duett zweier Joker verlängerte er den Ball nach einer Flanke von Rene Renz per Kopf zum 2:1-Siegtreffer unhaltbar für Weber in die lange Ecke.

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