Fußball-Bezirkspokal: TSV Schmiden Die Enttäuschung währt nur kurz

Pasquale Siena vom TSV Schmiden ist nach der Finalniederlage geknickt. Foto: Maximilian Hamm

Die Fußballer des TSV Schmiden um Pasquale Siena verlieren das Pokalfinale am Mittwochabend in Aspach gegen den Bezirksligisten TSV Schornbach mit 0:2 (0:1).

Die Fußballer des TSV Schmiden um ihren Trainer Damir Lisic feierten am Mittwochabend im Stadion in Aspach mit ihren Fans, als ob sie gerade dass Finale um den Bezirkspokal gewonnen hätten. Nur einer wollte nicht so richtig mitfeiern: Pasquale Siena war nach der 0:2-Niederlage gegen den höherklassigen Bezirksligisten TSV Schornbach untröstlich, er lehnte ein paar Meter weiter kniend am Torpfosten, sein Blick ging ins Leere. Es war nicht sein Spiel gewesen. Der für gewöhnlich torhungrige Offensivmann – in der Kreisliga A hat er in dieser Saison in 25 Spielen bereits 29 Treffer markiert – war am Mittwochabend ohne Torerfolg geblieben. Seine Mitspieler freuten sich trotz der Niederlage über eine bemerkenswerte Saison, in der sie die Meisterschaft errungen und den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft haben. „Der Pokalsieg wäre ein Bonus für uns gewesen“, sagte der mitspielende Abteilungsleiter Marco Fazio.

 

Der TSV war ständig in der Abwehr gefordert

Pasquale Siena war auch deshalb enttäuscht, weil seine Teamgefährten ihn nicht wie gewohnt in Szene setzen konnten. „Wir sind nicht richtig in unser Spiel gekommen, weil wir ständig in der Abwehr gefordert waren; der Gegner hat uns ununterbrochen beschäftigt“, sagte Marco Fazio. In der Tat war der Verbund des TSV Schornbach gut vorbereitet gewesen auf seinen Finalgegner, hat ihn nicht unterschätzt. Das mag im vergangenen Jahr noch etwas anders gewesen sein, als die Schmidener Fußballer an gleicher Stelle nach dem 3:2-Sieg gegen das Team der SG Schorndorf den Bezirkspokal in die Höhe reckten. Damals zählte auch Pasquale Siena zu den Torschützen des TSV Schmiden.

Auf dem Feld war ein Qualitätsunterschied zu sehen

Der Trainer Damir Lisic war nach dem Spiel am Mittwoch der erste, der von der Enttäuschung in den Feiermodus schaltete. Zunächst gratulierte er seinem Gegenüber Marius Jurczyk zum Sieg, anschließend orderte er seine Spieler zu den mitgereisten Fans, die ihr Team ununterbrochen angefeuert hatten. „Da war ein Qualitätsunterschied auf dem Platz, am Ende sind uns die Kräfte ausgegangen. Aber wir können das gut einordnen; wir wissen, was wir in dieser Saison geleistet haben“, sagte Damir Lisic. Und fügte noch hinzu: „Beim Feiern sind wir besser.“

Beim TSV Schmiden ist in den vergangenen Jahren eine Einheit entstanden

Auf dem Platz war der Gegner bestimmend; Arda Cetinkaya per Foulelfmeter (22.) und Timo Morawietz kurz vor dem Schlusspfiff erzielten die Tore für den TSV Schornbach. Die Fußballer des TSV Schmiden hatten auch gute Tormöglichkeiten, allen voran Tommaso Siena, sie vergaben diese aber allesamt. Es schien fast so, anders als noch im vergangenen Jahr, als ob ihnen der Glaube an den Erfolg abhanden gekommen war, als ob ihnen die Überzeugung fehlte, das Spiel noch drehen zu können. Marco Fazio indes zeigte sich zufrieden mit der Vorstellung seines Teams. Vor allem freut er sich, was beim TSV Schmiden in den vergangenen Jahren entstanden ist: Eine Einheit, der auch das verlorene Pokalfinale nichts anhaben konnte. „Was wir sportlich erreicht haben, ist überragend. Wir haben beim TSV ein tolles Miteinander“, sagte der Abteilungsleiter.

Er selbst war dann auch bis spät in die Nacht mit dabei, als die Mannschaft in verschiedenen Fellbacher Bars gefeiert hat. Jetzt auch wieder gemeinsam mit Pasquale Siena. „Die einen haben etwas länger gebraucht, um die Enttäuschung zu verarbeiten“, sagte Marco Fazio und lachte.

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