Fußball Bezirksliga Zwei Aufsteiger erteilen den Gegnern eine ordentliche Klatsche

Keine Chance für den FC Marbach: Der TSV Münchingen mit Torschütze Thomas Ivan (vo./gegen Sebastian Feilner) deklassierten den Gegner. Foto: Pressefoto Baumann

Der TSV Münchingen (8:0) und der TSV Heimsheim (7:1) schießen in der Bezirksliga ihre Kontrahenten ab. Dem TSV Merklingen reichen drei Treffer nicht für einen Punkt.

Die Aufsteiger TSV Heimsheim und TSV Münchingen haben am dritten Spieltag mit Kantersiegen für Furore gesorgt. Der TSV Münchingen behauptet nach einem 8:0 gegen den FC Marbach den zweiten Tabellenrang hinter Germania Bietigheim. Pech hatte der TSV Merklingen, dem zu viele Fehler unterliefen, der aber fast ein 0:4 noch wettgemacht hätte.

 

Nur drei Gegentore hatte der FC Marbach in den ersten drei Spielen gegen starke Gegner hinnehmen müssen. Beim TSV Münchingen kamen die Schillerstädter aber richtig unter die Räder und schlichen mit einer 0:8-Niederlage vom Platz. „Unser Sieg hätte sogar höher ausfallen können, die Mannschaft hat nach einem 4:0 zur Halbzeit die Konzentration hoch gehalten“, zeigte sich TSV-Trainer Sahin Üste überaus zufrieden.

Rundum zufrieden nach dem Schützenfest: TSV-Trainer Sahin Üste Foto: Pressefoto Baumann

Drei der acht Treffer erzielte Kapitän Antonio Di Matteo per Strafstoß. Dem 1:0 (15.) ging ein Handspiel voraus, dem 4:0 (41.) zudem noch eine Rote Karte für die Gäste nach einem harten Einsteigen von hinten. Vor dem 5:0 (49.) war Nephtalie Diakiesse zu schnell für seinen Gegenspieler gewesen. Zwischendurch hatten Fatos Povataj (23.) nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß und Thomas Ivan (32.) mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze getroffen. In der zweiten Halbzeit sorgten Egzon Krajki mit einem Doppelschlag (64., 70.) und der eingewechselte David Rocco Ivan (80.) für den 8:0-Endstand.

Paukenschlag des TSV Heimsheim

Ebenfalls für einen Paukenschlag sorgte der Aufsteiger TSV Heimsheim mit einem 7:1 beim TSV Phönix Lomersheim. „Heute hat meine Mannschaft sehr reif gespielt“, lobte Trainer Oliver Kudera die Entwicklungsfortschritte seiner Elf. In die Karten spielte den Gästen, dass Lucca Grau schon nach wenigen Sekunden und einer Balleroberung via Pressing nach dem Anstoß der Gastgeber zur Führung für Heimsheim traf.

Sieben Tore, sieben Torschützen: Lino Widmaier (vo./im Spiel gegen Münchingen) trug sich in die Torschützenliste ein. Foto: Andreas Gorr

Für das 2:0 sorgte Lomersheims David Kirschbaum, dem nach einem Eckball ein Eigentor (23.) unterlief. Als Lino Widmaier auf 3:0 erhöhte (36.), schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch Sekunden vor dem Pausenpfiff verkürzte Phönix nach einem Freistoß durch Julius Stotz‘ Kopfball auf 1:3. Am Spielverlauf änderte sich trotz des Gegentors zur Unzeit nichts. Der TSV Heimsheim trat weiterhin dominant auf und kam durch Mike Martin (55.), Tim Widmaier per Strafstoß (60.), den kurz zuvor eingewechselten Niklas Horn (77.) und Max Hermann (82.) zum deutlichen 7:1-Endergebnis.

Die Gastgeber mussten die letzten 20 Minuten nach einer Gelb-Roten Karte wegen wiederholten Foulspiels zudem in Unterzahl agieren. „Wir waren in allen Belangen wie Zweikampfstärke und Lauffreude deutlich überlegen und haben konsequente Abschlüsse gesucht“, freute sich Kudera. Die Mannschaft habe das Gesicht gezeigt, zu dem sie in der Lage sei. „Jetzt sind wir in der Liga angekommen“, konstatierte der Coach.

Die Aufholjagd des TSV Merklingen mit Torjäger Dzanan Mehicevic (in Weiß) gegen den FV Löchgau II kam zu spät. Foto: Andreas Gorr

Eine bittere 3:4-Heimniederlage musste dagegen der TSV Merklingen gegen den FV Löchgau II hinnehmen. „Das war nicht unser Tag“, bedauerte TSV-Trainer Uwe Eberhard. Seine Mannschaft hatte zwar mehr Ballbesitz, brachte jedoch den entscheidenden Pass nicht an den Mann. Die Löchgauer Landesliga-Reserve ging nach 14 Minuten durch einen Freistoß von Marcel Fischer genau in den Winkel mit 1:0 in Führung. Nur zwei Minuten später stimmte in der Merklinger Defensive nach einem langen Ball die Zuordnung nicht, sodass die Gäste zum 2:0-Halbzeitstand erhöhen konnten.

„Wir hatten uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen, doch das war nach wenigen Sekunden überholt“, meinte Coach Eberhard sarkastisch, nachdem Löchgau nach einem Luftloch eines TSV-Verteidigers auf 0:3 erhöht hatte. Als sich der Ball nach einer Stunde Spielzeit nach einem Pressschlag zum 0:4 hinter Keeper Adis Krak im Merklinger Tor senkte, hatten wohl nur noch die wenigsten Merklinger Fans Hoffnung für ihre Elf.

Da ist Technik gefragt: Alessio Altavilla vom TSV Merklingen Foto: Andreas Gorr

Doch der in der 78. Minute eingewechselte Imran Sahinovic machte die Partie noch einmal spannend, als er nur vier Minuten später nach einem Steckpass von Fabian Heim auf 1:4 verkürzte und weitere fünf Minuten später nach einer Flanke von Jakob Wehl zum 2:4 traf. Kai Woischiski schaffte in der Nachspielzeit mit einem Freistoß in den Winkel den 3:4-Anschlusstreffer, und in der Nachspielzeit hatten die Merklinger nach einem Gewühl im Strafraum sogar noch die Möglichkeit zum Ausgleich.

„Unsere Einwechselspieler haben wie vergangene Woche viel Energie auf den Platz gebracht, wir waren das fittere Team“, erklärte Coach Eberhard den Endspurt seiner Elf. Letztlich sei der erste Treffer aber wohl zu spät gefallen.

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