Fußball-Bezirkspokal Stuttgart: Finale Frauen Feuerbacherinnen feiern zum fünften Mal in Serie

Wiedersehen macht Freude: Die Feuer­bacherinnen dürfen den Pokal erneut in die Höhe recken. Foto: Günter Bergmann

Im Bezirkspokalfinale der Frauen triumphiert der Titelverteidiger mit 3:1. Doch der Gegner schnuppert an der Sensation. Bei der Betrachtung der Entstehung des Führungstreffers spalten sich indes die Meinungen.

Lokalsport: Patrick Steinle (pst)

Die Sektflaschen waren an der Seitenlinie des Schwarzbachstadions in Vaihingen in Kühltaschen gelagert, damit sie beim Abpfiff geköpft werden konnten. Mit dem Kauf waren die Verantwortlichen der Sportvg Feuerbach kein großes Risiko eingegangen, ging ihre Mannschaft doch als klarer Favorit in das Frauen-Endspiel des Bezirkspokals. Und dieser Rolle wurde sie am Samstag dann auch einmal mehr gerecht. Das 3:1 gegen die SGM TSV Heumaden/SV Sillenbuch II bedeutet für die Feuerbacherinnen den fünften Pokalerfolg in Serie – nur in der wegen Corona ausgesetzten Spielzeit 2020/21 blieb der Schampus ungeöffnet..

 

Gleich zu Beginn zeigten die Nord-Stuttgarterinnen, dass sie gegen ihren künftig zwei Ligen unter ihnen agierenden Finalgegner nichts anbrennen lassen wollten. Bereits nach wenigen Sekunden kam Meta Charlotte Mischke zum Abschluss, zielte allerdings am Tor vorbei. Später machte sie es besser und stellte per Doppelpack auf 2:0 (10./20.), ehe ihre Mitstreiterin Paulina Delbrück erhöhte (39.). Mit der komfortablen Halbzeitführung war die Luft früh draußen. In Durchgang zwei ging nicht mehr viel. „Man hat gemerkt, dass wir sonst auf Kunstrasen spielen. Auf dem großen Platz sind wir schneller müde geworden“, sagte der Trainer Axel Süßlin. „Bei mehreren Chancen waren wir ein bisschen unkonzentriert.“ Zudem parierte die Heumadener Torhüterin Anne Nagel ein ums andere Mal stark.

Diskussion um Führungstreffer

Nagel sah dann, wie sich ihre Teamkollegin Clara Grabfelder im gegnerischen Strafraum durchsetzte und verkürzte (52.). Nur zwei Minuten später hätte der Bezirksliga-Absteiger für noch mehr Brisanz sorgen können: Kübra Demirez umkurvte die Feuerbacher Keeperin Jule Weiß, ließ sich dabei aber zu weit nach außen drängen und schoss neben das Tor. „Wenn sie den macht, kann noch einiges passieren, wird der Gegner vielleicht noch wackliger“, sagte die Trainerin Samira Seeger. Dennoch: „Für das, dass wir als krasser Außenseiter ins Spiel gegangen sind, haben wir uns gut verkauft.“

Dem 1:0 durch Mischke war indes ein Zweikampf vorausgegangen, nach welchem Heumadens Torhüterin Nagel am Boden liegen blieb. Die Unparteiische Anika Stephany (Schiedsrichtergruppe Böblingen/Calw) zögerte, und ließ den Treffer dann zählen. „Für mich war das ein klares Foul, so mussten wir dem Rückstand hinterherlaufen“, hadert Seeger. Ihr Gegenüber Süßlin erwidert plump: „Wenn die Schiedsrichterin sagt, das ist kein Foul, ist es ein Tor.“

SGM Heumaden/Sillenbuch II: Nagel – Bicheler, Rothhaupt, Müller, Grabfelder (70. Nitschke) – Forner, Seifert, Scheidhauer, Steck (84. Scherer) – Roming (46. Demirez), Sampanidou.

Sportvg Feuerbach: Weiß – Daniela Ziegler, Ruocco, Pohl – Tegelmann, Marquardt, Volk, Ebert (46. Vasdeki) – Delbrück (41. Wedis Ziegler) – Gursch, Mischke (57. Brink).

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