Der TSV Merklingen beendet die Runde als bester Altkreisvertreter, verliert aber früh den Anschluss zum Spitzentrio. In Renningen und bei der zweiten Mannschaft des TSV Eltingen muss Aufbauarbeit geleistet werden.

Es war ein Ende mit Schrecken. Der Schlusspunkt der Bezirksligasaison mit dem Relegationsspiel der SpVgg Renningen gegen den TSV Benningen hätte noch einiges retten können. Doch das 0:5 des Traditionsclubs war nur folgerichtig. Der Altkreis Leonberg verliert im Bezirksoberhaus weiter an Gewicht, weil auch Eltingen II runter muss.

 

TSV Merklingen In kaum einer der 16 Bezirksligen im Verbandsgebiet hat eine Mannschaft die 70-Punkte-Marke geknackt – im Bezirk Enz-Murr sind es mit FV Ingersheim, Hellas Bietigheim und TV Pflugfelden. Der TSV Merklingen schaute frühzeitig in die Röhre, als im November verletzungsbedingt und wegen Rotsperren zu viele Leistungsträger fehlten und drei Spiele in Folge verloren wurden. Umso bemerkenswerter findet der scheidende Trainer Wolfgang Buck die Leistung in der Rückrunde: „Obwohl mein Abschied schon früh feststand und nach vorne für uns nichts mehr möglich war, hat die Mannschaft bis zum Schluss noch voll durchgezogen.“ Neben dem Coach stehen auch Jan Schumacher und Schlussmann Marc Wellinger nicht mehr zur Verfügung. Leo Saku will es beim Verbandsligaabsteiger FC Gärtringen noch einmal wissen, Georgios Burgantzoglou kehrt zu Enosis Leonberg zurück. Dafür kommen Torspieler Sven Reichmann (Weil der Stadt), Uwe Eberhard, Sebastian Stoy und Samet Ceviker (alle SKV Rutesheim) sowie Eugen Schön (SpVgg Renningen). Christian Steidle rückt als Trainer aus der zweiten Mannschaft nach oben auf.

SKV Rutesheim II Nur zu Saisonbeginn sah es so aus, als müsste Trainer Alexander Ziegler erneut eine Zittersaison überstehen. Nach zwei Siegen folgten fünf Niederlage. Viel fehlte nicht und die Landesligareserve wäre ganz nach hinten durchgereicht worden. Letztlich war es aber nur eine Frage der Zeit, bis die Mechanismen in dem einmal mehr neu aufgestellten Kader greifen würden. Zur Halbzeit hatte sich die U 23 bereits in sichere Gefilde empor gearbeitet. Zweifel am Klassenerhalt kamen nicht mehr auf. Trainer Ziegler wird auch weiterhin mit vielen jungen Spielern arbeiten. Für die neue Runde werden mit Axel und Max Weeber, Patric Vaihinger sowie Ulrich Henrik Lang erneut vier Akteure aus der starken eigenen A-Jugend ihr erstes Jahr bei den Aktiven zunächst in der zweiten Mannschaft absolvieren.

SpVgg Renningen Spielerauf- und ausstand, drei Trainer, Rücktritt der Abteilungsleitung – unter solchen Bedingungen lässt sich kaum eine erfolgreiche Saison bestreiten. Mit den Akteuren aus dem B-Kader sollte Trainer Erkan Kilic retten, was nicht mehr zu retten war. Nur wegen des Rückzugs des SV Freudental durfte der Club am Ende noch die Relegation bestreiten. Doch auch mit diesem Geschenk wusste der Verein nichts anzufangen. Der neue Abteilungschef Jürgen Tropschug ließ vor der Partie offen, ob im Falle eines Sieges der Platz in der Bezirksliga überhaupt in Anspruch genommen wird. Kilic fand keinen Weg mehr, seine Mannen zu motivieren – am Ende stand das 0:5 gegen Benningen. Es droht der Ausverkauf. Kilic geht als B-Junioren-Coach zum Nachbarn nach Eltingen. Adrian Martone (TSV Heimerdingen), Eugen Schön (Merklingen) und Dominik Rexer (TSV Flacht) werden wohl nicht die einzigen Abgänge bleiben.

TSV Eltingen II Benjamin Schäffer, der die Mannschaft in diese Liga geführt hatte, Erkan Kilic und zuletzt Onur Bodur – sie alle haben kapituliert. Die zweite Mannschaft in Eltingen führt ein Mauerblümchendasein. Für das Bezirksoberhaus wurde sie personell nicht ausreichend ausgestattet. Schon früh versuchte Bodur das mit den A-Junioren aus dem eigenen Lager aufzufangen. Doch auch die stießen schnell an ihre Grenzen. Mit der Niederlage am vorletzten Spieltag in Renningen wurde auch noch die Möglichkeit auf den Relegationsplatz verspielt. Den Neubeginn in der A-Liga soll nun Trainer Roger Bay (SV Bonlanden II) bewerkstelligen.