Fußball-Coach aus Raum Stuttgart Mit ihrem neuen Trainer geht die SpVgg Holzgerlingen gleichzeitig neue Wege

, aktualisiert am 20.01.2026 - 10:11 Uhr
Haben bereits intensiv Ideen für die kommende Saison ausgetauscht: Der neue Trainer Dominik Lenhardt (re.) und der sportliche Leiter Frank Gscheidle (li.) freuen sich auf die Zusammenarbeit bei der SpVgg Holzgerlingen. Foto: SpVgg

Dominik Lenhardt heißt der Mann, der die Bezirksliga-Fußballer von der SpVgg Holzgerlingen ab der kommenden Saison coacht. Was zeichnet den erst 32-jährigen Trainer besonders aus?

Nachdem Bernd Gluiber Anfang Dezember angekündigt hatte, sein Traineramt bei der SpVgg Holzgerlingen nach der Saison niederzulegen, hat sich der Verein aus der Fußball-Bezirksliga Stuttgart/Böblingen auf eine intensive Suche nach seinem Nachfolger begeben. Diese kam nun zu einem erfolgreichen Abschluss.

 

Ab 2026/2027 übernimmt Dominik Lenhardt den Posten auf der Kommandobrücke. Aktuell coacht er noch den Klassenkameraden TSV Jahn Büsnau. Diesen hatte er vergangene Saison zum Bezirkspokalsieg und ins Oberhaus geführt, wo der Aufsteiger nun als Tabellenzweiter – punktgleich mit Spitzenreiter TV Darmsheim – eine hervorragende Rolle spielt und vom Durchmarsch träumen darf.

Trainer Dominik Lenhardt will bei Hotze viel mit Eigengewächsen arbeiten

„Mit Dominik Lenhardt konnten wir einen Trainer gewinnen, der unseren Hotze-Weg mit vielen Eigengewächsen gemeinsam mit uns weitergehen wird“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins, der auch zu entnehmen ist, dass Jochen Wild als Co-Trainer weitermacht. „Wir sind hundertprozentig davon überzeugt, mit diesem Duo für die nächste Saison eine absolut passende Lösung gefunden zu haben, und dass wir mit den beiden unsere sportlichen Ziele erreichen werden“, schreibt die Sportvereinigung.

Frank Gscheidle hatte den Tipp bekommen, dass Dominik Lenhardt ein ziemlich guter Coach ist, um den es sich zu bemühen lohnt. Also tat der sportliche Leiter der Holzgerlinger genau das. „Wir hatten uns schon ein bisschen im Stuttgarter Raum umgeschaut“, lässt er durchblicken. „Vielleicht ist es ja mal gut, dass wir da einen ganz anderen Weg gehen.“

Nach dem Anruf von der SpVgg Holzgerlingen setzte sich Dominik Lenhardt mit den Verantwortlichen des Vereins zusammen und merkte schnell, dass es passt. Foto: Günter Bergmann

Schon das erste Gespräch von Frank Gscheidle und Abteilungsleiter Jürgen Conforti mit Dominik Lenhardt lief hervorragend. Zwei Stunden lang unterhielten sie sich intensiv über Konzepte und Ideen. „Das war sensationell“, schwärmt der sportliche Leiter. Also wurden aus dem einen Gespräch mehrere, und beide Seiten merkten laut Gscheidle schon ziemlich bald: „Das passt wunderbar.“

So sieht das auch der baldige SpVgg-Übungsleiter, der Büsnau nach sechs Jahren mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlässt. „Man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Ich wollte den richtigen Zeitpunkt für einen Absprung nicht verpassen und aus meiner Komfortzone rausgehen“, erklärt Lenhardt und fügt hinzu: „Es ist aber gar keine Frage, dass ich schweren Herzens gehe, weil mir der TSV ans Herz gewachsen ist.“

Der 32-Jährige will sich nach eigener Aussage weiterentwickeln und den nächsten Schritt wagen. In Holzgerlingen habe ihn die sportliche Perspektive voll überzeugt. „Das ist ein Ex-Landesligist mit toller Jugendarbeit, einem ruhigen Umfeld, einer schönen Anlage und einer super Struktur.“ Gerade die Tatsache, dass der Klub von der Schönbuchlichtung auf den eigenen Nachwuchs setzt, gefällt ihm: „Da kommt immer was hoch. Das passt zu meiner Philosophie, die jungen Hungrigen einzubauen.“

Trotz seines eigenen jungen Alters ist Dominik Lenhardt schon über ein Jahrzehnt lang als Coach im Aktivenbereich tätig. Mit gerade mal 21 übernahm er den TSV Musberg als Spielertrainer, inzwischen hat er die Kickstiefel an den Nagel gehängt und gibt die Kommandos nur noch von außen. „Der Aufstieg mit Büsnau in die Bezirksliga war ein runde Abschluss, jetzt will ich mich ganz aufs Trainerdasein konzentrieren“, erklärt der Lehrer, der in Musberg lebt.

An seiner Seite wird Jochen Wild weiterhin als Co-Trainer fungieren. „Er hatte uns signalisiert, dass er gerne weitermachen würde, wenn es mit dem neuen Trainer passt“, berichtet Frank Gscheidle. So kam es dann auch. „Jochen und Dominik haben gemerkt, dass sie auf einer Wellenlänge funken.“

Damit das erste Jahr der Zusammenarbeit in der Bezirksliga erfolgt, muss die Mannschaft sich in der Rückrunde steigern. Mit 19 Punkten aus 15 Partien ist sie in Sachen Abstiegskampf noch lang nicht aus dem Schneider. An die Kreisliga A will Frank Gscheidle gar keinen Gedanken verschwenden. „Ich weiß zwar, dass die Bezirksliga sehr ausgeglichen ist, ich weiß aber auch, welche Qualität wir im Kader haben“, begründet er seinen Optimismus.

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