Fußball Bezirksliga TSV Münchingen ist am Ende des Traumes

(Fast) alle Münchinger Akteure gegen einen Kicker des SV Perouse: Daniel Gäckle (Mi.) kommt dennoch zum Schuss. Foto: Andreas Gorr

Das 2:1 bei der Spvgg Warmbronn nützt dem Bezirksligisten nichts mehr – Relegation ade. Beim SV Leonberg/Eltingen brilliert Ennio Ohmes mit fünf Toren.

In der Fußball-Bezirksliga sind so gut wie alle Entscheidungen über Auf- und Abstieg gefallen. Lediglich der Relegationsplatz ist noch nicht vergeben, auf diesen könnte theoretisch auch der SV Perouse zurückrutschen. Allerdings ist dies angesichts von drei Punkten Vorsprung auf den TSV Nussdorf und den FV Löchgau II und einer um sechs beziehungsweise zehn Treffern besseren Tordifferenz unwahrscheinlich. „Wir wollen uns auf keine Rechenspiele einlassen, sondern einfach in Bietigheim gewinnen“, stellt SV-Trainer Erkan Karaca klar.

 

Es bedurfte allerdings einiger Mühen und guter Nerven, ehe die komfortable Ausgangslage für den SV Perouse dank des 2:1-Heimerfolges über den TSV Nussdorf gesichert war. Erst in der 88. Minute verwertete Adrian Thaqi nach einer schönen Kombination eine der zahlreichen Chancen zum verdienten 2:1-Sieg. Ramiz Pnishi hatte seine Elf bereits nach drei Minuten nach einer Ecke per Kopf mit 1:0 in Führung gebracht. Nussdorf kam in der 18. Minute zum 1:1-Ausgleich, nachdem der SV in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren und Keeper Flamur Gashi beim Schuss von Samuel Grözinger keine gute Figur gemacht hatte. „Danach hat sich Nussdorf nur hinten reingestellt und auf den Punkt gehofft“, meinte Karaca.

Eine Hoffnung ist auch beim TSV Münchingen geplatzt: auf den Aufstieg via Relegation. Obwohl der TSV seine Pflicht mit einem 2:1-Erfolg bei der Spvgg Warmbronn erfüllte, bleibt der Rückstand auf Rang zwei vor dem letzten Spieltag bei vier Punkten, da auch der GSV Pleidelsheim das Spitzenspiel beim Tabellenvierten Phönix Lomersheim mit 4:3 gewann. „Glückwunsch nach Pleidelsheim und viel Erfolg in der Relegation“, wünschte Münchingens Co-Trainer Heiko Wieland und zeigte sich als fairer Verlierer. „Wir haben Rang drei gesichert“, hob er den positiven Aspekt des Derbyerfolges hervor.

Dieser war überaus glücklich, wie auch Wieland unumwunden einräumte. „Bei uns waren Köpfe und Beine schwer“, stellte er fest. Die bereits seit Wochen als Absteiger feststehenden Warmbronner scheiterten wieder einmal an ihrer kläglichen Chancenverwertung. Frederik Kindler brachte die Gastgeber in der 13. Minute nach einer schönen Kombination in Führung, doch schon im Gegenzug kassierte die Spvgg nach einer Spielverlagerung der Münchinger den 1:1-Ausgleich durch Yannick Kansy. Mit einem schnellen Umschaltmoment brachte Stürmer Benjamin Hamann die Gäste in der 28. Minute in Führung. In der Folge mutierte die Begegnung zu Einbahnstraßen-Fußball in Richtung des TSV-Gehäuses, doch die Spvgg ließ selbst 1:1-Situationen ungenutzt.

Ennio Ohmes gibt die Richtung vor

Die letzten theoretischen Zweifel am Klassenverbleib beseitigte der SV Leonberg/Eltingen mit einem fulminanten 8:2-Sieg beim Absteiger AKV B.G. Ludwigsburg, der zuletzt immer wieder mit überraschenden Ergebnissen hatte aufhorchen lassen. Gegen den SV war der nur 13 Spieler umfassende Kader der Gastgeber jedoch hoffnungslos überfordert. Lediglich nach dem 1:1-Ausgleich (13.) nach der schnellen Führung durch Marco Gritsch (5.) musste SV-Coach Benjamin Schäffer kurz bangen. Doch vier Minuten später gab Ennio Ohmes mit dem 2:1 die Richtung des Spiels vor. Mit vier weiteren Treffern avancierte der SV-Stürmer zum Abwehrschreck für AKV B.G. „Mit entsprechender Konsequenz hätten wir heute zweistellig gewonnen, AKV hatte irgendwann resigniert“, meinte Schäffer.

SV Gebersheim verliert spät

Beim als Absteiger feststehenden SV Gebersheim sieht Trainer Björn Wenninger die letzten drei Heimspiele der Saison als Vorbereitung für die neue Kreisliga-Spielzeit. Nach dem 0:2 vergangene Woche gegen Lomersheim gab es mit dem 2:3 gegen Benningen die zweite Niederlage. „Es war dennoch ein sehr ansehnliches Spiel zweier Mannschaften, für die es sportlich um nichts mehr ging“, zeigte sich Wenninger zufrieden. Orhan Tekin hatte das 0:1 (10.) mit zwei Treffern (11., 60.) in eine 2:1-Führung gedreht, doch die Gäste wussten noch zweimal (72., 82.) nachzulegen. „Benningen hat stark an der Abseitskante an der letzten Kette gespielt. Aber der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen“, waren Wenningers Beobachtungen.

TSV Heimsheim schlägt sich wacker

Mit einem achtbaren 0:3 gegen den TV Aldingen verabschiedete sich das abgeschlagene Schlusslicht TSV Heimsheim im letzten Heimspiel von seinem Publikum. Bis zur 71. Minute hielt der TSV hinten die Null, dann führten drei haarsträubende Fehler im Spielaufbau noch zu drei Gegentoren. „Den jungen Spielern hilft es, wenn wir nicht schon früh hoch zurückliegen. Aber wenn man vorne nicht trifft, unterlaufen einem meistens hinten dann unnötige Fehler“, meinte TSV-Coach Erkan Kilic.

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