Fußball-Bezirksliga Türk SV Herrenberg könnte SpVgg Holzgerlingen einen Gefallen tun
Der Türk SV Herrenberg kämpft in der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen weiterhin gegen den Abstieg. Nun wartet mit dem Tabellenzweiten ein harter Brocken.
Der Türk SV Herrenberg kämpft in der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen weiterhin gegen den Abstieg. Nun wartet mit dem Tabellenzweiten ein harter Brocken.
Mit vier Spielen bereits am Donnerstagabend, davon drei mit Beteiligung von Teams aus dem Kreis Böblingen, wird der drittletzte Spieltag der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen eingeläutet, weil das DFB-Pokalfinale mit dem VfB Stuttgart die Kader der Vereine dezimiert.
Beim Sechstletzten TSVgg Münster mus der VfL Herrenberg antreten (Donnerstag, 19 Uhr). Die Gastgeber haben auswärts (20 Zähler) bislang mehr Punkte als zu Hause (17) geholt. Ist das ein gefundenes Fressen für den Gäu-Klub? „Für die geht es noch um etwas, für uns ist Platz fünf in Schlagdistanz“, will Coach Manuel Zug in der Tabelle noch ein Stückchen nach oben klettern. „Wir werden aber unseren A-Junioren weiterhin Spielzeit bei den Aktiven geben.“
Beim SV Vaihingen sollte der VfL Oberjettingen punkten (Donnerstag, 19.30 Uhr), denn es kann noch richtig eng werden. Dank der Vorverlegung können die sechs Kicker dabei sein, die am Samstag ins Berliner Olympiastadion pilgern. Torjäger Fabian Seeger ist derweil mehr als fraglich ist. „Er hat einen Schlag auf das Knie bekommen, das sich entzündet und mit Wasser gefüllt hat“, erklärt Abteilungsleiter Marcus Ruß. Umso positiver ist, dass Simon Bauer dabei ist. „Er hilft bei uns in den letzten fünf Spielen aus. Das freut uns sehr, er ist ein echter Glücksfall“, so Ruß über den unverhofften Last-Minute-Neuzugang.
Der SV Deckenpfronn hat gegen den TSV Rohr Gastgeschenke vorbereitet (Donnerstag, 19.30 Uhr). „Die kriegen von uns einen Kasten Bier, weil sie einer Verlegung zugestimmt haben“, will Trainer Alex Thies aber die drei Punkte tunlichst daheim behalten. „Ich erwarte eine Leistungssteigerung, wir wollen die Saison nicht abschenken. Das Hinspiel endete 1:1, deshalb sind wir nicht in der Position, irgendjemanden zu unterschätzen.“
Zum Duell der feststehenden Absteiger kommt es zwischen der SportVg Feuerbach und dem SV Oberjesingen (Sonntag, 15 Uhr). „Es ist echt schwierig derzeit, weil wieder einige wegen Verletzung und Urlaub fehlen werden“, hadert Sascha Deckers, sportlicher Leiter bei den Gästen. Der Langzeitverletzte Nick Röhm feierte jüngst sein Comeback, Torwart Paul Vogtmann stand nach einem halbjährigen Auslandsaufenthalt erstmals wieder zwischen den Pfosten.
Die Relegation zur Landesliga ist für die SpVgg Holzgerlingen wieder Reichweite. Ein Punkt fehlt auf Rang zwei. „Jetzt haben wir es wieder selbst in der Hand. Wir wollen am letzten Spieltag das Endspiel gegen die SpVgg Cannstatt“, blickt Trainer Bernd Gluiber bereits auf das Duell mit dem direkten Konkurrenten voraus. Und hebt warnend den Zeigefinger: „Aber das nächste Spiel gegen den ABV Stuttgart am Sonntag um 15 Uhr wird jetzt erstmal ein Brett.“ Das 0:2 von Hotze bei der SportVg Feuerbach sei das Paradebeispiel dafür gewesen, dass kein Abstiegskandidat im Vorbeigehen besiegt werden kann.
Der Türk SV Herrenberg hat derweil keine Angst vor der SpVgg Cannstatt (Sonntag, 15 Uhr). „Wenn wir was holen, schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Das würde uns selbst und Holzgerlingen helfen“, weiß ein verschmitzter Coach Gaetano Intemperante, der sich auch aus einem anderen Grund etwas ausrechnet. „Der Gegner hat zuletzt drei Platzverweise bekommen.“ Gelb-Rot erhielt dabei deren Torjäger Behar Hasanaj (26 Treffer). Wieder dabei bei den Gastgebern aus dem Gäu ist Schlussmann Enes Durmaz, der zuletzt seinen 30. Geburtstag feierte. Intemperante musste selbst zwischen die Pfosten, weil die beiden Ersatzkeeper Mahmut Yigit (in der Türkei) und Hakan Yildirim (Finger gebrochen) nicht zur Verfügung standen.