Fußball Bezirksliga TSV Münchingen 2.0 ist zu schwach für die Liga
Fußball-Bezirksligist TSV Münchingen kassiert mit der einstigen Reserve ein 0:5 in Bietigheim. Der TSV Heimsheim nimmt beim FV Löchgau II mit 6:1 Revanche.
Fußball-Bezirksligist TSV Münchingen kassiert mit der einstigen Reserve ein 0:5 in Bietigheim. Der TSV Heimsheim nimmt beim FV Löchgau II mit 6:1 Revanche.
Der TSV Münchingen ist im zweiten Spiel unter Interims-Trainer Martin Haußer mit der harten Bezirksliga-Realität konfrontiert worden. Das bisherige Kreisliga-Team des TSV, das nach der Trennung von Trainer Sahin Üste und der kompletten Mannschaft zur neuen ersten Mannschaft aufgestiegen ist, unterlag beim spielstarken Tabellenvorletzten Croatia Bietigheim nach schwacher zweiter Halbzeit mit 0:5 (0:1).
Der TSV 2.0 ist zu schwach für die Liga. „Heute hat man gesehen, dass wir nicht mithalten können, wenn wir nicht an unsere Grenze gehen oder darüber hinaus“, räumte Coach Haußer ein. Croatia habe spielerisch dagegen gehalten und sei von Härte und Mentalität her überlegen gewesen.
In der ersten Hälfte hatten die Münchinger die Begegnung noch offen gestalten können. „Wir haben die Räume gut zugestellt und selbst zwei gute Möglichkeiten zu Toren gehabt“, erklärte Martin Haußer. Zur Pause lagen allerdings die Gastgeber vorne, nachdem der TSV den Ball im Spielaufbau verloren hatte und Marko Turkovic nach einem langen Ball frei vor dem Münchinger Tor zum 1:0 vollenden durfte (16.). Daniel Divkovics Treffer zum 2:0 fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff zog dem TSV den Stecker.
Acht Minuten später erhöhte Divkovic mit einem Freistoß aus 17 Metern zum 3:0. Geradezu skurril war der Treffer zum 4:0 durch Louis März (68.): Nach einem Freistoß in der Nähe der Eckfahne trudelte der Ball im Münchinger Strafraum durch zahlreiche Beine von Freund und Feind und landete im langen Eck. Adrian Andric sorgte neun Minuten vor dem Abpfiff für das 5:0.
Böse unter die Räder kam auch der TSV Merklingen, der bei TASV Hessigheim ebenfalls 0:5 verlor. „Wir haben uns auf dem Hessigheimer Rasenplatz sehr schwer getan, der Sieg geht in dieser Höhe in Ordnung“, gab TSV-Trainer Uwe Eberhard zu. In der zehnten Minute verhinderten die Gäste eine Flanke nicht, Janik Egger vollendete zum 1:0. Elf Minuten später verlor Merklingen den Ball in der eigenen Hälfte, Fabian Streicher nutzte dies mit einem Sonntagsschuss zum 2:0. Zum 3:0 (39.) leistete die TSV-Defensive unfreiwillig Vorarbeit, als sie den Ball vom langen Pfosten wieder ins Zentrum beförderte und Egger der zweite Treffer gelang. Den dritten zum 4:0-Pausenstand erzielte der Stürmer kurz vor dem Halbzeitpfiff, als sich die TSV-Defensive nicht einig war.
Merklingen hatte eine Doppelchance zum Anschlusstreffer, als Dzanan Mehicevic nach einem Steckpass an TASV-Schlussmann Tom Reichert scheiterte und der Nachschuss von Thomas Wogh geblockt wurde. „Ich glaube aber nicht, dass der Anschlusstreffer dem Spiel eine Wende gegeben hätte“, meinte Eberhard, der stattdessen ansehen musste, wie Björn Rewitzer nach einem Eckball per Kopf zum 5:0 traf (57.). „Danach ging es nur noch um Schadensbegrenzung, Hessigheim hätte höher gewinnen können“, meinte Eberhard. Unrühmliche Zugabe zur Pleite war die Rote Karte gegen Mehmet Onmaz, der mit gestrecktem Bein in den Gegenspieler gegangen war (70.).
Als das schlechteste Spiel der Hinrunde hatte Trainer Oliver Kudera den Auftritt seines TSV Heimsheim gegen den FV Löchgau II (1:2) in Erinnerung. Im Rückspiel nahm der Aufsteiger Revanche und setzte sich vollauf verdient beim FV II mit 6:1 durch. „Langsam kommt bei uns die Selbstverständlichkeit zurück, die uns in der Hinrunde zu unserer Siegesserie geführt hat“, freute sich Kudera über den zweiten Dreier in Folge nach drei Spielen ohne Sieg zu Beginn der Rückrunde.
Tim Widmaier brachte Heimsheim nach einem Doppelpass mit Heiko Krannich mit seinem zehnten Saisontor in Führung (12.). Winter-Neuzugang Robin Kuhn erhöhte auf 2:0 (26.), als er den Ball nach einer Flanke von Max Hermann gegen die Laufrichtung von FVL-Keeper Tim Reimer im Tor unterbrachte. Dass Kudera in der Halbzeit lauter wurde, lag daran, dass sein Team bis zur Pause mehrere Großchancen ungenutzt ließ. „Da müssen wir zielstrebiger sein, mit einem dritten Treffer zur Pause hätten wir den Sack zumachen können“, monierte er.
So dauerte es bis zur 60. Minute, ehe der Treffer von Lino Widmaier fiel, der zu Saisontor Nummer 17 einnetzte. Lucca Grau erhöhte kurz darauf mit einem Freistoß zum 4:0. Dass die Gastgeber in diesem Bereich auch Qualitäten haben, bewies Fabijan Spaqi, als er einen ruhenden Ball aus 20 Metern in den Winkel setzte. Mike Martin stellte den Vier-Tore-Vorsprung wieder her, Tim Widmaier sorgte für den 6:1-Endstand (82.).