Fußball Bezirksliga TSV Münchingen holt Remis mit runderneuerter Mannschaft

Der TSV Münchingen und der SV Pattonville trennten sich 2:2: TSV-Torschütze Tamino Filipaj (li.) versucht, SV-Spieler Arbnor Ahmeti zu entwischen. Foto: Baumann/Hansi Britsch

Der TSV Heimsheim setzt sich im Derby beim TSV Merklingen mit 3:1 durch. Der TSV Münchingen trennt sich im ersten Spiel nach dem Aus von Trainer Sahin Üste mit 2:2 vom SV Pattonville.

Nach zwei Niederlagen und zwei Unentschieden hat der TSV Heimsheim im fünften Rückrundenspiel den ersten Dreier eingefahren. Der Aufsteiger setzte sich nach dem 6:2-Kantersieg im Hinspiel auch im Rückspiel beim TSV Merklingen verdientermaßen mit 3:1 (3:0) durch.

 

„Wir haben die Partie in der ersten Halbzeit verloren, weil bei uns Grundtugenden wie Zweikampfführung und Laufbereitschaft nicht gepasst haben“, räumte Merklingens Coach Uwe Eberhard nach dem Schlusspfiff ein. Heimsheims Trainer Oliver Kudera stimmte dem vollkommen zu. „Die erste Halbzeit war absolut top von uns – vor allem, wenn man bedenkt, dass wir am Donnerstagabend und damit keine 72 Stunden zuvor das Nachholspiel bei Germania Bietigheim bestritten haben“, erläuterte er.

TSV Heimsheim dominiert vor der Pause

Bei der 1:0-Führung für die Gäste (7.) leistete die Merklinger Defensive tatkräftig Mithilfe: Bei einem Eckball übersahen die TSV-Abwehrspieler den Heimsheimer Innenverteidiger Vincenzo Demarco, der am langen Pfosten zum 0:1 einköpfen durfte. Beim 0:2 nach 20 Minuten leisteten die Merklinger abermals die Vorarbeit: Ein eigener Einwurf landete in den Füßen von Tim Widmaier, der auf die letzte Abwehrreihe der Gastgeber zulief und den neunten Saisontreffer erzielte.

Auch dem dritten Heimsheimer Treffer wenige Sekunden vor der Halbzeit ging ein Merklinger Einwurf voraus: In der Vorwärtsbewegung verloren die Gastgeber den Ball, der auf Lino Widmaier weitergeleitet wurde, welcher mit seinem 16. Saisontreffer den 0:3-Pausenstand erzielte. Fast wäre nach dem Wiederanpfiff das 0:4 gefallen, doch eine Bogenlampe der Heimsheimer landete am Aluminium. In der Folge fanden die Merklinger besser in die Partie und verkürzten auf 1:3 (53.): Nach einem tiefen Ball auf Emmanuel Garcia traf dieser aus 16 Metern zum einzigen Treffer für die Gastgeber.

Sehr unzufrieden mit der Leistung seines TSV Merklingen in der ersten Hälfte: Trainer Uwe Eberhard Foto: Andreas Gorr

„Normalerweise hält Mehmet Gündüz so einen Ball“, meinte Oliver Kudera, der in der Folge bangte, dass seine Elf nicht den Anschlusstreffer hinnehmen musste. Doch ein indirekter Freistoß für Merklingen am Fünfmetereck nach einem unerlaubten Rückpass landete in der Heimsheimer Mauer und TSV-Torjäger Dzanan Mehicevic setzte das Spielgerät nach einem Chipball aus 15 Metern knapp am Heimsheimer Tor vorbei.

Laufduell: Robin Kapp (li.) vom TSV Merklingen gegen den Heimsheimer Kevin Kemmler (Mi.) Foto: Andreas Gorr

„In der letzten Viertelstunde haben uns die Körner gefehlt“, stellte Heimsheims Coach Kudera fest. Allerdings verhinderte Merklingens Schlussmann Adis Krak in der zweiten Hälfte auch den vierten Heimsheimer Treffer, als er nach einem Freistoß glänzend reagierte. „Es war ein wirklich gutes Bezirksligaspiel und der Beweis dafür, dass Derbys auch völlig fair ausgetragen werden können“, zeigte sich Kudera nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden.

Ordentlicher Neustart beim TSV Münchingen

Der TSV Münchingen hat im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Sahin Üste ein 2:2 (1:1) gegen den SV Pattonville erreicht. Da mit dem Coach auch die komplette erste Mannschaft den Verein verlassen hatte, zog der TSV sein Kreisliga-Team eine Klasse höher, das bis zum Saisonende vom stellvertretenden Abteilungsleiter Martin Haußer betreut wird. „Es war ein tolles Spiel für den Auftakt, und das Ergebnis geht in Ordnung“, zeigte sich der Interimscoach zufrieden.

Nach 13 Minuten geriet der TSV durch eine unglückliche Aktion in Rückstand: Ein Münchinger Verteidiger ließ sich durch einen aus dem Abseits kommenden Gegenspieler irritieren, Tobias Uhse nutzte die Verwirrung aus und traf mit einem Fernschuss zum 0:1. Dass die bisherigen Kreisliga-Kicker auch in der Bezirksliga schöne Spielzüge gestalten können, bewiesen sie in der 38. Minute: Nach einer Kombination wurde der Ball von der rechten Seite geflankt. Tamino Filipaj traf am langen Pfosten zum 1:1, nachdem sowohl der SVP-Keeper als auch ein Verteidiger den Ball verpasst hatten.

Der neue Trainer des TSV Münchingen: Martin Haußer Foto: Baumann/Hansi Britsch

Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff spielte Steffen Butz seine Schnelligkeit auf rechts aus, entwischte dem Gegenspieler und vollendete zur 2:1-Führung für die Gastgeber. Ein Abwehrfehler führte zum 2:2 (67.): Bei einem Eckball verlor ließ die TSV-Defensive Emrah Akpolat aus den Augen, der am langen Pfosten vollenden konnte. Den Siegtreffer verpasste Marcel Gans, der nach einem Missverständnis zwischen dem SVP-Schlussmann und einem Verteidiger an den Ball kam, diesen jedoch am leeren Tor vorbei setzte. „Die Jungs hatten viel Spaß und wollen zeigen, dass sie in dieser Klasse mithalten können“, blickte Haußer voraus.

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