Fußball Bezirkspokal Bitteres Halbfinal-Aus für den TSV Heimsheim
Der Fußball-Bezirksligist scheitert im Bezirkspokal-Halbfinale beim SV Kornwestheim trotz 2:0-Führung mit 2:5. Der TSV Grünbühl fertigt den TSV Münchingen mit 7:0 ab.
Der Fußball-Bezirksligist scheitert im Bezirkspokal-Halbfinale beim SV Kornwestheim trotz 2:0-Führung mit 2:5. Der TSV Grünbühl fertigt den TSV Münchingen mit 7:0 ab.
Das Bezirkspokal-Finale findet 2026 ohne Mannschaften aus dem Altkreis Leonberg statt. Der TSV Heimsheim unterlag im ersten Halbfinalspiel beim Bezirksliga-Konkurrenten SV Salamander Kornwestheim nach 2:0-Führung noch mit 2:5. Gänzlich ohne Chance war im zweiten Halbfinale der TSV Münchingen, der beim TSV Grünbühl, dem Tabellenführer der Kreisliga A 1, mit 0:7 unter die Räder die kam.
Heimsheims Coach Oliver Kudera war trotz der Niederlage schon wenige Minuten nach dem Schlusspfiff wieder gefasst. „Es ist schade, dass wir so kurz vor dem Finale gescheitert sind. Aber es war ein heißer Tanz, und Kornwestheim ist einfach auch ein Topteam“, zollte der Trainer dem Sieger Respekt.
Der 35-Jährige hatte sechs Jahre nach seinem Ende als aktiver Fußballer für das Pokal-Halbfinale noch einmal das Trikot übergestreift und nahm die Position des gesperrten Torjägers Lino Widmaier ein. Und der Matchplan, aus einer sicheren Abwehr heraus Chipbälle auf Kudera zu spielen, ging in der Anfangsphase prima auf. Bereits nach drei Minuten lenkte der spielende Trainer im Kornwestheimer Strafraum einen Ball per Außenrist in die linke untere Ecke zur 1:0-Führung für seine Elf. „Ich habe offenbar nichts verlernt“, meinte der 35-Jährige selbstironisch.
In der 21. Minute legte sich Kudera den Ball zu einem Freistoß zurecht und zirkelte diesen aus 19 Metern genau in den Winkel zum 2:0. Die Freude währte allerdings nur vier Minuten: Nach einem Eckball verkürzte Niklas Strehlow zum 1:2 für die Gastgeber. „Der Anschlusstreffer ist zu früh gefallen, da hat bei uns die Abstimmung nicht gestimmt“, monierte Kudera. Drei Minuten vor der Pause glich Kornwestheim durch Tom Schneider aus, dem die Heimsheimer Abwehr nur Geleitschutz gegeben hatte. „Es kann nicht sein, dass ein Gegenspieler durch drei Mann durchläuft, da muss einer das taktische Foul ziehen“, kritisierte der Heimsheimer Coach, der sechs Stammkräfte ersetzten musste.
Dennoch kam seine Elf gut aus der Kabine und hatte zu Beginn der zweiten Hälfte dreimal die Chance, wieder in Führung zu gehen. Die gelang stattdessen den Gastgebern in Person von Marco Reichert, der eine Flanke von Cedric Schröder verwertete (62.). „Da hat bei uns ein weiteres Mal die Abstimmung nicht gepasst“, stellte Kudera fest.
Eine Gelb-Rote Karte gegen Kornwestheims Zdenek Polizoakis (71.) ließ die Partie nicht mehr in Richtung des TSV Heimsheim kippen – im Gegenteil. „Es fällt uns in Überzahl oft schwer, die Positionen zu halten“, erläuterte Kudera. Fünf Minuten später sorgten die Gastgeber für die Vorentscheidung, als Tom Schneider am langen Pfosten nach einer Kopfballverlängerung nach einem Freistoß seinen zweiten Treffer zum 4:2 erzielte. Der eingewechselte Issa Mira schloss in der 88. Minute einen Konter zum 5:2-Endstand ab. Oliver Münzer sah in der Nachspielzeit nach einem Zusammenprall mit SVK-Schlussmann Steffen Scheck zudem noch Gelb-Rot. „Insgesamt haben wir dennoch eine tolle Pokalrunde gespielt“, bilanzierte Kudera.
Ohne jegliche Chance war hingegen der TSV Münchingen beim TSV Grünbühl. Schon nach acht Minuten lagen die Gäste 0:2 zurück, zur Pause stand es bereits 0:4. „Die Tore sind alle nach demselben Muster gefallen. Wir haben im Mittelfeld den Ball verloren, und Grünbühl hat uns mit fünf oder sechs Spielern überrannt“, erklärte Münchingens Coach Martin Haußer. Als die Gastgeber in der zweiten Hälfte einen Gang zurückschalteten, kamen die Münchinger zu zwei Halbchancen, ohne aber wirklich Torgefahr auszustrahlen. Grünbühl hatte auf den Außenbahnen Tempovorteile und nutzte diese zu drei weiteren Treffern. „Das war ein Klassenunterschied, das muss man so hinnehmen“, meinte Haußer, „am Sonntag geht es in Schwieberdingen weiter.“