Fußball-EM 2016 Endstation Halbfinale

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Dieses Mal scheiterte die DFB-Auswahl an Frankreich – 1988 waren die Niederlande zu stark und 2012 kam gegen Italien das Aus. Bittere Momente waren es in allen drei Fällen.

Eine bittere Niederlage: Paul Pogba tröstet Mesut Özil. Foto: Pressefoto Baumann
Eine bittere Niederlage: Paul Pogba tröstet Mesut Özil. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart - Durch die Niederlage gegen Frankreich ist die deutsche Nationalmannschaft zum dritten Mal in der EM-Geschichte im Halbfinale ausgeschieden. Ein Ausflug in die Vergangenheit.

21. Juni 1988 in Hamburg: Deutschland – Niederlande 1:2 Was Franz Beckenbauer anpackt, wird zu Gold. Dieser Satz war im deutschen Fußball in Stein gemeißelt – bis zu diesem Tag, der für den Teamchef einer der bittersten in seiner Karriere werden sollte. Ausgerechnet der Erzrivale aus den Niederlanden war es, der die Titelträume bei der Heim-EM abrupt beendete. Abrupt deshalb, weil es lange nach einem erneuten Erfolg der DFB-Auswahl ausgesehen hatte, die an diesem Abend in Hamburg durch Lothar Matthäus in Führung gegangen war. Der Ausgleich durch Ronald Koeman schien noch zu verschmerzen, da sich die Spieler bereits auf eine Verlängerung eingerichtet hatten. Es lief schon die 89. Minute, als Jan Wouters noch mal einen Pass in den deutschen Strafraum schickte. Marco van Basten düpierte seinen Bewacher Jürgen Kohler – die Entscheidung. Während die Deutschen niedergeschlagen waren, brachen auf der anderen Seite alle Dämme. Koeman wischte sich noch auf dem Platz mit dem Trikot von Olaf Thon den Hintern ab – und van Basten sagte: „Das Finale erreicht zu haben, ist ein wunderbares Gefühl – besonders weil wir diese widerwärtigen Deutschen rausgeworfen haben.“ Immel – Herget (46. Pflügler) – Borowka, Kohler, Brehme – Rolff, Matthäus, Thon – Mill (79. Littbarski), Völler, Klinsmann.Tore 1:0 Matthäus (55., Foulelfmeter), 1:1 Ronald Koeman (74.), 1:2 van Basten (89.).